Drei von vier Olympia-Tickets gelten als vergeben

Olympische Spiele

Das letzte Turnier für 2019 ist gespielt, die Weltrangliste stimmt zuversichtlich. Im DVV laufen die Planungen für die Tokio-Spiele.

Die ersten Hotelzimmer in Tokio sind für den Betreuerstab gebucht, die Zusammenarbeit des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für die Sommerspiele 2020 in der japanischen Hauptstadt laufen auf Hochtouren. Was fehlt ist die endgültige Klarheit, welche Namensschilder auf den Türen der Teamunterkünfte im olympischen Dorf in der „Tokyo Bay Zone” montiert werden dürfen.

Mit Stand Mitte November beim Qualifikationsranking des Weltverbandes der Männer und Frauen wären es die Namen von Julius Thole, Clemens Wickler, Karla Borger, Julia Sude, Margareta Kozuch und Laura Ludwig. Vorsichtig, vielleicht mit Bleistift, um sie ausradieren zu können, kann man noch die Namen von Nils Ehlers und Lars Flüggen ergänzen. „Aber die müssen erst noch mindestens zwei gute Ergebnisse raushauen”, sagt Niclas Hildebrand, Sportdirektor Beach im DVV. Mit allen anderen Teams werden so langsam die Planungen für das Highlight im kommenden Jahr auf den Weg gebracht. 

Etwa 6300 bis 6500 Punkte sind notwendig, um sich über die Weltrangliste für Tokio zu qualifizieren, so wird in der Frankfurter Verbandszentrale gerechnet. Thole/Wickler sind als Weltranglisten-Vierte mit 7040 Punkten sicher dabei. „Sie haben sich in kürzester Zeit in die Weltspitze gespielt und etabliert”, so Hildebrand. „Ehlers/Flüggen gehören auch in die Top 20, werden aber immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen.” Wie zuletzt im mexikanischen Chetumal in der vergangenen Woche, als ihr Start bis drei Stunden vor dem ersten Spiel auf der Kippe stand. Am Ende reichte es immerhin zu Platz neun. „Sie brauchen aber noch zwei gute Ergebnisse”, sagt der Sportdirektor. Denn die Konkurrenz lauert. Die Russen Semenov/Leshukov, die Polen Kantor/Losiak und die Italiener Rossi/Carambula haben weniger Turnierteilnahmen als die Deutschen (5060 Punkte bei 15 Turnieren). Mindestens zwölf Starts müssen auf dem Konto stehen.

Wieder mehr Licht bei den Frauen

Noch besser sieht es bei den Frauen aus. Borger/Sude sind Zehnte der Weltrangliste mit 5960 Punkten, brauchen sicherheitshalber noch mindestens einen Halbfinaleinzug oder mindestens einen fünften Platz. „Dahinter haben sich Kozuch/Ludwig nach vorn gespielt, die beim World Tour Final in Rom gezeigt haben, dass sie gegen die Weltspitze bestehen können”, so Hildebrand. Kozuch/Ludwig (5440 Punkte) haben mit jeweils 240 Punkten drei Streichergebnisse in ihrer Liste, die sie mit neunten Plätzen löschen können. Deutlich schwieriger es für Bieneck/Schneider und Ittlinger/Laboureur, „die mit starken Ergebnissen in 2020 den nationalen Konkurrenzkampf beleben können”.

Lange Zeit hatte es nicht so ausgesehen, dass der DVV mit jeweils zwei Duos bei Männern und Frauen präsent sein wird. Erst seit dem Majors in Wien, als Kozuch/Ludwig auf Rang fünf landeten, gestaltet sich die Welt besser, sagt Hildebrand: „Seit Wien haben wir eine sehr positive Entwicklung bei den Frauen. Bis zur WM in Hamburg sah es anders aus.” 

Chetumal war die letzte Station in diesem Jahr, wo Borger/Sude (wie Behrens/Tillman) Neunte wurden, und zählt bereits zum Kalender der Saison 2020. Die wird so richtig erst wieder Ende März mit dem Vier-Sterne-Turnier in Cancun, ebenfalls Mexiko, fortgesetzt. Bis dahin wird bei den Nationalteams vor und hinter den Kulissen gearbeitet. Nach Urlaubsphasen steigen sie alle wieder ins Training ein, es folgen jeweils ein bis drei intensive Trainingslager. Und der Verband will „organisatorisch und finanziell alles vorbereiten, um vor Ort in Tokio für alle Teams perfekte Bedingungen zu schaffen.”

Personelle Veränderungen 

Dazu gehören auch noch Veränderungen auf personeller Ebene. Kozuch/Ludwig hatten vor wenigen Tagen per Facebook-Post mitgeteilt, dass, „um eine intensivere und konstantere vor-Ort-Betreuung zu sichern, Imornefe Bowes alias Morph die Rolle als Headcoach übernommen hat.” Die Formulierung kam im Verband nicht so gut an. „Die Meldung war unglücklich und las sich, als hätten sie sich selbst ihren Trainer ausgesucht. Wir stimmen uns immer mit den Teams eng ab. Es gibt keine Alleingänge von Trainern oder Teams, alles geschieht in Absprache mit uns”, sagt Niclas Hildebrand.

So auch die Änderung rund um das Team Bieneck/Schneider, die schon während der Saison nicht mehr federführend von Bowes betreut wurden. Diese Rolle hatten Kersten Holthausen und Helke Claasen übernommen, letztere steigt am 1. Januar wieder als Vollzeitkraft ein.

Bei Kozuch/Ludwig hatte Jürgen Wagner, Erfolgscoach mit Brink/Reckermann und Ludwig/Walkenhorst, lange Zeit das Projekt geleitet. „Jürgen Wagner ist auf eigenen Wunsch wegen der räumlichen Distanz als Trainer in den Hintergrund getreten. Er steht aber weiterhin beratend für uns und die Trainer zur Verfügung”, heißt es nun in der Meldung der Hamburgerinnen. Wagner lebt und arbeitet in Moers und koordiniert von dort aus auch die Trainingssteuerung der WM-Zweiten Thole/Wickler. Hildebrand hat aber noch andere Pläne mit Wagner im Kopf: „Mein Ziel ist es, dass wir ihn im DVV mehr integrieren. Aktuell befinden wir uns in guten Gesprächen.” Schließlich geht es für den Verband auch darum, die Zeit nach Tokio schon jetzt vorzubereiten.

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