Die Spielertrainerin

smart beach cup Jena 2016

Elena Kiesling ist als Spielerin mit ihrer Partnerin Leonie Klinke auf dem Weg in die Top-16 der deutschen Rangliste, als Trainerin kümmert sie sich gleichzeitig um den Beach-Volleyball-Nachwuchs – beides ziemlich erfolgreich.

Trainerin in Doppelfunktion

Hauptberuflich arbeitet Elena Kiesling am Olympiastützpunkt in Stuttgart, in einer Doppelfunktion betreut sie dort den weiblichen Nachwuchs im Beach- und auch im Hallen-Volleyball. Eine Athletin in ihrer Beach-Trainingsgruppe ist gleichzeitig ihre Partnerin für die smart beach tour: Mit der 18-Jährigen Leonie Klinke ist sie derzeit auf dem Weg in die Top-16 der deutschen Rangliste. Dabei muss sie wie aktuell beim smart beach cup in Jena den Spagat meistern, gleichzeitig Spielerin und Trainerin zu sein. Das ist nicht einfach, wie Kiesling erzählt: „Es gibt manchmal Spiele, in denen ich als „großer“ Partner blöde Fehler mache, die nicht passieren dürfen. Das pisst mich sicherlich mehr an als andere.“

Wie sie mit diesen Situationen besser umgeht, musste sie erst lernen. „Man kann als Spielertrainerin nicht fehlerfrei sein, wenn man sich Fehler eingesteht, klappt es besser.“ Als Spielerin sammelte Kiesling bereits viel Erfahrung und ergänzte ihren sportlichen Lebenslauf in den vergangen drei Jahren immer wieder um einen weiteren Erfolg. Weil sie einen guten Ruf in der Szene genießt, ist sie eine begehrte "Ersatzpartnerin": Im Jahr 2013 sprang sie ein und spielte mit Karla Borger die Europameisterschaft in Klagenfurt (Platz neun), 2014 gewann sie mit Laura Ludwig als Kira Walkenhorst-Ersatz den super cup in Kühlungsborn, 2015 gelang ihr dort die Titelverteidigung an der Seite von Melanie Gernert.


„Wir harmonieren total gut“

Von ihrer Erfahrung profitiert jetzt sicherlich ihre Partnerin Klinke am meisten, die im Juniorenbereich mit vier Deutschen Meistertiteln (U17, U18, U19 und U20) und dem U18-Europameistertitel schon einiges abgeräumt hat und auf dem Sprung in den Erwachsenenbereich ist. „Für ihr Alter ist Leo schon ziemlich weit, sie versteht das Spiel schon relativ gut“, sagt Kiesling über ihre Partnerin. Dass Kiesling/Klinke mittlerweile zu den Teams zählen, die mit einer Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft am Timmendorfer Strand liebäugeln dürfen, bewiesen sie in der vergangenen Woche: Beim smart beach cup in Dresden wurden sie Fünfte, davor gelang dem Duo immer nur maximal ein Sieg pro Turnier auf der smart beach tour.

„Wir haben gut zueinander gefunden, das harmoniert total gut“, sagt Kiesling. Damit sie sportlich selbst auf ihrem Leistungslevel bleibt, trainiert sie, wenn ihre Partnerin nach dem Training am Vormittag in der Schule ist. Oder sie macht am Nachmittag einfach mit, wenn sie ihre Trainingsgruppe anleitet. Vor zwei Jahren trat sie nach ihrer Promotion in der Amerikanistik und einem bereits zuvor abgeschlossenen Studium der Sportwissenschaft ihren Job am Stuttgarter Olympiastützpunkt an, ihr Einstieg in den Trainerberuf klappte nahtlos und gleich erfolgreich: Sie reiste 2014 mit zur U18-Europameisterschaft und coachte an der Seite von Leonhard Waligora Klinke und Lena Ottens zu Gold.

Jörg Ahmann, Nachwuchs-Bundestrainer (Altersbereich U23) arbeitet mit Kiesling in Stuttgart und schätzt die Zusammenarbeit: „Sie hat einen sehr guten Umgang zu den Mädels, einen super Zugang zu den jungen Athleten.“ Da sie viel unterwegs ist und nebenher noch einen Kulturwissenschafts-Lehrauftrag für die Universität ausfüllt, bleibt wenig Zeit für ein Privatleben. Zumal ihre Freundin in Wiesbaden lebt. Im kommenden Jahr will sie ihr Pensum daher ein bisschen runterschrauben, vom Beach-Volleyball will sie aber eher nicht abrücken. „Da sehe ich noch viel Potential“, so Kiesling. In Jena schafften Kiesling/Klinke einen Sieg, in der Verliererrunde hatte Abwehrspielerin Klinke mit den hohen Temperaturen zu kämpfen und musste wegen Kreislaufproblemen letztlich aufgeben.

Anzeige:

beach-volleyball.de Partner

  • Mikasa
  • Schauinsland Reisen
  • Techniker Beach Tour
  • Die Techniker
  • Website WM