DM Timmendorfer Strand 2005 - Der Finaltag der Herren

 

Markus Dieckmann und Jonas Reckermann haben am Timmendorfer Strand über die bisherigen Titelverteidiger Christoph Dieckmann und Andi Scheuerflug triumphiert und verdient den Titel gewonnen. Die Kölner revanchierten sich damit für die Niederlage 2003 an gleicher Stelle. Bronze ging an Kay Matysik und Marcus Popp.

Die deutschen Meister heißen Dieckmann/Reckermann

 

Markus Dieckmann und Jonas Reckermann haben am Timmendorfer Strand über die bisherigen Titelverteidiger Christoph Dieckmann und Andi Scheuerpflug triumphiert und verdient den Titel gewonnen. Die Kölner revanchierten sich damit für die Niederlage 2003 an gleicher Stelle, als Christoph und Andi das Feld als Sieger verließen.

Dieckmann/Reckermann krönen damit ihre souveräne Leistung bei diesem Turnier. Selbst gegen die gut aufgelegten Berliner behielten sie heute im Endspiel auf dem Centre Court einen kühlen Kopf und holten sich den Siegespokal trotz Satzrückstand mit 20:22, 21:18 und 15:11. Im ersten Durchgang lagen Dieckmann/Reckermann schnell mit 2:5 hinten, konnten jedoch zum 7:7 ausgleichen. Wenig später zogen Andi und Christoph wieder drei Punkte davon und wieder schafften Jonas und Markus den Ausgleich. Doch Dieckmann/Scheuerpflug ließen sich nicht beirren, blockten und wehrten ab, was das Zeug hielt und schließlich verwandelte Christoph mit einem erfolgreichen Block ihren zweiten Satzball zum 22:20. Die Pause zwischen den Sätzen nutzten Markus und Jonas, um sich noch einmal richtig zu konzentrieren und trotz des verlorenen Sets zu motivieren. Weiterhin selbstbewusst gingen die Kölner in den zweiten Durchgang und erspielten sich mit tollen Block-Abwehr-Aktionen und einem Side-Out vom Feinsten eine 11:7-Führung. Die Deutschen Meister aus dem Vorjahr Dieckmann/Scheuerpflug kämpften sich zwar noch an ein 16:17 heran, aber den Satz verbuchten völlig zu Recht Dieckmann/Reckermann auf ihrem Konto. Nun musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Dabei erwischten Dieckmann/Scheuerpflug einen denkbar schlechten Start. Dieckmann/Reckermann gingen direkt mit drei Punkten in Front und ließen keinen Zweifel an ihren unbedingten Titelambitionen aufkommen. Mit den drei Punkten im Rücken kamen die Kölner nun so richtig auf Tour und konnten ihren Vorsprung sogar noch um einen Punkt erhöhen. Die beiden Teams auf dem Centre Court lieferten sich besonders in diesem alles entscheidenden Satz ein Duell auf höchstem Niveau. Spektakuläre Abwehraktionen und lange Ballwechsel entlockten den Zuschauern immer wieder Begeisterungsstürme. Ihren ersten Matchball verwandelten Dieckmann/Reckermann souverän zu einem 15:11 und holten sich so die Auszeichnung als bestes Deutsches Beach-Volleyball-Team 2005. "Wir haben diese Saison einige Probleme gehabt, aber dennoch eine Reihe guter Ergebnisse erzielt", sagte Jonas Reckermann. "Uns hat allerdings ein Titel gefehlt. Und, dass es jetzt ausgerechnet hier am Timmendorfer Strand geklappt hat macht mich überglücklich."

 

Für Christoph Dieckmann und Andi Scheuerpflug ist der Traum von einem Titel-Hattrick dagegen ausgeträumt. Das Nationalduo vom VC Olympia Berlin, das in den vergangenen zwei Jahren den Pokal am Timmendorfer Strand geholt hatte, muss sich in diesem Jahr mit der Silbermedaille zufrieden geben. Im letzten Profi-Jahr von Andi Scheuerpflug hatte das Team dennoch einmal voll zugeschlagen: Auf der Worldtour gewannen sie in Klagenfurt und in Shanghai, sie holten sich den CEV-Titel in Luzern und triumphierten jüngst beim letzten Masters-Turnier auf Fehmarn. Probleme ihren Trophäen-Schrank zu füllen, werden die beiden wohl nicht bekommen.

 

Derweil ranken sich die Spekulationen, mit wem Christoph Dieckmann die nächste Beach-Saison bestreitet. Er selbst wollte sich bisher nicht zu diesem Thema äußern, es deutet aber viel auf Julius Brink hin.

 

 

 

Der alte Mann und das Meer

 

Thorsten Schoen hatte schon im Anschluß an die erste Begegnung bei diesem Turnier gestöhnt: "Mir tut alles weh." Da wusste der großgewachsene Blockspieler noch nicht, dass auf ihn beim nationalen Saisonabschluss noch fünf weitere Spiele warten. Mit seinen 33 Jahren ist Thorsten im Vergleich zu vielen anderen Spielern relativ alt. Nach Platz Vier in Berlin hat dieser "alte Mann" auch hier an der Ostsee dem Nachwuchs noch einmal vor Augen geführt, wie weit man mit einem richtigen Kämpferherz kommen kann. Zwar verlor das Duo Polte/Schoen das Spiel um den dritten Platz gegen Matysik/Popp, doch nach wie vor begeistern sie die Zuschauer wie wohl kaum ein anderes Team.

Wie schon bei den entscheidenden Spielen bei der Weltmeisterschaft hatte Thorsten Schoen am Timmendorfer Strand erneut mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Im Halbfinale hatte er sich das knie verdreht und spielte im kleinen Finale gegen Kay Matysik und Marcus Popp nun mit einer festgezurrten Bandage.  

 

Der erste Satz war gekennzeichnet von gezielt geschlagenen Angriffen des Duos Matysik/Popp. Wenn der Ball wunschgemäß gestellt wurde machten die beiden keine Kompromisse. Wiederholt pfefferten sie gewaltige Schmetterschläge ins Feld ihrer Gegner, und zwar mit einer Intensität, dass es selbst Abwehrtier Polte kaum etwas zu holen hatte. Auch im Block lief es bei Thorsten Schoen noch nicht vollends nach Plan, dennoch lagen die WM-Vierten Mitte des ersten Satzes mit 16:13 in Front. Zwar gelang Matysik/Popp noch der Ausgleich zum 19:19, aber mit ihrem zweiten Satzball machten Polte/Schoen den Gewinn des ersten Durchgangs dieses kleinen Finales perfekt.

 

Der zweite Satz war dann erneut ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen, in dem es keinem der ehrgeizigen Duos gelang sich mit einer Führung entscheidend abzusetzen. Den Zuschauer gefiel die natürlich und sie sahen auch, wie sich Thorsten Schoen immer weiter steigerte. Je lauter die Tribüne brüllte, umso höher schien es, stieg "Torte" im Block. Trotzdem machte dem drahtigen Sportler mit den wohl längsten Armen dieser Tour sein lädiertes Knie zu schaffen. Die Auszeiten gerieten zur "Kühlpause", in der Thorsten das getapte Gelenk mit Eiswürfeln kühlte. Die Entscheidung in diesem Satz war knapp. Matysik/Popp hatten den ersten Satzball auf ihrer Seite und nutzen diesen nach einem Netzfehler von Thorsten Schoen zum 21:19 Satzausgleich.

 

Nach einer 7:4 Führung lagen Kay Matysik und Marcus Popp im entscheidenden Tie-Break bald mit 12:9 vorne. Der Wiederstand ihrer Gegner war gebrochen. Mit einem Shot zum 15:10 beendete Kay dieses wirklich ansehnliche Duell. "Wir sind überglücklich", sagte Marcus Popp und war nach der Partei noch völlig außer Atem. "Es ist heute verdammt warm hier auf dem Centre Court und das strängt mächtig an. Leider haben wir heute morgen nicht unser bestes Beach-Volleyball zeigen können, jetzt hat es aber besser geklappt."

 

 

 

Dieckmann/Scheuerpflug vor dem Hattrick?

 

Christoph Dieckmann ist zusammen mit Partner Andi Scheuerpflug ins Endspiel eingezogen. In einer spannungsgeladenen Halbfinalbegegnung schlugen die Titelverteidiger das Duo Polte/Schoen in drei Sätzen.

 

Der erste Satz bot den Zuschauern ein Side-Out-Spektakel der Extraklasse. Angesteckt von der fantastischen Stimmung auf dem Centre Court liefen sowohl die Titelverteidiger als auch die vermeindlichen Außenseiter zur Höchstform auf. Dieckmann/Scheuerflug legten mit 6:4 vor, Polte/Schoen zeigten sich davon allerdings unbeeindruckt und drehten das Blatt in ein 14:11. Diesen Vorsprung hielten die beiden nahezu bis zum Satzende und Marvin machte mit einem Kracher-Ass den spektakulären 21:19-Satzgewinn perfekt.

In der Mitte des zweiten Durchgangs schalteten Dieckmann/Scheuerpflug aber nochmal einen Gang höher. 6:6 leuchtete auf der Anzeigetafel, als die aktuell Sechsten der Weltrangliste den Turbo einschalteten und auf 12:6 davon zogen. Damit war quasi die Vorentscheidung in diesem zweiten Durchgang gefallen. Dieckmann/Scheuerpflug gelang mit einem deutlichen 21:10 der Satzausgleich.

Wie so oft in den Spielen von den WM-Vierten Polte/Schoen musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Aber Dieckmann/Scheuerflug, die hier in Timmendorf die Chance auf ihren dritten Titel in Folge haben, waren nicht mehr von der Gewinnerstraße abzubringen. Konstant lagen sie im dritten Durchgang mit zwei Zählern in Front und als sich Thorsten Schoen beim deutlichen Vorsprung von 12:7 am Knie verletzte, war dieses Halbfinale entschieden. Zwar kam Thorsten nach einer kurzen Behandlung noch einmal zurück auf den Centre Court, das Weltklasse-Duo Dieckmann/Scheuerpflug ließ sich den Finaleinzug (15:9) aber nicht mehr nehmen.

 

Nun kommt es auf dem Centre Court zum Traumfinale zwischen den in Timmendorf an Position Zwei gesetzten Dieckmann/Scheuerpflug und den an Eins gesetzten Dieckmann/Reckermann.  Um den dritten Rang kämpfen ab 13:30 Uhr die Teams Matysik/Popp und Polte/Schoen.

 

 

 

Dieckmann/Reckermann erster Finalist

 

Markus Dieckmann und Jonas Reckermann haben als erstes Team das Finale am Timmendorfer Strand erreicht. Das auf Position Eins der Setzliste geführte Nationalduo triumphierte klar in zwei Sätzen über Kay Matysik und Marcus Popp. Jonas und Markus präsentierten sich den etwa fünftausend Zuschauern auf dem Centre Court von Anfang an in höchst konzentrierter und guter Form. Bis zur Mitte des ersten Durchgangs war es überhaupt kein Problem für Marcus und Kay, bei dem Niveau mitzuhalten. Doch dann unterliefen Matysik/Popp ein paar Fehler im Side-Out und in der Annahme, während Jonas und Markus ihr Side-Out konsequent hielten. Einen 19:15-Vorsprung nutzten die EM-Dritten von Moskau zum 21:16-Satzgewinn. Im zweiten Durchgang setzte sich das Nationalteam noch deutlicher ab. Druckvoll und konzentriert erspielten sich Dieckmann/Reckermann eine 12:9- und 17:11-Führung, die locker für den Satzgewinn (21:14) und den Einzug ins Finale reichte. "Wir sind heute morgen einfach gut aus dem Bett gekommen und haben uns wohl gefühlt", sagte Jonas Reckermann im Anschluss an die Partie, "auf wen wir im Finale treffen ist mir relativ egal, das sind beide gute Teams. Ein Brüder-Duell wäre sicher interessant, aber auch gegen Polte/Schoen könnte es spannend werden."

 

Vor prall gefüllten Zuschauertribünen und bei strahlendem Sonnenschein spielen derzeit Christoph Dieckmann und Partner Andi Scheuerflug gegen die WM-Vierten Marvin Polte und Thorsten Schoen um den Finaleinzug.

 

 

 

Hello again aus Timmendorf

 

Heute werden nun also die Herren der Schöpfung ihren Deutschen Meister unter sich ausmachen. In wenigen Minuten fällt der Startschuss für die erste Herren-Halbfinalbegegnung bei den Deutschen Meisterschaften 2005 am Timmendorfer Strand. Marcus Popp und Partner Kay Matysik hatten gestern überaus deutlich über das Nationalteam Klemperer/Koreng triumphiert und so den Sprung unter die letzten Vier geschafft. Nun trifft das auf der deutschen Tour äußerst erfolgreiche Duo um 10:30 Uhr auf die EM-Dritten Markus Dieckmann/Jonas Reckermann. Im zweiten Spiel um den Einzug ins Finale kämpfen Christoph Dieckmann und Andi Scheuerpflug gegen die Publikumslieblinge von Berlin Marvn Polte und Thorsten Schoen, die sich gestern bei Julius Brink/Kjell Schneider für ihre Niederlage im kleinen Finale der WM revanchiert haben und so ins Endspiel von Timmendorf eingezogen sind.

 

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