Der Weg zur WM nach Hamburg

WM 2019

In diesem Sommer kommt die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft nach Hamburg. Auch wenn die Szene ordentlich durchgeschüttelt wurde, wird Deutschland mit einigen Teams ins Titelrennen gehen.

Erinnerung an Berlin 2005

14 Jahre ist es her, dass zuletzt eine Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Deutschland ausgespielt wurde. Im Jahr 2005 gewannen in Berlin Julius Brink und Kjell Schneider Bronze und die erste WM-Medaille für Deutschland überhaupt. In diesem Sommer gibt es wieder eine Weltmeisterschaft hierzulande, vom 28. Juni bis 7. Juli sollen in Hamburg wieder deutsche Medaillenträume wahr werden.

Bis vor wenigen Monaten noch lagen dabei auf Laura Ludwig und Kira Walkenhorst die größten Hoffnungen auf eine Medaille. Doch der Rücktritt von Kira Walkenhorst im Januar schüttelte die Beach-Volleyball-Szene ordentlich durch – einzig Victoria Bieneck und Isabel Schneider sind von den deutschen Top-Duos zusammengeblieben. Und dass, obwohl sich alle am Jahresende 2018 noch in den Top 20 der Weltrangliste tummelten.

Die Hamburgerinnen Bieneck und Schneider sind derzeit auf Rang elf der Weltrangliste, wobei diese Auflistung ihre Tücken hat: So ist beispielsweise Laura Ludwig dort gar nicht mit aufgeführt, da sie in der vergangenen Saison auf Grund ihrer Babypause kein Turnier gespielt hat. Ihre Punkte der Vorsaison durfte sie aber behalten.

Welche Damenteams gute WM-Chancen haben

Da ihre neue Partnerin Margareta Kozuch ebenfalls einige Weltranglistenpunkte mitbringt (Borger/Kozuch wurden auf Rang 17 geführt), wird sich das Duo punktemäßig wohl in der Region bewegen, in denen auch Bieneck/Schneider und die neuen Duos Karla Borger/Julia Sude und Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur geführt werden. Alle vier Duos haben gute Chancen, es auf direktem Qualifikationsweg zur Weltmeisterschaft nach Hamburg zu schaffen.

Dafür müssen sie bis zum 6. Mai unter den 23 punktbesten Teams der Welt sein. Die Aussichten dafür sind gut, da die Athletinnen in der Saison 2018 starke Leistungen ablieferten und viele Punkte mit in die neue Saison nehmen. Vier weitere Startplätze gibt es außerdem vom europäischen Verband CEV für die vier besten nicht über die Weltrangliste qualifizierten Duos Europas. Dass sich die vier deutschen Teams Ludwig/Kozuch, Bieneck/Schneider, Borger/Sude und Ittlinger/Laboureur über einen dieser beiden Wege für die WM qualifizieren, ist das Wunsch-Szenario des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), der dann als Gastgeber noch eine Wildcard zusätzlich vergeben könnte.

Zum Beispiel an das neu zusammengestellte Perspektivteam Leonie Körtzinger/Sarah Schneider, auf das der Verband für die Olympischen Spielen 2024 setzt – und das DVV-Sportdirektor Niclas Hildebrand so früh wie möglich an das internationale Niveau heranbringen will. „Diese Wildcard würden wir in diesem Szenario gerne so vergeben, wenn keines der anderen Teams sie braucht – es ist sinnvoll, einem jungen Team diese WM-Chance zu geben“, so Hildebrand.

Bei den Männern nur Thole/Wickler auf einem guten Weg

In der Herrenkonkurrenz sieht die Lage bescheidener aus. Julius Thole und Clemens Wickler sind seit Mitte 2018 im Aufwind und derzeit das einzige deutsche Team, das in der Weltrangliste in den Top 20 steht. Sollte das aufstrebende Duo noch konstant auf den Turnieren der Weltserie punkten, würde es wohl über die Weltranglistenpunkte in das WM-Teilnehmerfeld kommen. Bis zum Stichtag Anfang Mai bieten nur noch die Turniere in Sydney (3-Sterne), Doha (4-Sterne) und Xiamen (4-Sterne) als höherklassige World-Tour-Events die sinnvolle Möglichkeit, weitere Weltranglistenpunkte zu sammeln.

Ob ein weiteres deutschen Herrenteam sich ebenfalls direkt qualifizieren kann, ist fraglich. Nils Ehlers und Lars Flüggen haben Ambitionen, aber nur wenig internationale Punkte – ähnliches trifft auch auf Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms oder auch Alexander Walkenhorst/Sven Winter zu. Diese Duos müssten einen starken Saisonauftakt spielen, um sich in der Weltrangliste schnell zu verbessern. Leicht haben sie es nicht, denn gerade bei den größeren Turnieren müssen sie sich über die Qualifikation erst noch in das Teilnehmerfeld spielen.

Zwei deutsche Herrenteams sind aber sicher bei der WM dabei, das garantiert der Weltverband FIVB der Ausrichternation. Es ist also denkbar, dass neben Thole/Wickler ein zweites Team mit einer Wildcard ins Turnier geschoben werden muss. Dafür würden nach derzeitigem Stand Bergmann/Harms oder Ehlers/Flüggen in Frage kommen.

→ Alle Infos rund um die Beach-Volleyball-WM 2019 gibt es auf unserer Turnierseite

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