DM Timmendorfer Strand 2004 - Finaltag der Damen

 

Auch Dieckmann/Scheuerpflug unter den letzten vier

Anders als sein Bruder Markus bleiben Christoph Dieckmann und sein Partner Andi Scheuerpflug bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften weiter ungeschlagen. Im abendlichen Top-Duell auf dem Centre Court triumphierten sie über David Klemperer und Niklas Rademacher in drei Sätzen.

In einer von vielen Diskussionen mit dem Schiedsrichter geprägten Partie holten sich die Viertelfinalisten von Athen den ersten Satz souverän mit 21:16 und ließen danach die Begegnung etwas ruhiger angehen. Zu ruhig wie sich heraus stellte: Klemperer/Rademacher fanden besser ins Spiel und gewannen den zweiten Satz ebenfalls mit 21:16.

Im Entscheidungssatz kam es beim Stand von 11:7 für Dieckmann/Scheuerpflug zu einer interessanten Szene, als David vom Unparteiischen die gelbe Karte erhielt und daraufhin dem Schiedsrichter mit seinem gelben Trikot symbolisch selbst gelb zeigte. Geholfen hat es nicht. Spätestens beim 12:7 im Tie-Break war die Parte gelaufen. Dieckmann/Scheuerpflug spielten routiniert die letzten Punkte zum 15:10 und schafften damit den direkten Sprung ins Halbfinale von Timmendorf.

Auch Stephan Kern und Marvin Polte hatten heute einen guten Tag erwischt und den Sprung ins Viertelfinale von Timmendorf geschafft. Das Duo hatte allerdings etwas Mühe und musste gegen Arvid Kinder und Leonard Waligora vom VC Olympia Berlin über die volle Distanz von drei Sätzen gehen. Den ersten Durchgang holten sich Kern/Polte souverän mit 21:17, verloren dann aber im zweiten Satz mehrfach ihre Konzentration. Dies wussten die Berliner auszunutzen und gewannen den zweiten Durchgang verdient mit 21:16. Im Tie-Break waren Kern/Polte aber wieder voll da, erspielten sich eine frühe Führung und brachten das Spiel mit 15:9 nach Hause. Morgen geht es dann gegen Klemperer/Rademacher.

Bleibt noch zu erwähnen, dass nach einer Entscheidung des DVV die letzten beiden Spiele des Tages wegen zunehmender Dunkelheit auf morgen früh verlegt werden. Holger Brusch der sportliche Leiter der Veranstaltung verkündete diese Entscheidung, die nicht bei allen Spielern auf Zustimmung stieß. Ab 8.45 Uhr beginnt morgen also der Finaltag der Herren. Natürlich versorgen wir euch wie gewohnt mit Berichten und jeder Menge Bildern.

 

Brink/Schneider erster Halbfinalist

Im mit Spannung erwarteten Top-Duell der Männer auf dem Centre Court haben Julius Brink und Kjell Schneider einen wichtigen Erfolg auf dem Weg zum Titel verbucht. Brink/Schneider schlugen die an Position eins gesetzten Markus Dieckmann und Jonas Reckermann in zwei Sätzen und zeigten dem Olympia-Duo damit vorerst die Grenzen auf.

Dabei war das Duo vom Moerser SC durchaus erfolgreich in die Begegnung gestartet. Mitte des ersten Satzes lagen sie mit 16:13 vorne, nach einigen Eigenfehlern wendete sich aber das Blatt und Brink/Schneider übernahmen mit 17:16 die Führung. Von den ärgerlichen Punktverlusten konnten sich Dieckmann/Reckermann erst einmal nicht erholen. Sie verloren den ersten Durchgang mit 18:21. Zur Verwunderung der meisten Zuschauer gelang es dem Olympia-Duo aber überhaupt nicht mehr richtig ins Spiel zu finden. Früh lagen sie im zweiten Durchgang mit 4:7 hinten und kamen zu keinem Zeitpunkt des Spiels mehr an Brink/Schneider heran. Zwei Asse von Julius Brink am Ende des zweiten Satzes besiegelten das Schicksal von Markus und Jonas und führten zum unerwartet deutlichen 15:21 Satz- und Spielverlust. Auf die Frage, wie denn der Sieg gelang antwortete Julius: „Weiß ich auch nicht genau. Einfach hoch das Ding und druff.“

Unterdessen haben Jan-Erik Gatzke und Thorsten Schoen ihren überraschenden Siegeszug in Timmendorf fortgesetzt. Die beiden qualifizierten sich für die Runde der letzten Acht mit einem eindrucksvollen Sieg über Hannes Ambelang und Manuel Rieke. Dabei kam vor allem der erste Satz mit 21:8 einer Lehrstunde gleich. Gatzke/Schoen spielten sich in einen wahren Rausch. Doch auch im zweiten Durchgang ließ das Berliner kaum Gegenwehr erkennen. Für Satz Nr. zwei stand am Ende ein deutliches 21:13 auf der Anzeigetafel. Im Spiel um einen Halbfinalplatz wartet nun mit dem Olympia-Duo Dieckmann/Reckermann eine ganz schwere Aufgabe auf die beiden Außenseiter.

 

Die Deutschen Meisterinnen heißen Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich

Es ist ihr bisher größter Triumph. Die beiden Nachwuchstalente Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich haben die Deutschen Meisterschaften im Beach-Volleyball gewonnen. In einem ausgeglichenen und ansehnlichen Finale auf dem Centre Court besiegten die in Timmendorf an Position vier gesetzten Nachwuchstalente aus Münster das Duo Steffi Pohl und Okka Rau in zwei Sätzen.

Schon mit dem ersten Ballwechsel war die Spannung zu spüren, die traditionell auf solch einem Finale der Deutschen Meisterschaften liegt. Keines der Teams wirkte unkonzentriert, jeder wusste, worum es hier geht. Kein Wunder, dass der erste Satz eine knappe Auseinandersetzung war. Die besseren Nerven bewiesen am Ende des ersten Durchgangs die zwei Youngster: Mit 20:19 hatten sie geführt und verwandelten genau zum richtigen Zeitpunkt ihren ersten Satzball. Den Satzverlust verkrafteten Pohl/Rau aber ohne weitere Probleme: Beide wirkten weiterhin hoch konzentriert und erspielten sich im zweiten Durchgang eine sichere 12:7 Führung. Diesem Rückstand liefen Brink-Abeler/Jurich lange Zeit ohne Erfolg hinterher – mit 16:21 verloren sie den zweiten Satz. Spätestens jetzt wurde klar, dass auch das Hamburger Duo unbedingt den Titel gewinnen wollte.

Die Entscheidung in diesem Finale fiel beim Stand von 7:7 im Tie-Break. Hier machten Brink-Abeler/Jurich drei Punkte am Stück und lagen demnach 10:7 in Front. Zwar kamen Pohl/Rau noch einmal auf 12:13 heran, aber diesen Sieg ließen sich die beiden Youngster heute nicht mehr nehmen. Mit 15:12 gewannen sie den entscheidenden dritten Satz und damit auch den begehrten Titel. „Es ist so geil hier zu spielen“, schrie Rieke nach dem heißen Duell in die Mikrofone. Da liefen bei Hella schon erste Freudentränen.

Brink-Abeler/Jurich sind neben Goller/Ludwig wohl das Überraschungsteam der Saison. Seit 2003 sind die für den USC Münster spielenden Talente auf der Tour dabei. In diesem Jahr gewannen sie schon die Renault Cups in Leipzig, Dresden, Bonn und holten sich den Masters Titel in St. Peter Ording.

Aber auch für Steffi Pohl und Okka Rau ist es ein versöhnlicher Saisonabschluss nach mäßigen Leitungen bei den diesjährigen FIVB-Turnieren. Schon den fünften Platz bei den Olympischen Spielen in Athen hatten ihnen nur wenige zugetraut. Dass sie auch bei den Deutschen Meisterschaften wieder beach-Volleyball auf hohem Niveau zeigen ist umso erfreulicher. Mit ihrem zweiten Platz haben sie es den Kritikern aber noch einmal gezeigt.

 

Claasen/Stoof gewinnen den Krimi um Platz drei

Helke Claasen und Martina Stoof haben sich den dritten Platz bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften gesichert. In einer extrem engen Begegnung besiegten sie die leicht favorisierten Susi Lahme und Danja Müsch knapp in drei Sätzen.

Dabei verlief der erste Satz noch am unspektakulärsten. Nach einer 15:10 Führung ließ es sich das Olympia-Duo nicht nehmen, den Satz mit 21:18 nach Hause zu holen. Doch dann kam der zweite Durchgang und der riss selbst die coolsten Zuschauer von den Sitzen. Keinem Team gelang es sich entscheidend absetzen und es entwickelte sich ein Side Out Match wie aus dem Lehrbuch. Den ersten Satzball hatten letztendlich Claasen/Stoof beim Stand von 20:19. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Immer wieder glichen Lahme/Müsch aus und bewiesen ein unglaubliches Kämpferherz, so dass die Berlinerinnen ganze 13 (!) Satzbälle benötigten, um den zweiten Durchgang mit 33:31 für sich zu entscheiden. Dabei hatte nur eine Netzberührung von Danja zum entscheidenden Punktverlust geführt. Die Entscheidung um den dritten Platz musste also im Tie-Break fallen und auch dort ließ die Spannung nicht nach. Es stand 12:12 als sich Claasen/Stoof den so wichtigen Zwei-Punkte Vorsprung erspielten. Mit 15:12 gewannen sie den dritten Satz und feiern in Timmendorf einen versöhnlichen Saisonabschluss. „In der Favoritenrolle tun wir uns sehr schwer, doch als Außenseiter können wir immer noch einen drauf packen. Einfach Wahnsinn“, sagte Martina Stoof überglücklich.

Enttäuschung dagegen bei Lahme/Müsch. Das an Position eins gesetzte Duo muss sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

 

Kern/Polte heizen den Centre Court auf

Es war mit Sicherheit das amüsanteste Match des Tages. Die Zuschauer klatschten, lachten und freuten sich gemeinsam über das, was da unten auf dem Centre Court passierte. Dort standen sich mit Kern/Polte und Klein/Sonnenbichler zwei Teams gegenüber die beide gerne den Sprung ins Viertelfinale geschafft hätten. Gereicht hat es am Ende für die beiden Stimmungsmacher Stephan Kern und Marvin Polte, die sich den Sieg in zwei äußerst knappen Sätzen holten (22:20, 22:20). Viel schöner zu sehen war aber, wie das passierte: Kern/Polte waren in Hochstimmung und jubelten mit den Zuschauern bei zahlreichen Ballwechseln als gäbe es kein Morgen. Gleich mehrfach führte Marvin unter dem Gejohle der Fans den Schiedsrichter an der Hand durch den Sand und bewies damit, dass man auch bei wichtigen Spielen seine gute Laune behalten kann. Weiter so.

Ebenfalls erfolgreich waren Kinder/Waligora bei ihrem Zwei-Satz-Triumph (21:12, 21:18) über Krug/Urbatzka.

 

Brink-Abeler/Jurich gegen Pohl/Rau im Finale

Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich sind nach Steffi Pohl und Okka Rau ins Damenfinale der diesjährigen Deutschen Meisterschaften in Timmendorf eingezogen. Das Duo aus Münster bestätigte seine grandiose Form in dieser Saison und besiegte die Berlinerinnen Helke Claasen und Martina Stoof deutlich in zwei Sätzen.

„Wir haben unsere Zielsetzung mehr als übertroffen“, jubelte Rieke auf dem Centre Court. „Wir freuen uns total vor diesem Publikum im Finale zu stehen. Der Gegner ist egal.“

Brink-Abeler/Jurich zeigten bei heißen Mittagstemperaturen eine solide Leitung und ließen ihren Gegnerinnen letztendlich keine Chance ihr Spiel aufzuziehen. Zwar erwischten Claasen/Stoof den besseren Start und hatten sich bereits mit 10:7 im ersten Satz abgesetzt, aber Mitte des Satzes besann sch das Duo aus Münster auf seine Angriffsstärke und drehte den Rückstand in eine 17:14 Führung. Wenig später entschieden sie den ersten Satz mit 21:16 für sich. Der Frust war Claasen/Stoof am Gesicht abzulesen, denn auch im zweiten Durchgang behielten Brink-Abeler/Jurich die Kontrolle über das Spielgeschehen. Schnell führten sie mit 13:9 und beendeten die Partie mit einem deutlichen 21:14 Satzgewinn. Und während Rieke und Hella die Arme hoch rissen, schleuderte Helke Claasen wütend ihre Sonnebrille in den Sand. Verständlich, die beiden hatten sich mehr ausgerechnet.

 

Turnieraußenseiter trumpfen groß auf

Jan-Erik Gatzke und Thorsten Schoen sind die Überraschungsmannschaft hier in Timmendorf. Zwar verloren die beiden ihr Auftaktmatch gegen Brink/Schneider, nun aber warf das lediglich an Position dreizehn gesetzte Duo nach Ahmann/Hager auch Erik Koreng und Markus Popp aus dem Turnier. Die „Leipziger Männer WG“ Koreng/Popp, die in dieser Saison fast alle nationalen Turniere dominierten, fanden kein probates Mittel, um sich gegen die Außenseiter durchzusetzen. 21:16 und 21:19 gewannen Gatzke/Schoen mit einer hochkonzentrierten Leistung das spannende Duell und spielen nun ebenfalls vollkommen überraschend gegen das Berliner Duo Ambelang/Rieke um den Einzug in die nächste Runde. Hannes Ambelang und Manuel Rieke, ebenfalls Turnieraußenseiter, waren hier nur an Position sechzehn gesetzt und hatten für großes Erstaunen gesorgt, als sie Kröger/Matysik deutlich mit 21:17 und 21:11 nach Hause schickten. So wie es aussieht, hatte Kay Matysik aber vor allem im zweiten Satz mit einer Verletzung zu kämpfen.

 

Pohl/Rau im Finale

Zum Ende der Saison feiern Steffi Pohl und Okka Rau noch einmal große Erfolge. Nach ihrer Viertelfinalteilnahme in Athen schafften die beiden mit einem Drei-Satz Sieg über die an Position eins gesetzten Susi Lahme und Danja Müsch den Einzug ins Finale von Timmendorf.

Im ersten Durchgang der spannenden Begegnung sah alles nach einem klaren Satzgewinn für Pohl/Rau aus. Das Hamburger Duo hatte sich einen sicheren Punkte-Vorsprung erarbeitet. Dennoch konnten sie diesen Abstand nicht in den so wichtigen Satzerfolg ummünzen – im Gegenteil. Äußert unglücklich verloren sie den ersten Durchgang noch mit 19:21. Im zweiten Satz bekam Susi Lahme starke Rückenprobleme. Immer wieder musste sie sich dehnen. Die physischen Schwierigkeiten machten sich auch im Spiel bemerkbar. Schnell waren Pohl/Rau im zweiten Satz auf 13;4 davon gezogen, als sich Susi vom Teamarzt für einige Minuten behandeln ließ. Der Abstand war dennoch zu groß; mit 21:12 holte sich das Duo vom Hamburger SV den zweiten Satz. Der Tie-Break war zur Freude der vielen Zuschauer auf dem Centre Court dann eine ganz enge Kiste. Entscheidend war ein ins Aus geschlagener Angriff von Susanne Lahme, der Pohl/Rau die wichtige Führung zum 13:11 brachte. Das reichte: Die beiden verwandelten ihren zweiten Matchball letztendlich zum 15:13 und stehen damit im Finale der Deutschen Beach-Volleyball-Meisterschaften 2004

 

Ahmann/Hager treten leise ab

Wer hätte das gedacht? Jörg Ahmann und Axel Hager, Deutschlands wohl bekanntesten und erfolgreichsten Beach-Volleyballer sind bei ihrem letzten großen Auftritt nach zwei verlorenen Spielen ausgeschieden. Nach der gestrigen Niederlage hat es für das beliebte Duo auch heute nicht gereicht, auch wenn Jörg Ahmann noch vor dem Turnier hoffte „noch einmal Centre Court“ spielen zu dürfen. Nun ist leider nur Court Nr. 4 daraus geworden. Eben mussten sich die beiden Jan-Erik Gatzke und Thorsten Schoen in zwei knappen Sätzen geschlagen geben.

Der erste Durchgang war ein Krimi wie ihn selbst ein Meisterregisseur kaum besser hätte inszenieren können. Beide Teams spielten ein perfektes Side Out. Erst mit 31:29 holten sich Gatzke/Schoen diesen Satz. Im zweiten Durchgang konnten sie sich mit 18:15 absetzen. Zwar kamen Ahmann/Hager noch auf 17:18 heran, gereicht hat es dennoch nicht - am Ende hieß es 21: 18. Tränen der Rührung flossen Jörg Ahmann über das Gesicht als die Zuschauer ihn und seinen langjährigen Weggefährten Axel Hager minutenlang mit Standing Ovations feierten. Ein rührender Abschied für zwei ganz Große des Beach-Volleyballsports.

Die Erfolge von Ahmann/Hager sind wirklich beispiellos. Neben der Olympischen Medaille (2000) holten sich die beiden allein fünf Mal den Titel des deutschen Meisters (1991, 1995, 1996, 1997, 1998).

Nach zwei Niederlagen sind neben Ahmann/Hager auch die Teams Schiewe/Wenning, Bakumovski/Mielenz sowie die Dürener Anton/Holschen aus dem Titelrennen von Timmendorf.

Weiter auf scheinbar unbeirrbarem Erfolgs-Kurs dagegen sind die übrigen männlichen Favoriten: Dieckmann/Reckermann gewannen mühelos in zwei Sätzen (21:12, 21:16) gegen Kinder/Waligora und auch sein Bruder Christoph Dieckmann hatte mit Partner Andi Scheuerpflug Erfolg über Kröger/Matysik. Mit 21;17 und 21:19 war die Begegnung allerdings eine knappe Angelegenheit. „Wir haben uns das Leben selbst etwas schwer gemacht und sind froh am Ende noch gewonnen zu haben“, sagte Christoph im Anschluss an die Begegnung.

Ebenfalls weiter ungeschlagen sind Klemperer/Rademacher nach ihrem hart erkämpften Drei-Satz-Sieg (24:26, 21:15, 15:11) über die „Leipziger Männer WG“ Koreng/Popp sowie Brink/Schneider nach dem Erfolg in zwei Durchgängen (21:19, 21:18) über die gestrigen Ahmann/Hager-Bezwinger Kern/Polte.

In den ersten beiden Viertelfinalspielen der Herren kommt es damit später wieder zu echten Beach-Volleyball-Krachern, weil die vier topgesetzten Teams diret aufeinander treffen. Dieckmann/Reckermann spielen gegen Brink/Schneider, Klemperer/Rademacher bekommen es mit Dieckmann/Scheuerpflug zu tun.

 

Pohl/Rau und Brink-Abeler/Jurich komplettieren Halbfinale

Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich haben als drittes Damen-Team in Timmendorf den Sprung unter die letzten vier geschafft. Im so genannten „Duell der Youngster“ behielten die Münsteranerinnen eindeutig die Oberhand und besiegten Überraschungsviertelfinalist Frederike Fischer und Sandra Piasecki am Ende klar in zwei Sätzen. Lediglich im ersten Durchgang vermochte das Duo vom VC Olympia Berlin noch angemessene Gegenwehr zu leisten. Letztendlich agierten Brink-Abeler/Jurich heute Morgen am Netz eindeutig routinierter und holten sich den ersten Satz verdient mit 21:17. Im zweiten Satz brach das Duo Fischer/Piasecki dann völlig ein. 4:14 lagen sie zurück und mussten damit alle Hoffnungen auf die Halbfinalteilnahme bei den Deutschen Meisterschaften begraben. Am Ende ging auch Satz Nr. zwei mit 21:7 an Brink-Abeler/Jurich, die damit ihre durchaus erfolgreiche Saison auch in Timmendorf fortsetzen.

Das letzte Damen-Viertelfinale an diesem Morgen war deutlich spannender. Die Viertelfinalteilnehmer von Athen Steffi Pohl und Okka Rau benötigten drei Sätze um den Erfolg über Antje Röder und Uli Schmidt perfekt zu machen. Dabei erwischten Pohl/Rau einen glänzenden Start und gewannen den ersten Durchgang ohne große Mühe mit 21:14. Im zweiten Satz fanden Röder/Schmidt allerdings deutlich besser in die Begegnung und setzten Pohl/Rau zunehmend mehr unter Druck. Das Duo holte sich mit 21:18 den zweiten Satz. Im Tie-Break wiederum bewiesen die Olympia-Fahrer die besseren Nerven. Sie gewannen dieses wirklich hochklassige Duell mit 15:10. „Antje und Uli haben wirklich sehr gut gespielt“, sagte Okka Rau sichtlich erschöpft. „Wir allerdings auch. Nur am Ende des zweiten Satzes hat unsere Konzentration nachgelassen. Aber dennoch, das Niveau in Deutschland ist einfach hoch.“

Im Halbfinale treffen Brink-Abeler/Jurich nun auf das Berliner Duo Claasen/Stoof. Und pektakulär ist auch die zweite Halbfinalbegegnung: Pohl/Rau spielen gegen ihre Olympia-Teamgefährten Lahme/Müsch um den Einzug ins Finale.

 

Guten Morgen aus Timmendorf

Auch am heutigen Finaltag der Damen begrüßt uns die Sonne über der Ostseeküste und heute erwartet die Aktiven mit Sicherheit ein voll besetzter Centre Court der für mächtig Stimmung sorgen wird.

 

Der Tag beginnt gleich mit den entscheidenden Spielen um die letzten beiden Halbfinalplätze. Hier trifft das Olympia Duo Pohl/Rau auf das Team Röder/Schmitt – immerhin zweite bei den Masters in Kühlungsborn und Essen. Anschließend stehen sich im sogenannten "Duell der Youngster" Brink-Abeler/Jurich und Fischer/Piasecki am Netz gegenüber. Spannung ist also garantiert. Das Finale der Frauen ist für 15.00 Uhr angesetzt.

Bei den Herren treffen in der zweiten Runde beispielsweise die an Position drei gesetzten Klemperer/Rademacher auf das national erfolgreichste Duo der Saison Koreng/Popp.

Wir sind wie gewohnt mit massig Fotos und aktuellen Ergebnissen, sowie Spielberichten, live für Euch dabei.

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