DM Herren: Böckeratzka Deutscher Meister 2013

DM Timmendorfer Strand, 30.08. - 01.09.2013

Die Menge bricht in Jubelgeschrei aus, Markus Böckermann und Mischa Urbatzka liegen sich in den Armen und fallen in den Sand - sie sind die neuen Deutschen Meister 2013! In einem packenden Finale schlugen sie Flüggen/Walkenhorst. Bronze für Dollinger/Windscheif.

16:31 Böckeratzka werden Deutscher Meister 2013

Zunächst hatte es überhaupt nicht nach einem Sieg für Böckeratzka ausgesehen. Sie kamen längst nicht so gut in die Partie wie ihre Gegner Alex Walkenhorst und Lars Flüggen. Mit 21-15 ging der Satz völlig verdient an Alex und Lars. Mischa und Markus hatten noch einiges an Konstanz am Netz und vor allem an Druck im Aufschlag zuzulegen, wollten sie Gold holen. 

In Satz zwei schafften sie das. Sie ließen kaum noch Aufschlagfehler zu, spielten konsequent über Alex und spielten sich gut ein. Insbesondere Markus geniale Fähigkeit, aus nur mittelmäßigen Annahmen noch einen perfekten Pass zu spielen, kam dem Duo immer zugute (21-19). 

Im Tiebreak führten sie schnell mit 5-0, Mischa hatte sich eingeschossen und vielleicht versuchten Alex und Lars zu spät die Variante, Markus im Angriff zu testen. Doch der machte souverän den Punkt zum 7-2, die Böckeratzka-"Maschinerie", wie Walkenhorst später sagen wird, war nicht mehr aufzuhalten. Alex suchte sich zwar in der Endphase der Partie noch ein Feindbild - er fand es in dem Schiedsrichter - doch auch dieser Effekt verpuffte, sodass Markus und Mischa völlig verdient mit 15-11 Satz, Spiel und DM gewannen. Alex und Lars fanden nach dem Match anerkennende Worte für die Sieger.

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Trainer Bernd Schlesinger musste nach dem Turniererfolg seine Wettschulden einlösen. Seine Athleten durften ihm, im Falle der Deutschen Meisterschaft, den Bart stutzen. Eine spontane Aktion nach der Pressekonferenz.


Abreibung für Reckermann und Niedrig

Annerkennung gilt es nicht nur den neuen Deutschen Meistern gegenüberzubringen, sondern allen Teams, die sich für das Saisonhighlight an der Ostseeküste qualifiziert haben. Zurecht feierten sie ausgelassen bei der Siegerehrung auf dem Center-Court, auf dem auch die Ex-Athleten Sara Niedrig (ehem. Goller) und Jonas Reckermann in Form einer Sektdusche auf ihre Kosten kamen. Letzter im Übrigen war gerade live auf Sendung, als ihn Sebastian Prüsener von hinten die Dusche verpasste - großartig, ein Genuss für die Zuschauer und erst recht für Prüsi, der sich seine Pulle mit Bedacht aufsparte. Ein schöner Abschlussmoment, den der Olympiasieger a.D. mit einem herrlichen Lachen quittierte. So schön kann Timmendorf sein, danke fürs Dabeisein!

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14:30 Dollinger/Windscheif mit Bronze

Im Finale treffen Flüggen/Walkenhorst nun auf Böckeratzka, die Temperaturen sind perfekt zum Beachen, der Regen bleibt hoffentlich weiter etwas schüchtern, die Teams sind heiß. Das letzte Spiel der Deutschen Meisterschaft fordert jetzt einen Sieger... Platz drei ist bereits vergeben. 

Die an eins gesetzten Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif können sich über ihr verpatztes Halbfinale hinwegtrösten: Sie schaffen den versöhnlichen Abschluss der DM mit dem Gewinn der Bronzemedaille. Im kleinen Finale setzten sie sich gegen Sebastian Fuchs/Marcus Popp durch.

Dollinger präsentierte sich in Satz eins überaus dominant am Netz. Er fischte einige Angriffe von Fuchs runter und brachte sein Team dadurch in eine gute Situation. Auf der anderen Seite lief es insbesondere in Sachen Aufschlag noch nicht ganz so druckvoll wie im Halbfinale. Trotzdem sahen die Zuschauer viele gute Aktionen und gingen wie immer richtig mit. Nach 21-17 für Dollinger/Windscheif hatte Fuchs dann auch die Blockmaschine angeworfen. Drei der ersten fünf Punkte in Satz zwei waren nicht ganz, aber gefühlt alles Blockpunkte für Fuchs. Die erspielte 7-3-Führung konnten Fuchs/Popp aber nicht halten. Ein paar Aufschlagfehler auf beiden Seiten brachte kurze Langeweile. Dass die aber nicht größer wurde, dafür sorgten alle vier Spieler. Spektakuläre Ballwechsel und immer wieder Punkt für Dollinger/Windscheif brachten den Ausgleich zum 14-14. 

Für Aufruhr sorgte der Big Point zum 20-19 für Dollinger/Windscheif. Beide Teams haben den Ball mit spektakulären Aktionen im Spiel gehalten. Es war ein schönes Durcheinander, allerdings sah das, was der Schiedsrichter pfiff, keiner sonst: 4 x berührt und damit Punkt für Dollinger/Windscheif - das jähe Ende eines der besten Ballwechsel des Spiels. Fuchs hielt dann seinen Sideout (20-20), der Gegner nicht (21-20), dann doch (21-21) und Stefan legte ein Ass nach (22-21). Als Fuchs dann ins Aus prügelte, war Bronze für Fuchs/Popp Geschichte und für Dollinger/Windscheif verdiente Realität.

 

12:30 Finaltag in Timmendorfer Strand 

Gold holen, sich unsterblich machen, Deutscher Meister werden - vier Teams können hier am Ende vom Final-Sonntag ganz oben stehen. Lars Flüggen und Alexander Walkenhorst sind nur noch ein Spiel vom Triumph entfernt. Im Finale trifft das Duo nun auf Böckeratzka, welche sich in einem packenden Match gegen Fuchs/Popp durchsetzen konnten...

Böckeratzka knacken Fuchs/Popp

Markus Böckermann und Mischa Urbatzka komplettieren das Finale in Timmendorfer Strand 2013. In einem packenden Halbfinale schlugen die St. Paulianer Sebastian Fuchs und Marcus Popp im Tiebreak. Nach dem Verlust des ersten Satzes fanden Markus und Mischa Mittel, dem aggressiven Spiel von Fuchs/Popp zu trotzen. Zwar hatte Sebastian Fuchs mit seinem starken Service immer ein Break parat, konnte dieses Niveau aber nicht über das gesamt Spiel halten. Nach einer Monster-Ralley im zweiten Satz zum 14-12 kippte das Spiel zu Gunsten von Böckeratzka. Von da an machten die an drei gesetzten Norddeutschen das Spiel über Poppei. Im Tiebreak unterliefen Fuchs/Popp zuviele Eigenfehler, welche am Ende entscheidend waren. Gegenüber Sky-Reporterin Sara Niedrig bilanzierte Popp: "Es ärgert mich, dass wir mit unseren Eigenfehlern das Match verloren haben. Markus und Mischa haben sich gut auf uns vorbereitet." Was Markus und Mischa nach dem Match sagten, könnt ihr im Video hören.

Mit diesem Ergebnis kommt es am Timmendorfer Strand nun im Finale zu einer Neuauflage des Drittrundenmatches Flüggen/Walkenhorst gegen Böckermann/Urbatzka. Letztere konnten dieses im Tiebreak gestern für sich entscheiden. Alexander Walkenhorst kommt somit in den Genuss eines Wiedersehens, wie er es auch nach seiner Partie bereits vermutete: "Ich würde mich freuen, wenn wir im Finale die Chance auf eine Revanche hätten."

Für Sebastian Fuchs und Marcus Popp gibt es keine Zeit, sich lange über die verlorene Partie zu ärgern. Das Duo hat als Verlierer des zweiten Halbfinales die geringste Regenerationszeit. Ab 13.30 Uhr steht das Interimsduo gegen Dollinger/Windscheif im Sand und kämpft um Bronze. 

 

11:05 Instinkt schlägt Routine

Lars Flüggen und Alexander Walkenhorst, das passt wie Pommes zur Currywurst - zwei Instinkt-Beach-Volleyballer erster Güte, gesegnet mit einem Ballgefühl, das sich Andere nie werden erarbeiten können. Zwei, die auf den Ascheplätzen im Ruhrpott groß wurden und jetzt im Endspiel der Deutschen Meisterschaft am Timmendorfer Strand stehen. Um die Wurst ging es in ihrem Halbfinale gegen die topgesetzten Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif, und sie genossen sie in vollen Zügen. Mit 22-20 und 21-17 gewannen Lars und Alex gegen die deutsche Nummer Zwei in einer Partie, in der Lars Flüggen durch seine Abwehraktionen zum Matchwinner wurde.

"Wir haben uns hier selbst ziemlich unter Druck gesetzt und wurden teilweise auch durch die Medien unter Druck gesetzt - es gab Umfragen, in der die Mehrheit der Zuschauer uns als Favoriten ausmachten", meinte Alex Walkenhorst im Sky-Interview. "Deswegen war es gut, gegen die Nummer eins zu spielen. Da konnten wir einfach unser Ding machen."

Sebastian Dollinger: "Die beiden haben sehr gut gespielt, fast fehlerlos. Wir haben in beiden Sätzen zwei, drei Fehler mehr gemacht. Oder eher vier, fünf."

 

10:30 Wer wird Deutscher Meister?

Gold holen, sich unsterblich machen, Deutscher Meister werden - vier Teams können hier am Ende vom Final-Sonntag ganz oben stehen. Doch wer kommt überhaupt ins Finale? Dollinger/Windscheif oder Flüggen/Walkenhorst? Böckeratzka oder Fuchs/Popp? Wir werden sehen; alles kann, nichts muss.

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