DM Timmendorfer Strand 2004 - Der Freitag

 

Nachwuchstalente spielen groß auf

Die Teams Antje Röder/Ulrike Schmidt sowie Frederike Fischer/Sandra Piasecki haben sich in Timmendorf alle Chancen auf eine Halbfinalteilnahme bewahrt.

In den beiden letzten Spielen des Tages triumphierten Röder/Schmidt knapp in zwei Sätzen (21:19,22:20) über Judith Deister und Mireya Kaup, dessen größter Saisonerfolg damit ihre drei fünften Plätze bei den diesjährigen Masters bleiben. Uli Schmidt war nach dem Spiel hoch zufrieden: "Ziel war es, den zweiten Tag zu erreichen. Das haben wir geschafft. Gegen wen wir jetzt spielen ist mir egal."

Besonders laut jubeln durften die beiden Nachwuchs-Talente Fischer/Piasecki nach ihrem verdienten Erfolg über Sinje Blöcker und Ana Schanze. Die Youngster benötigten aber drei lange Sätze (22:24, 21:17, 15:11), um die Überraschung und den Einzug ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaften perfekt zu machen. Noch einmal zur Erinnerung: Frederike ist neunzehn, Sandra erst achtzehn Jahre alt.

Morgen fliegen hier am herrlichen Ostseestrand in Timmendorf ab Punkt 9.00 Uhr wieder die Beach-Volleybälle durch die Luft. Und dann sollte man hellwach sein, denn es gibt gleich mehrere spektakuläre Duelle zu sehen. Bei den Herren treffen in der zweiten Runde beispielsweise die an Position drei gesetzten Klemperer/Rademacher auf das national erfolgreichste Duo der Saison Koreng/Popp.

Aber auch bei den Damen lohnt sich ein Besuch – und wenn es nur ein Besuch dieser Seite ist. Denn der Tag beginnt gleich mit den entscheidenden Spielen um die letzten beiden Halbfinalplätze. Hier trifft das Olympia Duo Pohl/Rau auf das Team Röder/Schmitt – immerhin zweite bei den Masters in Kühlungsborn und Essen. Anschließend stehen sich im sogenannten `Duell der YoungsterŽ Brink-Abeler/Jurich und Fischer/Piasecki am Netz gegenüber. Spannung ist also garantiert.

Das Finale der Frauen ist für 15.00 Uhr angesetzt. Wir sind aber wie gewohnt ab 9.00 Uhr schon live für Euch dabei.

 

Auch Claasen/Stoof im Halbfinale

Nach Susi Lahme und Danja Müsch sind auch Helke Claasen und Martina Stoof in das Halbfinale von Timmendorf eingezogen. Sie besiegten auf dem sonnigen Centre Court die Viertelfinalisten von Athen Steffi Pohl und Okka Rau am Ende klar in zwei Sätzen.

Der erste Durchgang bot ein ausgeglichenes Duell auf hohem Niveau. Die Berlinerinnen Claasen/Stoof agierten hoch konzentriert, Pohl/Rau hielten nur anfangs erfolgreich dagegen. Zum Ende des ersten Satzes hatten die an Position drei gesetzten Claasen/Soof aber das bessere Ende für sich und holten sich den Durchgang mit 21:19. Der zweite Satz war geprägt von einer hohen Fehlerquote auf Seiten von Pohl/Rau. Mit 1:5 lag das Olympia-Duo schnell hinten und auch der Anschluss-Punkt zum 5:6 verschaffte den beiden keine Rettung. Die Fehler häuften sich und damit auch der Punkteabstand zu den äußerst souverän spielenden Claasen/Stoof. Mit 21:15 holte sich das Duo vom VC Olympia Berlin auch den zweiten Satz und zog vollkommen verdient ins Halbfinale ein. „Wir waren sehr konzentriert und haben eben unser bestes Spiel des Tages gezeigt“, sagte Helke Claasen. „Diese Leistung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt.“

 

“Die haben uns einfach überrascht“

Susi Lahme und Danja Müsch sind als erstes Team bei den Deutschen Meisterschaften 2004 in Timmendorf ins Halbfinale eingezogen. Die beiden erfahrenen Olympia-Damen waren im Prestige-Duell mit den deutlich jüngeren Nachwuchsspielerinnen Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich eindeutig überlegen.

„Wir sind einfach überrascht worden“, sagte Hella Jurich nach dem Spiel noch etwas verwundert. „Susi und Danja haben das Spiel sehr schnell gemacht. Das waren wir bisher nicht gewohnt. Wir haben hier verdient verloren.“

In der Tat hatten die Münsteranerinnen Brink-Abeler/Jurich nur am Ende des ersten Satzes echte Sieg-Chancen. Aber nach einigen Unaufmerksamkeiten zeigten sich Lahme/Müsch vor den noch nicht ganz gefüllten Rängen des Centre Courts wieder hochkonzentriert und holten sich den ersten Durchgang mit 23:21. Auch im zweiten Satz behielten Lahme/Müsch das Spiel unter ihrer Kontrolle und gewannen klar mit 21:15. Eine 13:8-Führung Mitte des zweiten Satzes hatten sie nicht mehr abgegeben.

Das Athen-Duo war eindeutig das dominierende Team in diesem Duell der Generationen, dennoch sahen die Zuschauer keine einseitige Begegnung. Vielmehr wurden sie gleich mehrfach mit spektakulären Ballwechseln verwöhnt. Hier wird wohl niemand sein Kommen bereut haben.

 

Keine weitere Überraschung bei den Herren

Die erste Runde der Herren in Timmendorf ist gerade zu Ende gegangen. Bis auf das Duo Ahmann/Hager, die überraschend strauchelten, haben sich alle Favoriten durchgesetzt. Zuletzt zeigte das erfolgreiche Olympia Duo Christoph Dieckmann/Andi Scheuerpflug dem Team Stanislaw Bokumovski/Peer-Ole Milenz mit 21:11, 21:12 die Grenzen auf. Die Überflieger der Saison Erik Koreng und Marcus Popp besiegten das Duo Morten Klein/Chris Sonnebichler in zwei Sätzen (21:16, 21:19), Thomas Kröger/Kay Matysik benötigten immerhin den Tie-Break für ihren Erfolg über Daniel Krug/Mischa Urbatzka (14:21, 21:13, 15:09). Kein Wunder, dass Thomas Kröger unzufrieden war: "Wir haben sehr verkrampft begonnen", sagte er im Anschluss an die Partie. Auf die Frage, ob er dem Spiel denn etwas Gutes abgewinnen konnte kam die Antwort prompt: "Gut war, dass wir gewonnen haben."

 

Hochspannung im Damen-Viertelfinale

Die vier topgesetzten Damen-Teams geben sich in Timmendorf weiterhin keine Blöße und ziehen weitgehend ungefährdet ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaften im Beach-Volleyball ein.

Den Anfang hatten Lahme/Müsch mit einem 21:15 und 21:17 über das Berliner Duo Holtwick/Kleefisch gemacht. Ebenso souverän besiegten die Münsteranerinnen Brink-Abeler/Jurich das Duo Röder/Schmidt (21:16, 21:17). Damit kommt es im ersten Viertelfinalspiel der Damen zu einem wahren Top-Duell der Generationen: Das erfahrene Olympia-Duo Lahme/Müsch trifft auf die zumindest national äußerst erfolgreichen Nachwuchstalente Brink-Abeler/Jurich. Eine ganz heisse Kiste...

Ebenfalls im Viertelfinale stehen sich die Teams Helke Claasen/Martina Stoof und Stephanie Pohl/Okka Rau gegenüber. Auch hier bekommen die Zuschauer am Ostseestrand einen wahren Leckerbissen geboten. Das Erreichen der Runde der letzten Acht war für beide Duos aber keine leichte Aufgabe: Allen voran im zweiten Durchgang wehrten sich die Berlinerinnen Fischer/Piasecki gegen Pohl/Rau und hatten beim Stand von 24:23 sogar einen Satzball auf ihrer Seite. Am Ende holten sich die olympiaerfahrenen Pohl/Rau aber das Spiel mit 21:18 und 28:26. Claasen/Stoof benötigten für ihren Erfolg über Blöcker/Schanze sogar ganze drei Sätze. (18:21, 21.18, 15:11) Aber auch hier hatten die Favoriten zum Schluß die Nase vorn.

 

Für die ersten vier Damen-Teams ist das `Erlebnis TimmendorfŽ dagegen schon wieder vorbei. Am wenigsten zu erwarten war dabei das frühe Ausscheiden des Gespanns Sara Goller und Ilka Semmler. Nach dem Ausfall von Laura Ludwig hatte Sara mit ihrer Leverkusener Vereinskollegen für Timmendorf gemeldet. Erneut hat sich aber gezeigt, wie wichtig es für ein Team ist, eingespielt zu sein. Zumindest für Goller/Semmler hat es nicht gereicht. Die beiden Leverkusenerinnen verloren ihre zweite Begegnung des Tages gegen Johanna Reinink/Delia Schultrich mit 11:21 und 17:21.

Nach ebenfalls zwei verlorenen Spielen müssen sich auch die Duos Günther/Kerl, Ketzscher/Köhler und Lehmann/Romberg von den Deutschen Meisterschaften verabschieden. Dennoch: Bei diesen herrlichen Bedingungen am Ostseestrand und der tollen Atmosphäre wird wohl keine der Spielerinnen sofort die Heimreise antreten wollen.

 

Dieckmann/Reckermann souverän

Anders als Ahmann/Hager meisterten die anderen favorisierten Männerteams ihre Erstrundenaufgaben deutlich besser: Die in Timmendorf an Position eins gesetzten Markus Dieckmann/Jonas Reckermann schlugen Ambelang/Rieke souverän in zwei Sätzen (21:12, 21:18), die an vier gesetzten Julius Brink/KjellSchneider triumphierten über Jan-Erik Gatzke/Thorsten Schoen ebenfalls in zwei Durchgängen (22:20, 21:16) und hatten lediglich im ersten Durchgang leichte Probleme.

Zwei-Satz-Siege fuhren auch David Klemperer/Niklas Rademacher über Sven Anton/Malte Holschen (21:18, 21:13) und Kinder/Waligora über Michael Schiewe/Raymund Wenning (21:18, 21:15) ein. Erstes Fazit: Die Favoriten wissen, worum es hier in Timmendorf geht. Der Titel des Deutschen Meisters ist der wichtigste der Saison, das heisst es die Kräfte gut einzuteilen. Freiwillig möchte sich kein Team durch die längere Verliererrunde quälen.

 

Ahmann/Hager mit Auftaktniederlage

Kaum haben sich in Timmendorf auch die Herren in den Sand begeben, ereigenete sich auf Court Nr. 3 eine dicke Überraschung. Hier fügten Stephan Kern und Marvin Polte den an Position fünf gesetzten Jörg Ahmann und Axel Hager eine schmerzhafte Drei-Satz- Niederlage zu. Der Abschied aus der Beach-Volleyball-Szene könnte für Ahmann/Hager demnach schon etwas früher kommen, als ihnen lieb ist.

Kern/Polte zeigten eine konzentrierte Leistung und gewannen den ersten Durchgang deutlich mit 21:12. Im zweiten Satz hatten sie bereits zwei Matchbälle, mussten den Durchgang aber dennoch an die kämpfenden Ahmann/Hager abgeben. Der Tie-Break war knapp: Erstmalig konnten Kern/Polte beim Stand von 11:10 in Führung gehen. Am Ende verwandelten sie ihren insgesamt vierten Matchball zum verdienten Sieg. „Wir haben unsere Taktik perfekt umgesetzt“, sagte Marvin Polte direkt nach dem Match. „Allerdings muss man sagen, dass Ahmann/Hager meiner Ansicht nach unter ihren Möglichkeiten blieben.“

 

Erste Überraschungen in Timmendorf

Am frühen Mittag gab es im Hauptfeld der Damen die ersten beiden kleinen Überraschungen: Das an Position sechs gesetzte Interimsduo Sara Goller und Ilka Semmler verlor seine Partie trotz gutem Beginn äußerst knapp im Tie-Break (21:15, 16:21, 15:17) gegen Sinje Blöcker und Ana Schanze. „Es war schwierig gegen Goller/Semmler zu spielen“, sagte Sinje Blöcker sichtlich erleichtert nach der Begegnung. „Die beiden sind in dieser Kombination ja noch nie angetreten. Wir wussten gar nicht, wer auf welcher Position spielt.“ Blöcker/Schanze hatten im dritten Satz zwar mit 13:8 geführt am Ende wurde es aber noch einmal spannend. Den Weg in die Verliererrunde mussten auch die an sieben gesetzten Judith Deister und Mireya Kaup antreten. Die beiden unterlagen den Berlinerinnen Frederike Fischer und Sandra Piasecki ebenfalls in drei Sätzen (21:11, 18:21, 11:15).

Auftakterfolge nach Maß feierten dagegen Stephanie Pohl/Okka Rau mit einem ungefährdeten Zwei-Satz-Sieg (21:16, 21:14) über Claudia Lehmann/Friederike Romberg sowie Helke Claasen/Martina Stoof vom VC Olympia Berlin, die sich ebenfalls in zwei Sätzen (27:25, 21:12) gegen Johanna Reinink/Delia Schultrich aus Münster durchsetzten.

 

Favoriten auf Kurs

Die Bedingungen am Timmendorfer Strand könnten derzeit nicht besser sein. Kein Wunder, dass es sich die favorisierten Damen-Teams nicht nehmen lassen, mit Auftaktsiegen in das wichtigste nationale Turnier der Saison zu starten.

Den Anfang machte das Olympia-Duo Susi Lahme und Danja Müsch mit einer Lehrstunde für Rita Ketzscher und Jana Köhler. Die Titelfavoriten Lahme/Müsch fegten die Gegnerinnen mit 21:13 und 21:12 vom Centre Court. Einen ebenfalls vollkommen ungefährdeten Triumph (21:15, 21:16) verbuchten Katrin Holtwick und Maria Kleefisch: Die beiden Berlinerinnen ließen dem talentierten Nachwuchs-Duo Florentina Büttner/Julia Sude keine Chance.

Für die zweite Runde qualifizierten sich zudem das an Position fünf gesetzte Team Antje Röder/Ulrike Schmidt mit einem Zwei-Satz-Erfolg (21:17, 24:22) über Aures/Eckl, sowie Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich mit einem mühevollen Sieg (21:18, 27:25) über Anja Günther/Silke Kerl. Dabei mussten Abeler/Jurich im zweiten Durchgang gleich mehrere Satzbälle gegen sich abwehren. Am Schluß behielt das in dieser Saison äußerst erfolgreich spielende Duo dennoch die Oberhand.

Zudem gilt es noch unseren besonderen Service für dieses große Turnier-Wochenende zu erwähnen: Schon kurz nach den Begegnungen versorgen wir Euch mit aktuellen Fotos von den Courts in Timmendorf. Wer es also nicht geschafft hat an die Ostsee zu fahren, der bekommt mit uns die Möglichkeit trotzdem etwas vom berühmten Timmendorf-Flair nach Hause zu holen.

 

Guten Morgen aus Timmendorf

Es ist angerichtet – die Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften 2004 beginnen. 4 Courts auf 12.000 m² Eventfläche, 120 Tonnen zusätzlicher Sand und 6.000 Sitzplätze auf dem Centre Court werden Timmendorf für erwartete 50.000 Zuschauer an diesem Wochenende wieder einmal in das deutsche Beach-Volleyball Mekka verwandeln.

Den Auftakt werden heute Morgen bei strahlendem Sonnenschein Lahme/Müsch gegen das Duo Ketzscher/Köhler ab 10.00 Uhr auf dem Centre Court bestreiten. Endlich werden auch wieder die Nationalteams um nationale Ehren kämpfen. So auch die Olympiateilnehmer, die aufgrund ihrer Vorbereitung auf Athen bislang erst einmal oder wie die Teams Pohl/Rau und Dieckmann/Reckermann noch an keinem deutschen Ranglistenturnier teilnahmen.

Wir werden euch natürlich wieder das ganze Wochenende live mit Fotos, Ergebnissen und Berichten versorgen.

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