Düsseldorfer Aushängeschilder

Techniker Beach Tour Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens kann nicht nur Tote Hosen, Altbiertheken und extra-scharfen Löwensenf vorweisen. Sie spielt auch im Beach-Volleyball eine gewichtige Rolle.

Der Düsseldorfer an sich rühmt sich, in seiner Altstadt die längste Altbiertheke der Welt zu haben. Er hat Spaß an seinen Fußballern von der Fortuna, die leicht und locker den Klassenverbleib geschafft haben. Er liebt die Songs der Toten Hosen und seinen extra-scharfen Düsseldorfer Löwensenf. An diesem Wochenende hat er zudem drei riesige Sandkästen in der City, aufgebaut auf den drei Courts bei der Techniker Beach Tour. Düsseldorf gibt was her.

Weit weniger bekannt ist, dass in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ein Sportverein beheimatet ist, der in der nationalen Beach-Szene eine wichtige Rolle spielt: DJK TuSa 06 Düsseldorf, ein Verein, acht Sportarten, 1300 Mitglieder, so heißt es auf der Website. Darunter jede Menge Beach-Volleyballer, die national wie international in der Szene kräftig mitmischen. Das wohl prominenteste Aushängeschild ist das Nationalteam Alexander Walkenhorst/Sven Winter. Ausgerechnet dieses Duo fehlt an diesem Wochenende des zweiten Stopps der Techniker Beach Tour, weil es im türkischen Aydin bei einem Zwei-Sterne-Turnier um Weltranglistenpunkte kämpft. Dafür sind viele andere Mitglieder der Sparte Beach-Volleyball auf dem Burgplatz vertreten: Anna Hoja und Stefanie Hüttermann sowie Greta Klein-Hitpaß und Svenja Müller bei den Frauen und Niklas Rudolph und Daniel Wernitz im Männer-Feld.

Sperriger Name und frischer Touch

DJK TuSa 06 Düsseldorf klingt erst einmal sperrig, vor allem, wenn man schaut, was hinter den Abkürzungen steckt: „Deutsche Jugendkraft – Turn- und Sportverein Arminia”. Doch die Beach-Volleyballer stehen alles andere als für sperrigen Sport. Im Gegenteil, sie werden immer mehr zur Zugnummer. 2017 wurde Stefanie Hüttermann als Leiterin für den Bereich „Beachvolleyball Nachwuchsteams” verpflichtet und seither wächst und gedeiht die Abteilung: „Wir haben rund 40 Mitglieder, der Verein unterstützt uns, wo es nur geht.” Im Sommer kann auf vier Feldern trainiert und gespielt werden. Hüttermanns Arbeit trägt Früchte, obwohl die 33-Jährige, die an der Deutschen Sporthochschule in Köln als Juniorprofessorin arbeitet und von November bis Mitte März im Rahmen von Forschungsprojekten an der University of Brighton in England war, kaum Zeit hatte, selbst zu trainieren. Der sportliche Erfolg war trotzdem schnell da: In Münster stand Hüttermann mit Anna Hoja immerhin als Zweitplatzierte auf dem Treppchen.

Die gelebte Vereinsnähe der Düsseldorfer Teams ist schon ungewöhnlich in der nationalen Szene. Viele Duos werben mit Vereinsnamen, obwohl es keine echten Bezugspunkte gibt. Mitunter gibt es kuriose Konstellationen: Der Hamburger SV (Annika Krebs) spielt mit dem TV Rottenburg (Leonie Welsch) zusammen, der MTV Stuttgart (Leonie Klinke) mit dem VCO Berlin (Lisa-Sophie Kotzan), der TuB Bocholt (Rudy Schneider) mit der FT 1844 Freiburg (Julian Schupritt) und der FC Schüttorf (Dan John) mit dem Berliner VV (Eric Stadie). Vereine, die in der Hallen-Bundesliga federführend sind, wie der Schweriner SC, der VfB Friedrichshafen und die Berlin Recycling Volleys, spielen in der Sandvariante Volleyballs keine Geige. 

Techniker Beach Tour proudly presents

Rüdiger Sauer, Referent Veranstaltungen Beach-Volleyball bei der Deutschen Volleyball-Sport GmbH, hat vor zwei Jahren eingeführt, dass alle Tourspieler einem Verein angehören müssen. Vor Saisonbeginn mussten sie alle den schriftlichen Nachweis erbringen, für einen Verein zu spielen, mit Unterschrift eines Vereinsverantwortlichen. Für Rüdiger Sauer eine Notwendigkeit: „Es spielen dabei auch rechtliche und versicherungstechnische Dinge eine Rolle.” Zum anderen geht es auch um eine bessere Präsentation der Teams und um einen Service für die Zuschauer: „Wenn jetzt die Tour-DJ’s die Spieler vorstellen, können sie damit einen Vereinsnamen hinzufügen und so auch den ein oder anderen lokalen Bezug verknüpfen.” Siehe Turnier in Düsseldorf: „Auf Court 1 spielen gleich Anna Hoja und Stefanie Hüttermann, die für die DJK Tusa 09 Düsseldorf antreten.” Dass sie gar nicht in der Stadt wohnen – Hoja lebt in Münster, Hüttermann in Köln, tut nichts zur Sache.

Geben und Nehmen

Das gilt auch für Niklas Rudolph und Daniel Wernitz, die erst seit dieser Saison ein Team bilden. Rudolph lebt noch in Leipzig und nächtigt immer wieder auf einer Couch bei seinem Partner. Wernitz lebt in Köln und von dort aus haben sie bessere Trainingsmöglichkeiten. Wernitz hat in der Hallensaison beim Nord-Zweitligisten Moerser SC gespielt und Platz vier erreicht. Um auch auf Sand erfolgreich zu spielen, schloss er sich der DJK TuSa 06 Düsseldorf an. Es ist ein Geben und Nehmen: „Der Verein unterstützt uns finanziell und mit seiner Infrastruktur, dafür vertreten wir ihn nach außen”, sagt der 31-Jährige. Beispielsweise bei der Pressekonferenz am Donnerstag zur Vorstellung der Tour bei den Düsseldorfer Medien. Sportlich lief es für die DJK-Repräsentanten am ersten Hauptfeldtag gemischt: Hüttermann/Hoja gewannen ihr Auftaktmatch, Klein-Hitpaß/Müller starteten mit einer Niederlage. Und Walkenhorst/Winter vertraten erfolgreich die Farben der DJK TuSa 06 Düsseldorf auf internationalem Terrain: Sie gewannen ihr erstes Match in Aydin gegen das türkische Duo Kanli/Cebeci mit 2:0.

Trainingstipps gefällig?

Ob Angriff, Abwehr, Kommunikation auf dem Feld oder Athletiktraining. Hier findest du Trainingstipps zu jedem Beach-Volleyball-Thema. So kannst du dich jetzt im Winter schon optimal auf die nächste Saison vorbereiten und bist allen einen Schritt...

Ab in den Sand: Beach-Hallen-Übersicht

Warmen Sand unter den Füßen und Beach-Volleyball-Spielen, das klappt auch im Winter regelmäßig, wenn man eine entsprechende Beach-Halle in der Nähe hat. Hier geht es zur Übersicht der Indoor-Hallen in Deutschland.

    beach-volleyball.de Partner

    • Mikasa
    • Schauinsland Reisen
    • Techniker Beach Tour
    • Die Techniker
    • Website WM