DM 2005 - Die ultimative Teamkritik, Teil I

 

Nach dem gelungenen Saisonfinale am Timmendorfer Strand ist nun etwas mehr Zeit, noch einmal ein Blick auf die Teilnehmer der diesjährigen Deutschen Meisterschaften zu werfen. In einer zweiteiligen Serie hat beach-volleyball.de die einzelnen Männer-Teams unter die Lupe genommen - mit ein klein wenig Humor versteht sich.

Nach dem gelungenen Saisonfinale am Timmendorfer Strand ist nun etwas mehr Zeit, noch einmal ein Blick auf die Teilnehmer der diesjährigen Deutschen Meisterschaften zu werfen. In einer zweiteiligen Serie hat beach-volleyball.de die einzelnen Männer-Teams unter die Lupe genommen - mit ein klein wenig Humor versteht sich. Heute sind die Duos von Platz Eins bis Sieben an der Reihe, morgen folgen die restlichen Beach-Teams der Herren-Garde.

 

 

 

Markus Dieckmann/Jonas Reckermann

Steigerten sich an der Ostsee von Spiel zu Spiel und durften endlich mal wieder ganz oben auf das Siegertreppchen. Vielleicht deshalb, weil sie sich in Sachen Taktik für die Raumdeckung entschieden hatten und ihre Pässe mehr als jemals zuvor an die alte Weisheit „flach spielen, hoch gewinnen“ erinnerten. Die bekennenden Fans des 1. FC Köln dürfen nun als Belohnung für den Timmendorf-Triumph an einem Samstag zu einem Heimspiel des Fußball-Bundesligisten fahren. Zum obligatorischen Ziegenbart-Vergleich mit dem Vereinsbock Hennes VII kommt es diesmal aber nicht. Jonas hat seinen Kinnbart schließlich seit einiger Zeit abgenommen.

 

Christoph Dieckmann/Andi Scheuerpflug

Die Titelverteidiger mussten sich trotz souveräner Vorstellung mit der Silbermedaille zufrieden geben. Andi überraschte die Fans mit einem waschechten Drei-Tage Bart, wie ihn selbst Brad Pitt nicht besser hätte tragen können. Klar, dass die weiblichen Fans kurz davor waren, ihn von der Tribüne aus anzuspringen. Wie man vom Sicherheitspersonal hört, sollen einige besonders verliebte Damen an die Sitzbank gefesselt worden sein, um ihrer willenlosen Gier nach Andis gestähltem Körper Einhalt zu gebieten. Christoph wiederum legte Sonntagabend dann endlich die Karten auf den Tisch und offenbarte, dass er zukünftig mit Abwehrkatze Julius Brink auf dem Court steht. Eine Allergie gegen Tier-Haare scheint das Block-Monster demnach nicht zu haben.

 

Kay Matysik/Marcus Popp

Selbst die besten Psychoanalytiker der Republik werden aus der Kombination Matysik/Popp nicht schlau. Es ist kaum zu deuten, ob die beiden Beacher ernsthaft Sympathie für einander empfinden. Hat man sich während einer Partie gerade für ein Ja entschlossen, werfen sich Kay und Marcus derart grimmige Blicke zu, dass man sich nicht wundern würde, wenn sie sich in der nächsten Auszeit mal kräftig vermöbeln. Fakt ist aber: Wenn beide motiviert und konzentriert sind, haben es die Gegner schwer, die abwehrstarke Combo zu besiegen. Zudem verfügen beide Akteure dieses Duos über eine solch ausgeprägte Sprungkraft, dass man auf Seiten der Turnierleitung bereits laut darüber nachdachte, ihnen ein paar zusätzliche Gewichte ans Trikot zu hängen. Unbestätigten Berichten zufolge soll Marcus ja schon einmal bei einem Angriff mit den Füßen im Netz hängen geblieben sein. 

 

Marvin Polte/Thorsten Schoen

Der Bankangestellte und sein EDV-Kollege zeigten an der Ostsee erneut, dass sie erst mit der Euphorie eines großen Publikums richtig in Fahrt kommen. Je mehr Leute auf den Tribünen jubeln, umso besser läuft es bei Marvin und Torte. Bei einem spärlich besuchten B-Turnier würden die beiden mit Sicherheit nach zwei Spielen die Segel streichen. Nicht aber in Timmendorf vor 6000 Fans. Da blockte Thorsten wieder wie zu besten WM-Zeiten und jubelte im Rausch des Erfolges erneut mit so adlermäßig ausgebreiteten Armen, dass man ihn im deutschen Bundestag direkt als neuen Bundesadler an die Wand hätte hängen könnte. Marvin hüpfte nach jedem Punkt dagegen wieder durchs Feld, als hätte ihm ein Landwirt aus Südbayern seine Mistgabel in den Hintern gejagt. Am Ende Platz Vier in Marvins „Wohnzimmer.“ Es darf gejubelt werden.

 

Julius Brink/Kjell Schneider

Julius wurde bei der EM in Moskau von einer derart deftigen Darm-Seuche befallen, dass selbst der härteste russische Wodka die Bakterien nicht mehr hätte vernichten können. So ging der 23-jährige angeschlagen ins Saisonfinale, während das tapfere Schneiderlein Kjell glücklicherweise im Vollbesitz seiner Kräfte war. Endplatzierung: Rang Fünf. Bei der Siegerehrung verspritzte Julius seinen Sekt dann so was von treffsicher, dass versierte Beobachter meinten, er müsse mindestens zwei Jahre im Weinbau gearbeitet haben. Da man auf den Weinbergen unserer Republik für gewöhnlich aber keine hübschen Brasilianerinnen trifft, kann diese These wohl ruhigen Gewissens zu den Akten gelegt werden.

 

David Klemperer/Erik Koreng

Ohne Zweifel das Beach-Duo mit den zwei besten Spitznamen. David „The Rabbit“ wühlt sich in der Abwehr in der Tat flink wie ein Hase durchs Feld. Der Nachteil: Am Timmendorfer Strand gibt es relativ wenig Karotten. So blieb David nichts anderes übrig, als sich drei Tage von Muffins zu ernähren – was sich natürlich ein klein wenig auf seine Schnelligkeit auswirkte, und er von Freitag bis Sonntag knapp vier Kilo zulegte. Damit der Überschuss während der Ballwechsel aber nicht ziellos am Körper hin und her schwappte, wurde „The Rabbit“ vom Physiotherapeuten kräftig mit den bunten Tape-Streifen einbalsamiert. Erik Koreng alias „Flat Erik“ verhielt sich bei diesem Turnier relativ unauffällig. Seine gefürchteten Blocks kamen nicht in voller Zahl zum Einsatz, von einer Art "Block-Flatrate" lässt sich demnach nicht sprechen. Mit Platz Fünf dennoch ein gutes Ergebnis für das Team.   

 

Florian Huth/Stefan Uhmann 

Auf den Turnieren haben es die Zuschauer diesen Sommer häufig erlebt, dass der großgewachsene Stefan Uhmann nach verloren gegangenen Ballwechseln derart laut herum schrie, als hätte man ihm mit voller Wucht einen der Sandrechen ins Kreuz geschleudert. An der Ostsee zeigte sich der Erfurter für seine Verhältnisse dann aber derart bedächtig, dass Beobachter vermuteten, Stefan hätte sich heimlich der Lehre des Buddhismus angeschlossen. Weil man in seiner Sporttasche aber keine tibetanischen Klangschalen fand, musste es eine andere Erklärung geben. „Wir sind hier zum ersten Mal und haben überhaupt keinen Druck“, erläuterte Stefan Uhmann knapp. Also auch keine fäkalen Schimpfwörter mehr auf dem Feld? „Nee, diesmal nicht.“ Insgesamt ein beachtliches Turnier der Youngster. Rang Sieben bei der Premiere verdient Respekt!

 

Sven Anton/Malte Holschen

Krönten ihre tolle Saison mit einem siebten Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Spielten gewohnt lässig auf, hatten fast immer ein Lachen auf den Lippen und genossen das Turnier an der Ostsee wahrscheinlich auch deshalb, weil man am Abend geruhsam mal ein paar Bierchen trinken kann, ohne gleich an die Auswirkung des Alkohols am nächsten Tag denken zu müssen. „Oldie“ Sven Anton war mittlerweile schon so oft am Timmendorfer Strand, dass ihn selbst Taxifahrer und Parkwächter mit Vornamen kennen. Ein Wunder, dass er noch nicht für das Amt des Bürgermeisters vorgeschlagen wurde. Mit der Internetseite www.antonauten.de hat das Duo noch einmal einen dezenten Hinweis hinterlassen: „Antonauten“ klingt doch sehr stark nach Astronauten, die sich wiederum dadurch auszeichnen, dass sie unseren Planeten zumindest kurzzeitig verlassen und die Welt mal aus einer anderen Perspektive sehen. Für wahr, eine gute Idee.

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