Ein Ziel vor Augen

FIVB Open Xiamen - Gruppenphase

Chantal Laboureur und Julia Sude sind die Vielspieler unter den deutschen Teams. Das FIVB Open in Xiamen ist ihr fünfzehnter Turnierstart in dieser Saison. Und bisher geht ihre Strategie voll auf, auch wenn es zu ihrem Ziel Olympia in Rio noch ein langer Weg ist.

In China begonnen, nun wieder in China

In China starteten Chantal Laboureur und Julia Sude in die Saison. Beim Open in Fuzhou holten sie gleich zum Saisonbeginn Silber und legten so den Grundstein für ein erfolgreiches, aber mindestens genauso strapaziöses Spieljahr. Jetzt sind Laboureur und Sude wieder in China und stehen beim FIVB Open in Xiamen nach einem Sieg und einer Niederlage auf Platz zwei ihrer Gruppe F. Im abschließenden Spiel gegen die Schweizer Betschart/Eiholzer können sie in der Nacht zum Freitag (3.40 Uhr MEZ) den Einzug in die K.-o.-Phase perfekt machen.

Sowohl physisch als auch psychisch würden sie bisher noch nichts von der langen Saison merken, sagte Laboureur vor dem Turnierstart, der allerdings nicht so verlief, wie geplant. Gegen die Qualifikantinnen Teresa Mersmann und Schneider wurde es ein erwartet knappes Spiel, mit dem besseren Ausgang (21:16, 19:21, 12:15) für die deutschen Meisterschaftszweiten Mersmann und Schneider, gegen die sie in Timmendorfer Strand noch gewonnen hatten.

Jedes Turnier eine Chance


Kein anderes deutsches Team hat so viele internationale Turniere in den Knochen wie die Stuttgarterinnen; Xiamen ist bereits ihr fünfzehnter Start. Nur einer davon, die Deutsche Meisterschaft am Timmendorfer Strand, war auf heimischen Boden. Und im Anschluss an das Turnier in China geht es für sie ohne Zwischenstopp direkt nach Fort Lauderdale in die USA zu den World Tour Finals.

Sie sind enormen Belastungen ausgesetzt: Spiele, Reisen und die vielen Zeitumstellungen sind Herausforderungen, die sie mit einem Ziel vor Augen überstehen: „Jedes Turnier kann eine Chance sein, sich für die olympischen Spiele zu qualifizieren“, sagt Laboureur.

Langer Weg nach Rio

Die Ausdauer, die sie und ihre Partnerin an den Tag legen, ist bemerkenswert. Ein kalkuliertes Risiko geht das Vielspieler-Duo ein. Solange aber die Ergebnisse stimmen, geht die Rechnung auf. Momentan stehen sie als zweites deutsches Team hinter Laura Ludwig/Kira Walkenhorst und vor Katrin Holtwick/Ilka Semmler auf Platz zehn der vorläufigen olympischen Qualifikationsliste. Das würde zum Start in Rio berechtigen und den Traum verwirklichen.

Aber noch ist nichts in trockenen Tüchern. Auf der „Road to Rio“ werden noch einige Turniere gespielt. Stichtag für die Rangliste ist erst der 12. Juni 2016. Wer sich jetzt verpokert und zu viele Kräfte liegen lässt, der könnte es hinten raus, in der womöglich entscheidenden Phase, schwer haben.

Solche Energieleistungen, wie die von Laboureur und Sude, sind immer das Ergebnis von hartem Training. Aber sicherlich schadet es auf einem langen Weg nicht, ein Ziel vor Augen zu haben. Ob das Duo mit einem guten Ergebnis in China seinem Ziel näher kommt, entscheidet sich mit Beginn der K.-o.-Phase in Xiamen.

Alle Infos zum FIVB Open in Xiamen gibt es hier

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