DM 2005 - Die ultimative Teamkritik, Teil II

 

Nun also Teil Zwei der ultimativen Begutachtung der Herren-Teams. Standen gestern noch die Erst- bis Siebtplazierten im Fokus der Kritik, widmen wir uns diesmal den Duos auf den hinteren Rängen der diesjährigen Deutschen Meisterschaften - erneut mit einem kleinen Augenzwinkern...

Nun also Teil Zwei der ultimativen Begutachtung der Herren-Teams. Standen gestern noch die Erst- bis Siebtplazierten im Fokus der Kritik, widmen wir uns diesmal den Duos auf den hinteren Rängen der diesjährigen Deutschen Meisterschaften - erneut mit einem kleinen Augenzwinkern...

 

 

 

Martin Kern/Marten Lammens

Wie heißt es so schön: Beim ersten Mal tatŽs noch weh. Aber in diesem Fall muss man sagen: Bei den M & MŽs Martin und Maarten lief die Premiere bei den Deutschen Meisterschaften relativ schmerzfrei. Am Ende Rang Neun und damit auch endlich mal wieder ein bisschen Kohle in die Tasche der beiden Kölner - so müssen sie nicht jede Nacht alte Volleyball-Netze an unabhängige Sado-Maso-Shops verhökern.

Gegen Brink/Schneider wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen. Immerhin zeigte Marten in der Begegnung gegen die WM-Dritten erneut, warum ihn Axel Hager mal, als einen Spieler „mit unglaublichem Auge“ bezeichnet hatte. Tatsächlich gelingt es Maarten während eines Angriffs gleich achtmal zu schauen, wohin der Gegner läuft. Während gegnerische Angreifer froh sind, wenn sie kurz vor dem Schlag noch einmal einen Blick werfen können, ist Maarten weit über dieses Niveau hinaus. Das führt mitunter sogar dazu, dass er sich am Spielfeldrand noch einen Fernseher installieren lässt, damit er bei eigenem Angriff noch gleichzeitig die Sportschau gucken kann.

 

 

Gil Ferrer Cutino/Thomas Kröger

Hatten sich nach ihrem Masters-Sieg in St. Peter Ording wohl etwas mehr an der Ostsee ausgerechnet. Spielten nicht schlecht, aber am Ende fehlte der entscheidende Punkt. Nichts desto trotz ein äußerst symphatisches Duo. Gil begrüßt jeden derart herzlich, dass man sich nach einem Sieg gegen ihn am liebsten direkt entschuldigen würde. Außerdem hat der Kubaner einen beachtlichen Karriere-Schub hinter sich, schließlich war er vor der Saison zumindest in der Beach-Szene ein echter No Name. Bei Tom Kröger wird wild über mögliche neue Partner diskutiert. Weil Werner von Moltke ein Angebot ablehnte, soll jetzt Stefan Hübner in den Kreis der Kandidaten gerutscht sein. Aber was macht dann Niklas Rademacher? Ach, wird das spannend...

 

 

Daniel Krug/Mischa Urbatzka

Gehörten mit zu den letzten, die am Samstag Abend bei der Players-Party rausgekehrt wurden. Ginge es am Timmendorfer Strand um den Nachwuchspreis im Feiern wäre das Duo auf jeden Fall vorne mit dabei. Aber auch auf dem Court zeigt die Formkurve dieses Teams nach oben. Blockspieler Daniel Krug hat mittlerweile derart lange Beine bekommen, dass er besonders nachts aufpassen muss, dass ihm keine streunenden Hunde durch die Greten schlüpfen. Und Mischa Urbatzka hat sich einen so schnellen Armzug antrainiert, dass man ihn im Mittelalter zweifelsohne als Steinschleuder eingesetzt hätte. Die beiden bilden ein abgestimmtes Duo, bei dem es vorne soweit stimmt und hinten auch. Interesannt erscheint noch die Tatsache, dass Mischa jeden Morgen besonders langsam aufsteht, wie er selbst sagt. Kein schnelles Springen, wie man es von ihm aus dem Sand gewohnt ist, sondern ein bedächtiges, zeitloses aus dem Bett gleiten, wie es selbst der Papst kaum besser könnte.

 

 

Morten Klein/Chris Sonnenbichler

Die beiden Sitzriesen waren unbestritten die größten Kanten des gesamten Turniers. Schon bei den Auszeiten kommt es bei diesem Duo immer wieder zu Reibereien, weil jeweils nur einer der beiden aufgrund der immensen Körpergröße auf der Sitzbank Platz findet. Selbst bei Christoph Dieckmann würde ein T-Shirt von Chris Sonnenbichler wohl wie ein Nachthemd aussehen. Kein Wunder, dass die beiden Jungs Probleme mit den Tour-Shirts haben. „In die scheiß Dinger kommt man ja kaum noch rein“, röhrte Chris und lachte dabei derart laut, dass sich selbst der mittlerweile fast taube DJ The Hurricane umdrehte. Weil man mit zuviel Gewicht aber nicht mehr aus dem Sand kommt, wollen Morten und Chris mit Hilfe ihres neuen Sponsors Abhilfe schaffen. Auf den muskulösen Hintern leuchtet seit kurzem der Schriftzug einer deutschen Fluggesellschaft. Na dann Triebwerke an und vollen Schub!

 

 

Hannes Ambelang/Manuel Rieke

Wer Hannes und Manuel nicht richtig kennt, neigt leicht zu Aussagen wie: “So viele Tatoos, das müssen Rocker sein.“ Auch oft gehört: „Manuels Frisur habe ich zuletzt bei einem Auftritt der Beatles gesehen.“ Fakt ist: Die Berliner haben das Lebensmotto von Ärzte-Sänger Farin Urlaub verinnerlicht. Der sagte einmal: Richtig cool bist du erst, wenn es dir scheißegal ist, ob du cool bist.

Mit einer vorderen Platzierung hat es diesmal nicht geklappt, aber das Duo vom VC Olympia Berlin hat in dieser Saison schon häufiger bewiesen, dass es deutlich mehr drauf hat, als Tatoo-Läden zu besuchen. Manuels Lebensmotto „Essen gut – alles gut“ stellt die Organisatoren der Masters-Serie aber wiederholt vor Probleme, denn häufig waren die Mahlzeiten alles andere als gut. Glücklicherweise gehört Manuel eher zur ruhigen Fraktion und so lehnte er den Vorschlag eines Beach-Kollegen lächelnd ab, die Veranstalter an einen Netzpfosten zu binden und mit besonders hart aufgeblasenen Volleybällen abzuschmettern.

 

 

Jan Günther/Sebastian Prüsener

Auf jeder zweiten Alm in Österreich gibt es einen Seppl und einen Paule. Das sind in aller Regel zwei Bauern, die tagsüber ihre Kühe auf die Weide treiben, ab und zu kräftig ins Alphorn blasen und sich abends an einer Bäuerin zu schaffen machen.

Nicht so Jan und Sebastian. Die zwei Spaßmacher sind zwar unter den Spitznamen Seppl und Paule bekannt, leben aber nicht auf der Alm, sondern in Berlin (wo es ja zum Glück auch Mädels gibt). Am Timmendorfer Strand haben sie zum Auftakt Andi und Christoph gleich mal einen Satz abgenommen. Außerdem heizten sie die Menge erneut mit ihrer fast schon kultigen Tanzeinlage an. Erste Tanzschulen haben sich bereits nach der Schrittfolge erkundigt und selbst Danja Müsch hatte sich bei ihrem kurzen Auftritt von den „Tanzlehrern“ etwas abgeschaut. In punkto Essen wird es zumindest bei Seppl (Sebastian) wieder etwas bäuerlich. Als Lieblingsspeise gibt er „Hausschwein“ an.

 

 

Florian Karl /Marcus Melzer

Es gibt wohl kaum einen auf der Tour, der abseits vom Platz dermaßen lässig ist wie Marcus Melzer. Auf dem Beach-Court ist eine bunte Mütze sein Markenzeichen, aber sobald die Spiele zu Ende sind, verwandelt sich der Berliner in eine Art jüngeren Clint Eastwood. Dann steht er meistens ruhig in einer Ecke, kneift seine Augen ein wenig zusammen und zieht dermaßen cool an einer Kippe, dass selbst Western-Größen wie John Wayne ein Duell mit ihm aus Ehrfurcht ablehnen würden. Ein Pferd hat der einsame Cowboy Marcus auf den Turnieren allerdings nicht dabei. Dafür mit Florian „Flocki“ Karl einen sportlichen Weggefährten, der zu seinen Hobbys unter anderem Tanken zählt. Hart für Flocki, dass die Benzinpreise derzeit in Rekordhöhen steigen. An der Ostsee sind Karl/Melzer in diesem Jahr nicht über einen 13. Rang hinaus gekommen. Macht aber nichts. Wir haben sie trotzdem gern.

 

 

Michael Schiewe/Raymund Wenning

Der Lange und der Lustige zeigten zum Auftakt der diesjährigen Deutschen Meisterschaften wohl eines der besten Spiele ihre bisherigen Karriere. Gegen das Duo Dieckmann/Reckermann blockte Schuschi so heftig, als hätte man ihm eine satte Ladung Stahlbeton in die Arme gespritzt. Die örtlichen Bauunternehmen haben bereits in Erwägung gezogen, den Blockspieler als Stützpfeiler bei diversen Bau-Projekten einzusetzen. Ray wiederum fischte so gezielt Bälle aus der Abwehr, dass man sich fragen musste, ob er nicht eine Ausbildung auf einem japanischen Thunfisch-Fänger-Boot absolviert hat. Dem Geruch nach kann diese These aber glücklicherweise dementiert werden.

Nach zwei Niederlagen durfte sich das Duo bereits am Freitag das erste Eis am Stiel reinpfeifen. Blöd, nur dass Holger Brusch bereits die gesamten Langnese-Vorräte weggeschleckt hatte.

 

Beach-Volleyball-Spaß für die ganze Familie

Langeweile? Kein Problem. Hier haben wir eine Möglichkeit, um gemeinsam mit der ganzen Familie am Ball zu bleiben. Beach-Academy Headcoach Torte zeigt uns tolle Übungen für zu Hause. Viel Spaß beim Ausprobieren.

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Der Beach-Volleyball ist derzeit vermutlich kaum im Einsatz - ein guter Zeitpunkt, sich um die Pflege zu kümmern.

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