Ein silberner Start ins Jahr 2019

FIVB Weltserie Den Haag 02. - 06.01.2019

Julius Thole und Clemens Wickler gewinnen Silber beim Weltserien-Turnier in Den Haag und bestätigen damit ihre guten Leistungen aus dem Vorjahr. Was Gold-Trainer Jürgen Wagner und ein deutscher Fanblock mit ihrem erstmaligen Einzug in ein World-Tour-Endspiel zu tun haben.

„Das ist hier mehr als erwartet“

Immer wieder sprangen sie von ihren Sitzen auf; klatschten und jubelten; feuerten ihr Team mit „Thole, Wickler“-Sprechchören an. Ein deutscher Fanblock um die Profi-Spielerin Anna Behlen war vor Ort, als Julius Thole (21) und Clemens Wickler (23) ihr erstes Endspiel auf der Beach-Volleyball-Weltserie bestritten und am Ende Silber gewannen. Mit 0:2 (11:21, 18:21) verloren sie das Finale gegen Viacheslav Krasilnikov (27) und Oleg Stoyanovskiy (22) aus Russland.

Die Enttäuschung über die verpasste Goldmedaille dürfte bei dem Nationalteam Thole/Wickler nur kurz anhalten, denn konstant gute Leistungen und vier 2:0-Siege in Folge hatten sie ins Endspiel von Den Haag gebracht. Platz zwei bringt zudem neben 16.000 US-Dollar Preisgeld 720 Punkte für die Weltrangliste, die direkt in die Qualifikations-Wertung für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 einfließen.

Silber in Den Haag war für Thole und Wickler nach Bronze in Espinho 2018 die zweite Medaille auf der Weltserie. Und das wieder bei einem Vier-Sterne-Turnier, nach der Major-Series der zweithöchsten Kategorie im internationalen Beach-Volleyball. „Damit haben wir nicht gerechnet. Als Ziel haben wir für diese Saison einstellige Ergebnisse formuliert – da ist das hier mehr als erwartet“, sagt Bundestrainer Martin Olejnak, der das Duo betreut.

„Unser großer Vorteil war, dass wir hier in einer ähnlichen Halle gespielt haben, wie wir sie auch in Hamburg haben, von der Thermik her. Die Flatteraufschläge der beiden waren eine große Waffe. Dazu haben sie selbst stabil angenommen und ein sehr gutes Sideout gespielt“, ergänzt Olejnak.
Die Aufschlagstärke hat im Finale aber nicht für einen Sieg gereicht, auch wenn Stoyanovskiy im Anschluss an die Partie sagte: „Es war kein einfaches Spiel. Die Deutschen haben gute Aufschläge und uns damit das ganze Spiel über unter Druck gesetzt.“

Von Jürgen Wagner athletisch fit gemacht

Thole und Wickler bestätigen mit Silber ihre guten Leistungen aus der Vorsaison und sind weiterhin auf einem guten Weg, um eines der Top-Teams der Welt zu werden. „Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Die Weltspitze ist sehr breit und sehr dicht. Wir werden bei unserem Ziel bleiben, einstellige Ergebnisse zu erzielen. Das Team hat großes Potential, aber ich denke nicht, dass wir in dieser Saison jedes Turnier um die Medaillen spielen werden. Aber vielleicht wird es auch wieder Ausreißer nach oben geben“, sagt Bundestrainer Martin Olejnak.

Die Voraussetzungen dafür sind offenbar da. Nach dem Deutschen Meistertitel 2018 in Timmendorfer Strand hatten sich Thole und Wickler vorgenommen, athletisch weiter an den Fähigkeiten zu feilen. Dafür haben sie einen der weltweit besten Trainer hinzugewonnen: Jürgen Wagner ist zuständig für das Athletiktraining bei Thole/Wickler. Der Mann, der schon Julius Brink und Jonas Reckermann in London 2012 und auch Laura Ludwig und Kira Walkenhorst 2016 zu Olympiasiegern formte.
Nach dem nun vielversprechenden Saisonstart in Den Haag bekommen Julius Thole und Clemens Wickler „ein paar Tage frei“, sagt ihr Trainer Martin Olejnak. Am kommenden Wochenende fliegen sie nach Fuerteventura ins Trainingslager, zwei weitere werden noch folgen, bevor im März in Doha das nächste Vier-Sterne-Event der Weltserie ansteht.

Das deutsche Fan-Quartett wird dann wohl eher nicht nochmal mit dabei sein. Schließlich war der Ausflug nach Holland eher das Ergebnis einer spontanen Idee. Über Nacht reisten Anna Behlen und ihre zwei Brüder mit einem Kumpel aus Kiel an. „So um 2 Uhr haben mich die Jungs in Hamburg eingesammelt. Wir sind um 7.15 Uhr angekommen und haben uns dann erstmal ums Frühstück gekümmert. Wir hatten einfach Bock drauf. Das war eine spontane, ziemlich verrückte Idee. Wir wollen uns und die Jungs schonmal auf Hamburg und die WM einstimmen“, sagt Behlen, die in der vergangenen Saison selbst zwei Medaillen auf der FIVB World Tour gewann – und sich offenbar auch in der Fan-Rolle wohl fühlt.

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