„Die Zuschauer waren unser dritter Spieler!“

Beach-WM Wien 28.07.2017 - 06.08.2017

Deutscher Meister, Europameister, Olympiasieger und nun auch noch Weltmeister. 352 Tage nach dem Gold in Rio gewinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst in Wien WM-Gold. Wir waren nach dem Sieg des Duos auf Stimmenfang.

Jonas Reckermann (Olympiasieger von 2012):

„Das Gefühl ist ganz ähnlich wie bei Olympia, aber das kennen die beiden ja auch. Der Titel ist aber schon noch etwas Besonderes, dieser eine fehlte ihnen noch. Dass sie das wirklich geschafft haben, ist eine ganz große Leistung. Die einzige Frage vor der WM war, ob die Schulter hält. Da ist ihnen der Spielrhythmus entgegengekommen, die Belastung war hier nicht ganz so hoch. Wenn die Gesundheit mitmacht, können sie jeden schlagen und das haben sie hier wieder bewiesen. Rein sportlich ist die Weltmeisterschaft noch einmal höher als Olympia einzustufen, weil hier mehr Teams aus den Top-Ländern starten können. Andererseits ist das Gefühl bei Olympia einfach ein anderes, da stehen andere Qualitäten im Fokus.“

Laura Ludwig:

„Es ist unglaublich, was wir erreicht haben. Es ist definitiv unser Team, dass uns zu solchen Leistungen fähig macht. Und es sind wir, die immer besser ins Turnier gekommen sind. Wir haben heute immer an uns geglaubt, sind einfach froh, wieder zusammenspielen zu können. Das war ein sehr knappes Match, April und Lauren haben ein sehr gutes Turnier gespielt. In der Pause nach dem ersten Satz haben wir uns gesagt, dass wir uns einfach mehr auf uns konzentrieren müssen. Unsere Aufschläge mussten besser werden, wir wussten, dass wir an jeden Ball kommen können. Aber die Zuschauer waren heute definitiv unser dritter Spieler, der Wahnsinn, wie viele Deutsche hier waren.“

Kira Walkenhorst:

„Das ist fantastisch, ich kann es immer noch nicht glauben. Es war so eine harte Saison, hatten schon ein bisschen die Hoffnung verloren. Bei der WM wollten wir einfach nur gut spielen und uns von Spiel zu Spiel steigern. Ich kann es noch gar nicht realisieren, was wir in den letzten zehn Tagen erreicht haben. Wien war ein großartiger Gastgeber, wir kommen gerne wieder.“

Jürgen Wagner (Trainer von Ludwig/Walkenhorst):

„Im ersten Satz haben uns die erfahrenen Amerikanerinnen sehr unter Druck gesetzt, und wir haben keinen Rhythmus gefunden. Vor allem im Aufschlag gab es riesige Unterschiede, wir hatten keine Länge und konnten sie nicht bewegen, sie haben richtig Druck gemacht und wir haben nicht frei gespielt. Glücklicherweise haben wir das umdrehen können, weil die US-Girls den Druck nicht über zwei Sätze hochhalten konnten. Letztlich hat unsere größere Qualität, als wir den Rhythmus hatten, in allen Elementen, u.a. im Aufschlag, den Ausschlag gegeben. Das Wichtigste ist, das gesamte Team hat eine Top-Leistung erbracht, nur so konnte eine solche Leistung und ein solches Ergebnis herauskommen."

Jana Köhler (Sportdirektorin des DVV):

„Ich bin noch überwältigt und habe Gänsehaut. Die WM-Ergebnisse bilden die Einschätzung vor der Saison ab: Zwei Frauen-Teams, die in der Weltspitze sind, dahinter noch Athleten, die die Plätze dahinter bestritten haben und auch gute Spiele gezeigt haben. Bei den Männern ein Team, das sich qualifiziert hat, da wünsche ich natürlich Lars Flüggen eine gute Genesung, der sich ja leider verletzt hat. Bei den Männern sieht man, dass wir unterstützen und nacharbeiten müssen. Ich bin schwerst beeindruckt von den Frauen und bin dankbar, dass ich dabei sein durfte."

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