Die Entwicklung ist noch nicht zu Ende

Techniker Beach Tour Zinnowitz 10.08 bis 12.08.2018

Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms stehen mitten in ihrer ersten Saison als Nationalduo. Bisher stimmt die Entwicklung, der nächste Schritt muss aber zwingend kommen, wollen sie es bis in die Weltspitze schaffen.

Einige Erfolge, einige Niederlagen

Das Zwischenfazit von Phillip Arne Bergmann und Yannick Harms zur Saison 2018 fällt gemischt aus: „Das Einzige, was beständig war, war das Auf und Ab. Es war eine reine Achterbahnfahrt“, sagt Bergmann, „Es ging gut los, dann scheiden wir in der Country Quota aus, dann in der Qualifikation, dann erzielen wir wieder gute Ergebnisse.“ Gute Ergebnisse, das sind vor allem der neunte Platz beim Vier-Sterne-Turnier in Brasilien und der vierte Platz vor einigen Wochen in Tokio. Dass sie sich für die Europameisterschaften qualifizieren konnten, darf ebenfalls als Erfolg verbucht werden. 

Dem gegenüber stehen aber eben auch viele Niederlagen früh im Turnierverlauf, oft noch in der Qualifikation. „Da ist der mentale Druck sehr hoch, damit muss man erst einmal umgehen,“ erklärt Bergmann. Die inkonstanten Leistungen macht das Nationalduo vor allem an fehlender Erfahrung fest. In der vergangenen Spielzeit spielten sie auf drei Events der internationalen Tour – in diesem Jahr sind es 13. In Gstaad gelang es ihnen erstmals, in das Hauptfeld eines Fünf-Sterne-Turniers einzuziehen. Dort bekamen sie von Top-Teams aus den USA und Italien allerdings die Grenzen aufgezeigt. „Auch wenn es vielleicht manchmal hart ist, zu zwölf zu verlieren. Damit lernt man auch, wo es noch hingehen kann“, findet Bergmann.

Erst vor dieser Saison waren der Blockspieler und sein Partner nach Hamburg gegangen. Den Wechsel an den Olympiastützpunkt in Hamburg nennt Harms den „logischen und definitiv richtigen Schritt“. Vor allem vom hohen Trainingsniveau und der intensiven Betreuung der Trainer vor Ort hätten sie profitiert.

 

Die Entwicklung stimmt

Beim Deutschen Volleyball-Verband selber ist man sehr zufrieden mit ihrer Entwicklung: „Mit dem Schritt nach Hamburg haben sie sich professionalisiert und bringen das, was sie im Training zeigen, auch auf den Turnieren“, sagt Sportdirektor Niclas Hildebrand und betont: „Dass die Ergebnisse noch inkonstant sind, ist bei einem Team, das zum ersten Mal auf der World Tour unterwegs ist, völlig normal.“

Kurz- und mittelfristig sei es das Ziel, nicht mehr in der Qualifikation antreten zu müssen, erklärt Bergmann. Dafür muss vor allem der 27-jährige Bergmann noch an sich arbeiten. „Wenn Philipp unter die Top-10 der Welt will, muss er schauen, dass er seinen Side-Out in den Griff bekommt. Ihm fehlt die Flexibilität, wenn ihm seine ersten Optionen genommen werden, “ bekräftigt Hildebrand. Zudem fehlen direkte Punkte im Block, reine Präsenz reiche für ein höheres Niveau nicht mehr aus. Das größere Potential sehen die Verantwortlichen im Verband ohnehin bei seinem Partner, der mit 24 Jahren über Olympia 2020 hinaus über die längere Perspektive verfügt.

Die große Stärke Harms liegt dabei in seiner Schnelligkeit und Antizipation in der Abwehr. Aus der Annahme heraus habe er ebenfalls gute Optionen, sagt Hildebrand. Die Arbeit unter Cheftrainer Martin Olejnak und Herren-Bundestrainer Eric Koreng hat sich aber auch bei Blockspieler Bergmann bezahlt gemacht. „Wer hätte ihm zugetraut, dass er diese Entwicklung nimmt? Im Rahmen seiner technischen Voraussetzungen ist er in allen Bereichen deutlich konstanter geworden“, so Hildebrand und hebt seine überragende Einstellung hervor. 

 

Olympia 2020 außer Reichweite?

Um in die erweiterte Weltspitze vorzustoßen, fehlt trotzdem noch einiges. Die direkte Qualifikation über die Weltrangliste traut Hildebrand dem Team für die Olympischen Spiele in Tokio nicht zu. Eine andere Chance bietet der Continental Cup, bei dem sich ein Startplatz für Deutschland erspielt werden könnte. Der würde an das zu diesem Zeitpunkt stärkste deutsche Herren-Duo gehen, das hält Hildebrand für Bergmann/Harms realistischer. Für die nächste Saison gab er das Ziel vor, sich in den Top-25 der Welt festzusetzen, 2020 müsste es in Richtung Top-15 gehen. 

So weit schauen Bergmann/Harms selber noch nicht. Bei ihnen liegt der Fokus zunächst auf die Deutsche Meisterschaft in drei Wochen, im Anschluss steht ein weiterer internationaler Turnierblock an – der schon zur Olympia-Qualifikation zählt. „Da wollen wir fit sein“, sagt Bergmann. 2017 endete ihre Saison mit einer Bronzemedaille bei den nationalen Titelkämpfen. Ähnliches schwebt ihnen auch für die diesjährige Ausgabe vor: „Halbfinale ist auf jeden Fall das Ziel. Ein positives Halbfinale wäre schön.“ Es wäre der nächste Schritt in der Entwicklung von Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms.

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