Der stärkste Gegner ist die eigene Unsicherheit

EM-Klagenfurt: Gruppenphase

Das Spiel von Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif lebt vor allem von der Spielfreude der beiden Athleten. Weil sie sich selbst so unter Druck setzen, ist ihnen diese aber etwas abhanden gekommen.

Unter Druck

Irgendwie macht es momentan nicht so viel Spaß, Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif beim Beach-Volleyball spielen zuzusehen. Sowohl im Training am Dienstag als auch bei den Partien am Mittwoch und Donnerstag hörte man von Beobachtern abseits des Feldes immer wieder Sätze wie: „Da ist ja die Stimmung wieder mal am Boden“ oder: „Da sind ja die Problemfälle“.Objektiv betrachtet, sind die beiden Athleten aus Nordrhein-Westfalen weit von Problemen entfernt. Walkenhorst ist mit seinen 2,06 Metern ein ausgezeichneter Blocker, Windscheif, 1,88 Meter groß, gehört zu den weltbesten Abwehrspielern, manchmal scheinen sie das aber zu vergessen. Beim 0:2 (23:25, 18:21) gegen die Russen Kosharev/Barsouk trottete Walkenhorst derart mutlos über das Feld, als würde zusätzlich zu seinen knapp 100 Kilos noch eine zentnerschwere Last durch den Sand transportieren. Auch Windscheif wirkte alles andere als leichtfüßig. Bälle, die der flinke Abwehrspieler normalerweise erläuft, ließ er fallen, und wenn er sich doch einmal ausstreckte, spielte Walkenhorst nicht weiter.


Zu hohe Erwartungen


„Man, ist das wieder schlecht“, fluchte Windscheif, als er im ersten Satz beim Stand von 11:11 zum Aufschlag ging. Da war eigentlich noch alles drin für die Deutschen. Gegen die 69. der Weltrangliste hätten sie sich aber einen deutlicheren Vorsprung erhofft. „Ich glaube, das ist ein bisschen das Problem. Unsere Erwartungen sind zu hoch“, sagte Walkenhorst. Im vergangenen Jahr war das Duo neu formiert und international noch relativ unbekannt. Jetzt sind sie ein gestandenes Team und müssen abliefern. „Aber das ist gar nicht so einfach“, bemerkte Walkenhorst. In Yokohama zeigten er und Windscheif starke Partien, gegen die Weltmeister Alison/Bruno mussten sie sich erst im dritten Satz 12:15 geschlagen geben, gegen die Letten Samoilovs/Smedins hielten sie lange mit, am Ende unterlagen sie 14:16 im Tie-break. „Trotzdem haben wir beide Spiele verloren. Dadurch entsteht so eine Unsicherheit, und wenn man sich nicht gut und sicher fühlt, macht es auch nicht so viel Spaß“, sagte Walkenhorst.


Knoten geplatzt

Diese Erfahrung haben auch Markus/Böckermann und Lars Flüggen gemacht, die ihre Gruppenspiele in Yokohama alle im dritten Satz verloren: 1:2 hieß es gegen Ranghieri/Carambula, gegen Hyden/Bourne und gegen Gibb/Patterson. „Das war ganz schön frustrierend“, gab Flüggen zu. Umso mehr freuten er und Markus Böckermann sich über den Sieg am Donnerstag gegen die Niederländer Brouwer/Meeuwsen. „Ich glaube schon, dass der Knoten jetzt ein bisschen geplatzt ist“, sagte Böckermann.Vielleicht passiert das ja auch bei Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif auch, wenn sie am Freitag gegen die Polen Fijalek/Prudel spielen. Um sich in Bezug auf das Weiterkommen nicht vom Ergebnis der anderen Gruppenmitglieder abhängig zu machen, brauchen die beiden da dringend einen Sieg.

 

Mehr über die Spiele mit deutscher Beteiligung und alle Infos rund um die EM findet ihr in unserem Special.

Beach-Volleyball-Turnier veranstalten

Du organisierst ein Beach-Turnier und bist noch auf der Suche nach Playershirts, Werbebanden oder einem Spielplan? Hier findest du Tipps, Empfehlungen und noch mehr Infos.

Endspurt bei Amazon SachsenBeach 2019

20 verschiedene Turnierformen, 1.500 Spieler in mehr als 400 Teams an: Auch wegen des Events 2019 zählt SachsenBeach zu den größten Beach-Volleyball-Events Europas.

    beach-volleyball.de Partner

    • Mikasa
    • Schauinsland Reisen
    • Techniker Beach Tour
    • Die Techniker
    • Website WM