Der Meistertitel als Geburtstagsgeschenk

DM Timmendorfer Strand 31.08. - 03.09.2017

An ihrem 30. Geburtstag hat sich Julia Sude das größte Geschenk selbst gemacht: Mit ihrer Partnerin Chantal Laboureur ist sie in Timmendorfer Strand Deutsche Meisterin geworden. In einem von erschöpften Spielerinnen geprägten Turnier hatten sie den längsten Atem.

Überraschung gelungen

Die Gruppe der rund fünfzehn Leute stand in einem Spalier am Eingang zum Spielerbereich unter der Timmendorfer Seebrücke und wartete auf das Geburtstagskind. Mit Luftschlangen, einem Kuchen und einer Kerze standen sie da im Sand und schauten in das überraschte Gesicht von Julia Sude, als die Beach-Volleyball-Nationalspielerin um die Ecke bog. Ein Ständchen später schob Sude ihre Sonnenbrille hoch auf die Stirn, ihre Augen funkelten, mit einer Hand wischte sie sich die Tränen aus den Augenwinkeln.

Ihren Familienmitgliedern und Freunden ist die Überraschung gelungen, das größte Geschenk hat sich Julia Sude an ihrem 30. Geburtstag aber selbst gemacht: Mit ihrer Partnerin Chantal Laboureur, 27, hat sie an diesem sonnigen Samstag in Timmendorfer Strand den Deutschen Meistertitel gewonnen.

„Ja, jetzt ist wirklich Feierabend, das werden wir heute Abend hier richtig auskosten und freuen uns auf die Pause“, verriet Laboureur. Mit 2:1 (21:11, 18:21, 15:7) gewann das Nationalduo im Endspiel vor den mit 6.000 Zuschauern gefüllten Tribünen der Ahmann-Hager-Arena gegen das Überraschungsduo Melanie Gernert und Tatjana Zautys. Die leisteten in dem Dreisatz-Spiel enormen Widerstand, waren aber im letzten Satz des Frauenturniers auch sichtlich am Ende ihrer Kräfte, die sie zuvor so überraschend ins DM-Finale und letztlich zur Silbermedaille geführt hatten.


Ein Gesichtsausdruck, der Gold wert ist

Sudes Gesichtsausdruck in dem Moment, nachdem sie den entscheidenden Angriff ins gegnerische Feld setzte, war Gold wert. In ihm lag mehr Erleichterung als Freude, denn im Endspiel hatten sie nicht nur mit der Müdigkeit einer langen Saison, sondern auch mit der Bürde der Favoritenrolle zu kämpfen.

Nach einem Hänger im zweiten Satz, der deutlich verloren ging, kämpften sich Laboureur und Sude zurück in das Spiel und gewannen nach dem Gstaad Major ein zweites großes Turnier in dieser Saison. „Das war eine großartige Saison, sie haben sich diese Goldmedaille so verdient“, sagte ihr Trainer Vento.

Gut vier Wochen ist es her, dass Laboureur/Sude bei der Weltmeisterschaft im Viertelfinale gescheitert und als Fünftplatzierte ausgeschieden sind. Und es war Sude, die als erstes die Enttäuschung wegsteckte und sagte: „Wir wollen noch unsere Spuren im Sand hinterlassen.“ Gemeint waren damit nicht die Abdrücke, die die 1,85 Meter große Athletin bei ihren Sprüngen und Bewegungen im weichen Untergrund hinterließen.


Planung für 2018 läuft bereits

Sondern die Spuren, die von ihr und Laboureur in der Beach-Volleyball-Geschichte dauerhaft im Gedächtnis bleiben. Nach dieser Deutschen Meisterschaft lässt sich sagen: Sie waren mit dem klaren Ziel gestartet, Gold zu gewinnen und haben sich einen Platz in der Reihe der Deutschen Beach-Volleyball-Meister verdient.

In einem Turnier, in dem allen Top-Teams die anstrengenden Wochen von WM, EM und World Tour Final anzumerken war, hatten sie den längsten Atem. Jetzt will Sude, die als Beach-Profi wie ihre Partnerin an rund 200 Tagen im Jahr unterwegs ist, nur „nach Hause, zu meinen Eltern“.  Die Planungen für die nächste Saison laufen schon im Umfeld, dass das Team mit ihrem brasilianischen Trainer weitermacht, gilt als ausgemacht.

Und da im Laufe der Saison auch mit dem Verband klare Verhältnisse geschaffen wurden und Laboureur/Sude als Nationalteam geführt werden, bleibt die Frage, was die Weltranglistendritten in der anstehenden Saison für Ziele haben. „Es ist gut, die Unterstützung des Verbandes zu haben, das ist sehr wichtig. Wir werden versuchen unsere gute Position zu verteidigen. Aber einige Teams werden im nächsten Jahr stärker zurück kommen, darauf werden wir vorbereitet sein“, sagte Trainer Vento.

Alle Infos zur Deutschen Meisterschaft 2017 im Beach-Volleyball

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