Deutsche Teams bei U20 EM am Schwarzen Meer

U20-Europameisterschaften Anapa 2018

Ein kurios einfacher erster Sieg und ein Junioren-Nationalspieler, der erst seit drei Jahren Beach-Volleyball spielt: Das sind die Geschichten, die Svenja Müller/Sarah Schulz und Julian Schupritt/Robin Sowa derzeit bei den U20-Europameisterschaften in Anapa schreiben.

Seit Montag am Schwarzen Meer

Mit jeweils einem Damen- und Herrenteam startete die Deutsche Nationalmannschaft in die U20-Europameisterschaft, schon am Montag reisten dafür Svenja Müller und Sarah Schulz (DJK TuSA 06 Düsseldorf/TGM Mainz-Gonsenheim) und Julian Schupritt und Robin Sowa (FT 1844 Freiburg/ VC Olympia Berlin) ans Schwarze Meer nach Anapa (Russland). Beide Duos hatten sich mit ihren Trainern Jörg Ahmann (Damen) und Elmar Harbrecht (Herren) drei Wochen lang intensiv auf das Turnier vorbereitet und wollen jetzt beim Saisonhöhepunkt ihre beste Leistung abrufen. Das gelang am ersten Spieltag schon ganz gut, in vier Spielen gab es drei deutsche Siege.

Svenja Müller und Sarah Schulz konnten einen erfolgreichen ersten Turniertag verzeichnen. Mit zwei Siegen gegen Rumänien und Ukraine sind sie schon sicher für das Achtelfinale qualifiziert. Kurios verlief die erste Partie gegen das rumänische Paar Dumitru/Milea: Da mussten sich die Mädchen gar nicht mal so anstrengen – da Dumitru/Milea zu spät am Spielfeld erschienen, wurde das Spiel mit 2:0 für die Deutschen gewertet. Im zweiten Spiel gegen Kohut/Holovchenko aus der Ukraine hatten sie zu Beginn etwas mit Startnervosität zu kämpfen, legten die jedoch ab und verbuchten Sieg Nummer zwei mit 2:0.

Morgen geht es gegen das holländische Team Stubbe/Piersma um den Gruppensieg. „Die Holländerinnen sind ein sehr starkes Team, das bei diesem Turnier sicher zu den Favoriten gehört“, sagt Trainer Jörg Ahmann, „Die Mädchen freuen sich, auch mal gegen einen körperlich ebenbürtigen Gegner zu spielen.“

Gemischte Gefühle bei den Jungs

Bei den Männern hingegen gibt es gemischte Gefühle bei Julian Schupritt und Robin Sowa, sie beenden den Tag mit einem Sieg und einer Niederlage. Gegen Pedrosa/Campos aus Portugal erwischten sie einen perfekten Start und gewannen 2:0, wehrten dabei sogar fünf Satzbälle der Portugiesen ab.

In Spiel zwei gegen die Zyprioten Siapanis/Savvides begannen sie stark, das Spiel der Deutschen knickte aber nach dem ersten Satzgewinn ein und die Folgesätze gingen mit 15:21 und 9:15 nach Zypern. Morgen spielen Schupritt/Sowas gegen die Titelverteidiger Ivanov/Gorbenko aus Russland. In diesem Match wird es darum gehen, das Vertrauen in die eigene Leistung zurückzugewinnen, um in der K.o.-Phase wieder von Beginn an da zu sein.

Hintergrund: So liefen die Vorbereitungen

Svenja Müller und Sarah Schulz haben zu Beginn dieser Saison jeweils mit anderen Partnern gespielt, doch bei den Vorbereitungsturnieren zeigten sie, dass sie großes Potential als Team haben. So erreichten sie beim Kategorie 1-Turnier in Friedrichshafen einen starken zweiten Platz. Für beide jungen Damen ist es die zweite Europameisterschaft.

Schulz hatte im letzten Jahr schon an der U20-Europameisterschaft teilgenommen und formuliert ihr Ziel für das Turnier so: „Wir wollen die Gruppenphase gut überstehen und die Leistung bringen, die wir können. Dann schauen wir, wie weit es reicht.“ Müller spielte vor zwei Jahren bei der U18 EM mit, wo sie mit Hanna Viemann auf einem guten 4. Platz landete. Die Trainer scheinen in der 1,90 Meter großen Müller ein großes Talent zu sehen, zumal sie als 17-Jährige noch zwei Jahre in dieser Altersklasse antreten darf.

Die großen Favoritinnen bei den Damen sind die Lokalmatadoren Bocharova/Voronina, die schon im vergangenen Jahr den U20-EM-Titel errungen haben – obwohl sie bereits dort zu den jüngeren Athletinnen zählten. Ebenfalls Anwärter auf die Medaillen sind die Tschechinnen Maixnerova/Stochlova, die 2016 Europameisterinnen der U18 wurden.

Vierte EM für Robin Sowa

Die männlichen Nachwuchshoffnungen Robin Sowa und Julian „Schubi“ Schupritt haben sich ebenfalls für diese Europameisterschaft neu als Team formiert. Für Sowa ist es schon die vierte EM-Teilnahme. Vor zwei Jahren stand er sogar, gerade in diesem Jahrgang, mit Lukas Pfretzschner ganz oben auf dem Treppchen. Der 2,04 Meter große Blocker scheint aktuell in sehr guter Form zu sein, da er vor zwei Wochen mit Clemens Wickler Silber bei der Techniker Beach Tour in Dresden holte. Sein Ziel für die EM: „Eine Top-Fünf-Platzierung anpeilen und einfach das Event genießen“.

Für Julian Schupritt, der erst seit drei Jahren Beach-Volleyball spielt, ist es die erste Europameisterschaft. Allein die Nominierung war für ihn ein großer Erfolg und jetzt möchte er das Vertrauen, dass die Trainer in ihn gesteckt haben, in eine gute Leistung umwandeln.

Trainer Elmar Harbrecht formuliert für seine Schützlinge vorwiegend mentale Ziele: „Julian soll bei diesem Turnier erste internationale Erfahrungen sammeln, um noch heißer auf diesen Sport zu werden und dann sehen, dass er noch professioneller an alles heran geht, um besser zu werden. Er muss versuchen, seine Anfangsnervosität schnellstmöglich abzulegen und dann richtig Bock darauf haben, hier zu spielen. Robin soll zeigen, dass er aus dem letzten Jahr gelernt hat (Anm. d. Red.: 17. Platz), dass es nichts bringt, vor irgendetwas Angst zu haben. Stattdessen soll er einfach Lust auf das Spiel sowie dann mit dem Partner auf dem Feld Spaß haben und nach Wegen suchen, um zu gewinnen. Die Leistungen der beiden reichen sicher aus, um hier ein sehr gutes Turnier zu spielen.“

Zum weiteren Favoritenkreis der Männer und den voraussichtlich stärksten Gegnern zählen Titelverteidiger Gorbenko/Ivanov aus Russland, die Franzosen Nicole/Platre (Letzterer hat schon viele internationale Medaillen geholt) und die Schweden Ahman/Hellvig (Sieger Youth Continental Cup U19 vor drei Wochen). Die zwei Deutschen Teams zeichnet vor allem ihre Physis aus. Robin Sowa und Svenja Müller sind zwei sehr hohe Blockspieler, Julian Schupritt (1,98 Meter) und Sarah Schulz (1,82 Meter) sind zwei verhältnismäßig große Abwehrspieler. Beiden Duos ist bei dieser EM auf jeden Fall einiges zuzutrauen.

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