DM Freitag Herren: Das war Tag eins

DM Timmendorfer Strand, 30.08. - 01.09.2013

Böckertzka vs. Flüggen/Walkenhorst - eine sicherlich ansehnliche Partie, die sich Fans für Samstagmittag schon mal vormerken sollten. Beide Duos zogen ebenso wie Dollinger/Windscheif und Dittelbach/Koreng ins DM-Viertelfinale ein. Fuchs zeigt Bart - das war Tag eins der DM.

20:02 Böckeratzka sprengen Fuchs/Popp

Mit einem Schmankerl endete der erste Tag der Deutschen Meisterschaft der Herren. Böckeratzka gegen Fuchs/Popp – das versprach einiges. Und enttäuscht wurde tatsächlich niemand, der vom Center-Court auf die überfüllten Nebenfelder rüberwanderte. „Das war ein amtliches Herrenspiel“, befand im Anschluss auch Protagonist Markus Böckermann, der mit seiner Aufschlagsstärke für Raunen im Publikum und Verzweiflung auf der Gegenseite sorgte. Auch diese Partie war in zwei Sätzen entschieden und auch diese Partie hielt kein Fettnäppchen für die Favoriten bereit. Fett waren nur die als Sprungaufschläge getarnten Granaten, die Böckermann in den Annahmeriegel von Sebastian Fuchs und Marcus Popp schmetterte. „Markus“ – auch Partner Mischa Urbatzka zeigte sich begeistert ob der vorzüglich vorbereiteten Breakchancen, die Böckeratzka zu nutzen wussten. „Unsere Block-Abwehr war gut, im Sideout hatten die beiden ein höheres Niveau als wir“, meinte Marcus Popp im Anschluss.



18:15 Ausgeruht in den Samstag

Wer ein Mann ist und sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert hat und dann noch zweimal am Freitag gewinnt, hat ein lockeres Leben und heute Nacht sicher einen tiefen, festen Schlaf. Erstes Spiel freitags um elf, dann noch eins am späten Nachmittag und dann erstmal gemütlicher Feierabend und friedliche Spiel- und Gegneranalyse für den Samstag.  

So geschehen heute bei Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif und Finn Dittelbach/Eric Koreng. Letzere hatten dann allerdings doch einen etwas steinigen Weg ins Winner-Viertelfinale. Steineschmeißer waren Sebastian Dollingers "kleiner" Bruder Armin und Partner Jonas Schröder. Sie wollten sich einfach nicht ergeben und hätten am Ende fast noch gewonnen. Mit 21-16, 16-21 und 18-16 waren es schließlich aber Eric und Finn, die das emotionale Match gewannen. Zwei Medical Timeouts für Finn und eine Medical Timeout für Armin hatten den Spielverlauf etwas durcheinander gebracht. Dazu hier und da ein paar etwas zu laute Kommentare auf beiden Seiten trugen dem knappen Spielverlauf Rechnung. An Mangel an Emotionalität litt das Duell nicht. Eric und Armin lieferten sich am Netz verbissene Kämpf, gefolgt von psychologischen Spielchen. Was Eric am Ende des Matches sagte, seht ihr hier. Jonas Schröder war unmittelbar nach dem Duell noch nicht für einen Kommentar bereit.

 

15.30 Fuchs mit Schnauzer für Julius

Gute Stimmung auf den Nebencourts mit vielen Fanclubs, Sternchen aus der Beachszene und regenfreien Aussichten. Wer hier nicht mitfiebert, hat was falsch verstanden. Das lang ersehnte DM-Highlight und die Herren des bunten Balls geben alles, dennoch sind die Center Court-Tribünen derzeit noch nicht prall gefüllt. 

Andrae in Timmendorf dabei, als Zuschauer

Und auch im zweiten Teil der ersten Männerrunde gähnten die Fans wie schon bei den Frauen am Morgen nur so vor sich hin – Spannung? Fehlanzeige. Der doppelte Aufmunterungs-Espresso entfaltete noch sein Aroma, da gingen die favorisierten Duos auch schon wieder als Sieger vom Feld. Mehr als zwei Sätze benötigten die vier Teams Böckermann/Urbatzka, Fuchs/Popp, Bergmann/Stiel und Flüggen/Walkenhorst für ihre Siege gegen jeweils schlechter gesetzte Duos nicht. Spielerisch fad wie kalter Kaffee waren die Aktionen dennoch nicht, gerade die Partie des Interimsduos Sebastian Fuchs/Marcus Popp zog auf dem Nebenfeld viele Blicke auf sich.

Unter anderem auch die von Björn Andrae. Der etatmäßige Partner von Marcus Popp zeigt sich als Fan in Timmendorf und damit offensichtlich offensiv allen Kritikern, die ihm eine vorgetäuschte Verletzung vorwarfen: „Ich bin bis Montag krankgeschrieben aufgrund von muskulären Problemen im Bauch und hier, um meinen Teampartner zum Deutschen Meistertitel zu klatschen. Schön ist es nicht, es fällt mir schon schwer, sie spielen zu sehen, wenn man selbst nicht darf“, so Andrae gegenüber beach-volleyball.de.

Was er gesehen hat? Ein zumindest im zweiten Satz gut aufgelegtes Fuchs/Popp-Duo, das sich in die zweite Runde spielte. Fuchs zeigte sich dabei auf dem Feld mit einem Schnauzer, als Solidarität gegenüber seinem verletzten Partner Julius Brink: „Der bleibt so lange dran, bis Julius wieder mit mir spielt.“ Ein heißer Kandidat auf die vorderen Plätze sind Fuchs/Popp in jedem Fall, meint auch Andrae: „Ich sehe sie im Halbfinale.“ Fuchs meinte, er sei nicht hierhergekommen, um zu verlieren.



14:54 Becker backt Spannungskeks

Paul Becker und Aljoscha Grabowski haben Schwung in die Bude gebracht und den Fans die erste Drei-Satz-Partie der DM beschert. Erst mit 15-13 im Tiebreak schickten sie die Poniewaz-Zwillinge in die Loserrunde und sich selbst in den DM-Himmel. Na, zumindest auf die Sprossenleiter in diese Richtung. 

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11.50 Dollinger/Windscheif mit Auftaktsieg

Die Nachrücker Begemann/Wernitz hatten die Ehre, das erste Herrenspiel der Deutschen Meisterschaft auf dem Center Court zu bestreiten. Sie werden es sicherlich genossen haben, hätten es aber bestimmt noch genialer gefunden, zu gewinnen. Das aber gelang ihren Gegnern und DM-Titel-Mitfavoriten Dollinger/Windscheif...

No limit

Dollinger/Windscheif sind bei der DM nun als Topgesetzte natürlich Titel-Favoriten. In ihrem ersten Spiel ließen sie keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie weit kommen wollen. Mit 21-17 und 21-12 schickten sie die Nachrücker Begemann/Wernitz in die Loserrunde. Valentin Begemann: "Wir waren nicht am Limit und die anderen waren über dem Limit." 

"No limit" muss das Motto für die ganze DM sein. Wer es schafft, danach vorzugehen - das zeigt sich hier in jeder Minute. Auf den Courts schlagen sich die Teams beim Saisonhighlight um die Punkte und Siege. Bei angenehmen Temperaturen sind hier bereits viele Beach-Fans unterwegs und hoffen auf Sonne und geile Spiele. "Ich habe mich schon das ganze Jahr auf Timmendorf gefreut, ich schwitze hier vor Aufregung bereits so, dass ich mein T-Shit wechseln musste", so ein Fan, der hier ungenannt bleiben möchte.

 

Flüggen/Walkenhorst for gold?

Ganz heiß gehandelt werden in Timmendorf derzeit die Namen Alexander Walkenhorst und Lars Flüggen, die nach starken Leistungen in jüngster Vergangenheit als Geheimfavoriten gelten. Von Böckermann/Urbatzka über Altmeister Eric Koreng mit Partner Finn Dittelbach, bis hin zu Platz sechs der Setzliste, Fuchs/Popp, tummeln sich einige Teams, die nun auf den großen Wurf hoffen. 

Wer dem Ziel "DM-Titel" hier Schritt für Schritt näherrückt, erfahrt ihr durchgängig bei uns.

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