Der Kampf um die DM-Teilnahme

Techniker Beach Tour - Kühlungsborn

Am Ende könnten nur wenige Punkte den Unterschied ausmachen. Welche Teams sich für die Deutsche Meisterschaften qualifizieren und welche nicht: So sieht es bei den Wackelkandidaten aus.

Die meisten Teams nutzen das Turnier in Kühlungsborn zur Vorbereitung auf den Höhepunkt der Saison. Für andere Duos ist der letzte Tour-Stopp auch das letzte Turnier des Jahres, das sie noch einmal genießen wollen. Und dann sind da die Sportler und Sportlerinnen, für die es an der Ostsee noch einmal um jeden Punkt geht: Die nämlich, die sich um die letzten Plätze für die anstehenden Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand streiten.

Nur die besten 16 Duos der Zulassungsliste qualifizieren sich für die nationalen Titelkämpfe, es fließen die besten sechs Team-Ergebnisse und zwei Einzelergebnisse seit den letztjährigen Meisterschaften in die Rangliste mit ein. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen spitzt es sich auf einen Zweikampf um den 16. Platz zu:

Herren: Böckermann/Karpa vs. Popp/Sievers

Bei den Herren wollen Markus Böckermann (33) und Max-Jonas Karpa (25) ihren 16. Platz verteidigen. „Viel gerissen haben wir noch nicht, wir brauchen schon noch ein paar richtig gute Ergebnisse“, hatte Böckermann auf Fehmarn gesagt. In Zinnowitz ließen er und Karpa diesen Worten mit dem dritten Platz auch Taten folgen, zuvor waren sie dreimal auf dem neunten Platz gelandet. Weil Markus Böckermann noch keine acht Turniere bestritten hat, fließt das Ergebnis aus Kühlungsborn noch vollständig mit ein, was die Position des Duos nur verbessern sollte. Für den zweimaligen Deutschen Meister Böckermann wäre es die 11. Teilnahme an den Titelkämpfen.

Ein anderer Routinier könnte schon das Dutzend vollmachen: Marcus Popp (37) lauert mit Partner Milan Sievers (21) auf dem 17. Platz, zuletzt mussten sie aber auf Usedom mit dem Aus in der Gruppenphase Federn lassen. Theoretisch könnten Popp/Sievers sowohl Böckermann/Karpa als auch noch weitere Duos überholen. Dafür bräuchten sie aber ein absolutes Top-Ergebnis, während der Rest schwächeln müsste. Ein Beispiel, wie Popp/Sievers sich den 16. Rang noch holen könnten:

• Werden Böckermann/Karpa in Kühlungsborn 13., müssen Popp/Sievers mindestens den fünften Platz erreichen.

• Werden Böckermann/Karpa in Kühlungsborn Neunte, müssen Popp/Sievers mindestens den vierten Platz erreichen.

• Werden Böckermann/Karpa in Kühlungsborn Fünfte, müssen Popp/Sievers mindestens den dritten Platz erreichen.

• Werden Böckermann/Karpa in Kühlungsborn Vierte, müssen Popp/Sievers mindestens den zweiten Platz erreichen.

• Werden Böckermann/Karpa in Kühlungsborn Dritte, müssen Popp/Sievers das Turnier gewinnen.

Das heißt, Popp/Sievers müssen mindestens ins Viertelfinale kommen, um Böckermann/Karpa und auch Harms/Peemüller sowie Mäurer/Westphal überhaupt noch gefährlich werden zu können. Von hinten lauert ihnen niemand mehr auf: Auf dem 18. Platz liegen Benedikt und Jonas Sagstetter – die in Kühlungsborn aber keine Punkte mehr sammeln können, weil Jonas Sagstetter verletzt ist.

Damen: Bieneck/Stautz vs. Krebs/Welsch

Für Constanze Bieneck (23) und Antonia Stautz (25) könnte es eine Premiere werden: Verteidigen sie den 16. Platz, dürfen sie zum ersten Mal zur Deutschen Meisterschaft fahren. Bisher verlief ihre Saison sehr wechselhaft: Dreimal stoßen Bieneck/Stautz bis ins Viertelfinale vor, aber genauso oft scheiterten sie auch schon in der Gruppenphase. Auch abseits der höchsten nationalen Tour hat das Duo fleißig Punkte gesammelt, insgesamt stand es bei Turnieren der 1er-Kategorie fünfmal auf dem Podium.

Leonie Welsch und Anika Krebs bildeten vor der Saison ein neues Team und trainieren am Bundesstützpunkt in Hamburg unter der Leitung von Fabian Tobias. Krebs/Welsch waren in diesem Jahr auch international unterwegs, meist war aber schon in der Qualifikation Schluss. Ihre beste Platzierung holten sie mit dem fünften Platz zuletzt in Zinnowitz, bis auf eine Ausnahme waren die Hamburgerinnen immer unter den Top10. Für Krebs (26) wäre es schon die siebte Meisterschaft – mit der siebten Partnerin. Auch Welsch ist nicht unerfahren, für die 23-Jährige wären es die dritten Titelkämpfe. So könnten sich Krebs/Welsch noch qualifizieren:

• Werden Bieneck/Stautz in Kühlungsborn 13., müssen Krebs/Welsch mindestens den fünften Platz erreichen.

• Werden Bieneck/Stautz in Kühlungsborn Neunte, müssen Krebs/Welsch mindestens Vierte werden.

• Werden Bieneck/Stautz in Kühlungsborn Fünfte, müssen Krebs/Welsch ebenfalls mindestens den vierten Platz belegen.

• Werden Bieneck/Stautz in Kühlungsborn Vierte, müssen Krebs/Welsch mindestens den dritten Platz erreichen.

• Werden Bieneck/Stautz in Kühlungsborn Dritte, müssen Krebs/Welsch das Turnier gewinnen.

Krebs/Welsch könnten nur mit einem dritten Platz auch noch den vor Bieneck/Stautz platzierten Teams gefährlich werden. Lena Ottens (22) und Hannah Ziemer (19), Trainingspartnerinnen von Krebs/Welsch am Bundesstützpunkt und aktuell auf Rang 18, haben nur noch theoretische Chancen auf die Teilnahme. Sie bräuchten ein absolutes Top-Ergebnis (mindestens Platz 3), während Bieneck/Stautz nicht mehr als Platz neun und Krebs/Welsch nicht mehr als Platz fünf erreichen dürften.

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