Deutschland verteidigt den EM-Titel

Beach-EM Lettland 16.08.2017 - 20.08.2017

Nadja Glenzke und Julia Großner sind die neuen Europameisterinnen im Beach-Volleyball, das ist eine echte Überraschung. Wie schon im Vorjahr gehen damit zwei EM-Medaillen nach Deutschland, weil auch Chantal Laboureur und Julia Sude Bronze gewannen.

„Haben mit dieser Freude einfach weitergespielt“

Nadja Glenzke und Julia Großner sind die neuen Europameisterinnen im Beach-Volleyball. Das für den Hamburger SV spielende Duo holte im Endspiel von Jurmala mit einem Tiebreak-Sieg (15:21, 21:17, 15:11) über Kristyna Kolocova und Michala Kvapilova aus Tschechien die Goldmedaille. „Wir waren so schon sehr glücklich, überhaupt im Finale zu sein. Wir haben hier im Endspiel einfach mit dieser Freude weitergespielt“, berichtete die erst 21-jährige Glenzke.

Dass sie und ihre Partnerin Großner (29) nach dem WM-Titel durch Ludwig/Walkenhorst in Wien nun auch den EM-Titel nach Deutschland geholt haben, ist eine echte Überraschung. Aus der Gruppenphase kamen sie aus drei Spielen mit nur einem Sieg, in der K.o.-Runde räumten sie ein Team nach dem anderen aus dem Weg – mit den Siegen gegen das deutsche Trio Bieneck/Schneider, Borger/Kozuch und sogar Ludwig/Walkenhorst spielten sie sich verdient bis ins Halbfinale vor.


Eine Aussortierte holt den EM-Titel

Und auch da funktionierte die Kombination aus dem starken Block- und Abwehrspiel der jungen Glenzke und der routinierten Großner in zwei Spielen einwandfrei. Dazu kam: Sie haben sich nicht aufgegeben und ihre Chancen in den richtigen Momenten genutzt. „Das wir im Finale den ersten Satz verloren haben war ok, sie sind ja ein gutes Team. Das haben wir uns gesagt und einfach weitergespielt“, sagte Großner.

Vor allem für die Abwehrspielerin war es ein schwieriges Turnier, erst vor kurzem bekam sie durch die Bundestrainer die Nachricht, dass sie nicht weiter gefördert werden würde. Nach nur einem Jahr am neuen zentralen Stützpunkt des Verbandes in Hamburg wird sie aussortiert. Die Antwort darauf haben sie und Glenzke auf dem Sand von Jurmala gegeben. Sie haben dafür gesorgt, dass die deutschen Frauen wie schon im Jahr zuvor zwei EM-Medaillen geholt haben. 2016 wurden in Biel Ludwig/Walkenhorst Europameisterinnen, Karla Borger und die mittlerweile zurückgetretene Britta Büthe gewannen Bronze.


Bronze für Laboureur/Sude

Das klappte 2017 durch ein weiteres Duo erneut: Im Spiel vor dem Überraschungs-Triumph von Glenzke/Großner haben sich Chantal Laboureur und Julia Sude mit einer Energieleistung die Bronzemedaille gesichert. Gegen Kinga Kolosinska und Jagoda Gruszczynska aus Polen drehten sie nach verlorenem ersten Satz das Spiel und gewannen im Tiebreak mit 2:1 (17:21, 26:24, 15:8).

Drei Matchbälle wehrten Laboureur und Sude im zweiten Durchgang ab und schafften es letztendlich doch in den Tiebreak. „Wir waren sehr enttäuscht nach dem Halbfinale, das war eine schwierige Niederlage. Und am Anfang von diesem Spiel sah es wieder so aus, als würde es so weitergehen. Aber wir wollten die Medaille unbedingt und haben uns zurückgekämpft“, sagte Sude im Anschluss in die TV-Kamera.

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