DM Freitag Frauen: Holtwick/Semmler unter den letzten vier

DM Timmendorfer Strand, 30.08. - 01.09.2013

Während bei den Herren eine Titelverteidigung nicht möglich ist, halten sich die Deutschen Meisterinnen Holtwick/Semmler die Möglichkeit einer neuerlichen DM-Goldmedaille offen. Mit dem direkten Einzug ins Halbfinale beglückten sie am Freitag ihre Fans in Timmendorf. Ein anderes Favoritenduo musste heute durch die Loserrunde.

Spielpaarungen am Samstag:

Viertelfinale: 8.30: Köhler/Schumacher vs. Laboureur/Sude

Halbfinale: 10.20: Gewinner trifft auf Holtwick/Semmler

Viertelfinale 8.30: Bieneck/Großner vs. Borger/Büthe

Halbfinale 11.20: Gewinner trifft auf Ludwig/Walkenhorst

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17.30 Holtwick/Semmler unter den letzten vier

Neben Holtwick/Semmler stehen auch Ludwig/Walkenhorst im Halbfinale von Timmendorf. Das an zwei gesetzte Duo ließ seinen Gegnern zu keiner Zeit die Chance zu gewinnen, gab keinen Satz ab und hat sich den Feierabend ebenso verdient wie Nationalteam-Kolleginnen Holtwick/Semmler.

Holtwick/Semmler und Bieneck/Großner hatten im Viertelfinale die Fans auf dem Center Court in Atem gehalten. Erst mit 26-24 und 25-23 hatten die an eins gesetzten Favoritinnen den Sack zugemacht. Holtwick/Semmler-Trainer Andi Künkler nach dem Einzug ins Halbfinale und dem knappen Sieg über Bieneck/Großner: "Bieneck/Großner haben sehr gut aufgeschlagen. Unser Vorteil ist, dass wir das hohe Niveau der World Tour gewohnt sind und dann hat man doch nochmal hier und da zwei Prozent, die man noch rausholen kann."

Karla Borger/Britta Büthe gewannen nach ihrer Niederlage gegen Köhler/Schumacher indessen in der Loserrunde. Wollen sie morgen noch dabei sein, müssen sie aber auch das letzte Spiel des Tages für sich entscheiden: Um 18.15 treffen sie auf die engagierten Youngster Aulenbrock/Tillmann. Die wiederum hatten sich in der Verliererrunde am Nachmittag deutlich gegen Behrens/Seyfferth durchgesetzt. Cinja Tillmann: "Wir haben ruhig unseren Sideout gehalten und Druck im Aufschlag gemacht. Wir wollten hier unsere Setzung bestätigen, das haben wir jetzt geschafft. Der Rest ist jetzt Zugabe."

Aulenbrock/Tillmann sind als Siebtplatzierte in das Turnier gestartet, Schluss war für Cinja Tillmann im letzten Jahr aber erst bei Platz 3. Mit Ex-Partnerin Teresa Mersmann holte sie 2012 DM-Bronze.

Ludwig/Walkenhorst auf Kurs

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst haben in der dritten Runde von Timmendorf ihre Meisterschafts-Ansprüche untermauert. Im Spiel gegen Köhler/Schumacher zeigten die Hamburgerinnen eine starke Leistung und dominierten mit ihren Aufschlägen und einem stabilen Sideout das Match. Entsprechend deutlich fiel demnach der Sieg des Nationalduos aus. Laura und Kira gönnten ihren Gegnerinnen lediglich 23 Punkte (21:10, 21:13). Laura Ludwig zeigte sich zufrieden. "Wir freuen uns morgen aufs Halbfinale. Sollten wir gut in den Tag reinkommen und diese Leistung hier nochmals abrufen können, wäre es geil. Wer uns kennt, weiß auch, dass wir auch immer mal nach ein paar guten Spielen ein Tief drin haben können. Der Aufschlag und der Sideout waren im Spiel grade entscheidend."

Kurzer Lacher am Rande des Interviews mit Ludwig: Nach dem Spiel kam die Dopingbeauftragte zum Court, um einen der Sieger aufs Töpfchen zu bitten. Sara Goller, die ihrer Aufgabe als On-Court-Interviewerin nachkommen wollte, meldete sich als Glücksfee. Dieses rief folgende Reaktion bei Laura hervor (Wortlaut abgeschwächt). "Wehe, du ziehst mich Sara, ich *** dir eine ****. Ich spiele nie wieder mit dir, wenn du mich ziehst. Boah, nä. Guck ihr nicht in die Augen. War klar, jetzt bin ich fest. Interviews gibts jetzt nicht mehr", so Laura lustig. Sara zog natürlich Laura aus dem Topf. Auf Nachfrage zog Sara bereits neun von zehn mal das Los ihrer ehemaligen Mitspielerin. Den umstehenden Journalisten hat es gefallen.

 

 

14.00 Prozente entscheiden Partie

Die erste kleine Überraschung hat in Timmendorfer Strand zwei Namen: Anni Schumacher und Jana Köhler. Die beiden Damen aus Hamburg schlugen soeben den Vize-Weltmeister Karla Borger/Britta Büthe in zwei Sätzen und das nicht unverdient. Britta Büthe merkte man im Spiel die verletzungsbedingte fehlende Spielpraxis von sechs Wochen an. Auch wenn das Duo bereits in Moskau wieder vereint war, waren im Spiel Unsicherheiten auszumachen. „Wir sind in unseren Aktionen noch sehr unsicher. Wir konnten nach meiner Verletzungen sechs Wochen nichts zusammen machen, dass merkt man auf dem Court. Glückwunsch an Anni und Jana, die beiden haben ein gutes Spiel gemacht. Auf der anderen Seite haben wir zu viele direkte Fehler produziert. Unser Sideout war auch nicht gut. Im Endeffekt fehlt uns noch die Konstanz. Letzte Woche haben wir zwar in Moskau drei gute Spiele gemacht, gute Lösungen gefunden. Jedoch kommt dann auch derzeit immer ein Spiel, in dem wir zu unsicher agieren, so wie grade“, so Britta Büthe nach der Niederlage.

Dabei hätte Karla Borger beim Stand von 16-20-Rückstand fast nochmal eine Aufholjagd gestartet. Mit starken Aufschlägen erzeugte der Abwehrhase zwei direkte Punkte. Nach einer Timeout von Anni Schumacher besiegelte Jana Köhler dann aber mit einem diagonalen Angriff die Partie. Am Ende trennten die beiden Teams ein paar Prozent Genauigkeit. Was Anni und Jana zu dem Spiel sagten, erfahrt ihr hier im Interview der beiden.

"Knall se wech"

Zurzeit ranken sich noch Gerüchte darum, was sich Laura Ludwig und Kira Walkenhorst in den Auszeiten so zumurmeln. Kira:" Wie gehen wir ran?" - Laura "Knall se wech, den Rest mach ich in der Abwehr." - Kira "So mach ichs!" - könnte ein Dialog sein, der sich in der vergangenen Dreiviertelstunde auf dem Center Court abgespielt hat. Kira hat draufgehauen als gäbs kein morgen mehr, zwischendurch hat sie dann noch so einige Angriffe ihrer Gegnerinnen Christine Aulenbrock und Cinja Tillmann geblockt. Die waren keinesfalls schlecht und hielten im ersten Satz sogar noch einigermaßen mit (21-16), ab Mitte des zweiten Satzes gabs dann aber eine kleine Machtdemonstration. Ass von Laura, zwei Blocks von Kira, Break von Laura und zum Ende noch einen Sprungaufschlag von Kira vor die Füße (21-13). 

Natürlich werden die Karten bei jedem Spiel neu gemischt, aber Kira und Laura haben soeben deutlich gezeigt, dass sie am Ende gerne alle Asse in der Hand hätten. Können sie diese Leistung auch in den kommenden Partien abrufen, wird es für die Gegnerinnen schwer, an ihnen vorbeizukommen. 

Im Viertelfinale treffen sie um 16 Uhr nun auf Köhler/Schumacher - sicherlich ein sehenswertes Highlight der DM. 

DM nur zwischen Frühstück und Mittagessen

Für vier Damenteams ist die DM derweil schon vorbei. Mit einem 13. Platz verabschiedeten sich: Sophie Colditz/Kristina Schlechter, Anna Behlen/Katharina Culav, Jessica Gutermann/Elena Kiesling und Anika Krebs/Jelena Wlk. Sie können sich zwar nicht über eine besondere Platzierung freuen, sollten aber trotzdem stolz sein, mit einer guten Saisonleistung sich die schwer zu schaffende Teilnahme hier erspielt zu haben.

 

 

11.00 Favoritinnen mit Auftaktsieg

Favoritenstürze? Bisher Fehlanzeige. Wir warten auf Runde zwei und etwas mehr Spannung. In Runde eins ging an der Bikini-Front alles 2-0 aus. Gleich wirds etwas heißer...

Spektakulär ist anders

Die erste Runde der Damen ist gespielt und... nichts, wirklich nichts Spektakuläres ist passiert! Wer den Underdogs die Daumen gedrückt hat, musste erkennen, dass die jeweils besser gesetzten Teams nicht wackelten. Am dichtesten dran an einem Satzgewinn waren Heinemann/Riedel gegen Aulenbrock/Tillmann in Satz eins. Jedoch ging dieser, wie auch alle anderen Sätze, an die in der Setzliste besser gesetzten Teams. Demzufolge endeten alle Partien mit 2:0. Holtwick/Semmler, Ludwig/Walkenhorst und Borger/Büthe ließen nicht mehr als maximal 16 Punkte für ihre Kontrahentinnen zu. Hoffnung, auf das es in der nächsten Runde spannender wird, besteht. In der Winner-Runde treffen Holtwick/Semmler auf Laboureur/Sude. Borger/Büthe bekommen mit Köhler/Schumacher eine harte Nuss zu knacken.

 

 

 

09.00 Startschuss im Bikini

Die Fahnen tanzen leicht im Wind, die Sonne steht tief über dem Wasser - wo heute Morgen noch Idylle herrschte, gehts jetzt um die ersten Siege und für Underdogs um Favoritenstürze, die auch müde Fans vor Spannung von der Tribüne hüpfen lassen. Borger/Büthe haben sicher was dagegen. 

Favoritinnen kennt jeder

Bei den Damen scheinen mit Katrin Holtwick/Ilka Semmler (Weltranglistenzweite), Karla Borger/Britta Büthe (Vize-Weltmeisterinnen) und Laura Ludwig/Kira Walkenhorst (EM-Bronze) die Favoritenrollen klar verteilt. Die drei Teams haben sich alle mit über 2000 Punkten für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. 

Doch nicht alle Favoriten schaffen es, Underdogs mit etwa 300 Teampunkten zum Frühstück zu vernaschen. Nicht selten geht hier eins der ersten Spiele in den Tiebreak. Für Fans eines favorisierten Teams ein Graus, für Fans des Beach-Volleyballs die helle Freude, denn wer verschluckt sich nicht gerne mal an seinem morgendlichen Kaffee, wenn dafür spektakuläre Ballwechsel gezeigt werden, während man es selber gerade mal geschafft hat, den müden Körper auf die Tribüne zu hieven. 

Die Chance auf Außenseiter-Überraschungen oder Favoriten-Souveränität haben heute Morgen:

09:00 Uhr: Holtwick/Semmler vs. Krebs/Wlk

10:00 Uhr: Borger/Büthe vs. Behlen/Culav 

10:00 Uhr: Ludwig/Walkenhorst vs. Gutermann/Kiesling 


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SKY ab Samstag mit Live-Alarm
Insgesamt stehen den Beach-Volleyball-Fans am Wochenende 6.000 Plätze zur Verfügung, 90 Prozent davon für freien Eintritt. Neben dem Center Court werden drei weitere Spielfelder errichtet.

Kleiner Hinweis für alle diejenigen, die in der Gerüchteküche ordentlich mitrühren: Die Kult-Party in der Eishalle findet doch statt!

Am Samstag und Sonntag überträgt Sky ab 10 Uhr die Halbfinal- und Finalspiele der Frauen und Männer live und exklusiv auf Sky Sport HD 1. Mit elf Stunden Live-Übertragung und vierzehn Kameras (inklusive Heli-Cam) auf und um den Center Court, übertrifft SKY zumindest technisch alles je auf der deutschen Mattscheibe Übertragene im Beach-Volleyball Sport. 

 

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