Deutschland reist mit acht Teams zur EM

Europameisterschaften

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) schickt acht Duos zur Europameisterschaft nach Lettland. „Sportlich gesehen ist das Turnier dieses Jahr eine Wundertüte", sagt DVV-Sportdirektor Niclas Hildebrand.

Sämtliche Top-Teams sind vertreten

Das einzige internationale Großevent im Beach-Volleyball steigt Mitte September am Strand vom lettischen Jurmala und acht deutsche Teams werden dabei sein: Der Europäische Volleyball-Verband (CEV) hat am Donnerstag die Teilnahmelisten der Europameisterschaft von 2020 bekanntgegeben.

Für den Damen-Wettbewerb haben sich aus deutscher Sicht Margareta Kozuch/Laura Ludwig, Karla Borger/Julia Sude und Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur qualifiziert. Ebenfalls dabei sind Victoria Bieneck und Isabel Schneider. Zwar waren Kim Behrens und Cinja Tillmann punktgleich mit dem Nationalteam, es dürfen allerdings maximal vier Duos pro Nation starten. Bei Punktgleichheit entscheiden die besten Ergebnisse der letzten 365 Tage – in diesem Fall zugunsten von Bieneck/Schneider. Insgesamt nehmen 32 Teams pro Geschlecht an den Titelkämpfen teil. Die Zulassungsliste setzt sich aus den 32 besten Konstellationen der europäischen Rangliste sowie einer „Reserved List” zusammen.

Demzufolge haben sich ebenfalls vier deutsche Herren-Teams für die Europameisterschaft qualifiziert: Auf Rang drei liegen die Vize-Weltmeister Julius Thole und Clemens Wickler, vier Plätze dahinter rangieren Nils Ehlers und Lars Flüggen. Zudem werden für Deutschland Alexander Walkenhorst/Sven Winter und Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms – insofern Harms nach seiner Knieverletzung rechtzeitig fit werden sollte – an den Start gehen.

Die deutschen Teams befinden sich in guter Gesellschaft, denn planmäßig wird die komplette Beach-Elite Europas vertreten sein – dazu zählen die Weltmeister Krasilnikov/Stoyanovski (RUS) wie auch die Weltranglisten-Ersten Anders Mol und Christian Sorum. Die Norweger gehen als Titelverteidiger an den Start. Ein Heimspiel ist die EM in Jurmala für die Europameisterinnen des Vorjahres, Tina Graudina und Anastasija Kravčenoka. „Sportlich gesehen ist das Turnier dieses Jahr eine Wundertüte, aber für uns auch ein wichtiger Gradmesser im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit”, sagt Niclas Hildebrand, Sportdirektor des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), in einer Pressemitteilung angesichts der Ereignisse der letzten Monate.

Weiterhin einige Fragezeichen

Es ist weiterhin noch unklar, unter welchen Bedingungen die Meisterschaft stattfinden kann. Innerhalb Europas gelten besondere Einreisebestimmungen, außerdem ist die Zuschauer-Frage noch ungeklärt. „Eine Europameisterschaft in einem Pandemie-Jahr durchzuführen, ist für die Sportart ein starkes Zeichen. Wir beobachten die Entwicklungen aber sehr genau und sind sowohl mit der CEV als auch dem Ausrichter im Austausch”, sagt Hildebrand weiter.

Deutschland ist die erfolgreichste Nation bei Europameisterschaften. Insgesamt holten deutsche Duos 34 Medaillen, in den letzten Jahren hat der Erfolg aber nachgelassen: 2018 stand erstmals seit 1999 kein deutsches Team auf dem Podium. Auch 2019 blieb Deutschland ohne Medaille.

→ Von 2001 bis heute: Alle Medaillengewinner und -gewinnerinnen in der Übersicht

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