Eindrücke aus dem Olympischen Dorf

Youth Olympic Games

Filip John und Lukas Pfretzschner halten die deutsche Fahne im Beach-Volleyball-Wettbewerb der Youth Olympic Games hoch. Seit gut einer Woche leben der 17-jährige John und der 18-jährige Pfretzschner nunmehr in Buenos Aires. Ein Auszug aus dem Leben im Olympischen Dorf.

Gruppensieg - zwei Tage frei

Durch den ungefährdeten 2:0-Sieg (21:3, 21:9) gegen Enrico Louraine/Micah Glasgow vom Inselstaat aus der Karibik St. Vincent und die Grenadinen, haben Filip John und Lukas Pfretzschner gestern den Gruppensieg perfekt gemacht. Weil heute noch die vier verbleibenden Gruppen im Männerturnier ihren letzten Spieltag durchführen und sich die Gruppensieger direkt für das Achtelfinale qualifizieren, können sich die jungen Deutschen noch auf einen weiteren freien Tag freuen. Am Sonntag werden sie dann auf einen Gewinner aus einem Duell eines Gruppenzweiten und –dritten treffen.

Neben den Deutschen zählen die U19-Weltmeister Veretiuk/Shekunov aus Russland, die Polen Poznanski/Miszczuk (5. U19-WM), die Zwillingsbrüder Bello/Bello aus England (5. U19-WM), das indonesische Team Bintang/Danang (5. U19-WM), sowie die Holländer (7. U20-EM), Brasilianer (9. U19-WM), Australier (9. U19-WM) und Ungarn (9. U19-WM) zu den Favoriten im Turnier. Bei viel Lospech könnten im Achtelfinale bereits die Teams aus Polen, Brasilien oder Australien warten. Diese Teams sind entweder Zweiter oder Dritter in ihrer Gruppe geworden.

So etwas lernt man nur im Zirkus

Die zwei freien Tage, bevor es wieder sportlich ernst wird, können John/Pfretzschner beispielsweise nutzen, um an einer der vielen angebotenen Aktivitäten im Olympischen Dorf teilzunehmen. „Es passieren sehr viele Sachen im Olympischen Dorf. Speziell das 'Learn&Share Programm' wird sehr groß geschrieben. Das bedeutet, dass die Athleten sich nicht nur im Wettkampf messen und sich sportlich weiterentwickeln, sondern eben auch in den kulturellen und sozialen Aspekten ihren Horizont erweitern. Es gibt jeden Tag ca. 50 neue Aktivitäten – das geht von Graffiti-Sprühen und Streetart über Life-Painting und Floßbau bis hin zu einem Zirkus, dem man beitreten kann, und dann wirklich Zirkusattraktionen, wie beispielsweise Jonglieren erlernen kann. Außerdem kann man seinen Körper durchchecken lassen auf irgendwelche muskuläre Baustellen. Das ist wirklich sehr cool“, sagt Pfretzschner.

Passend zu all diesen Aktivitäten haben alle Athleten noch einen USB-Stick bekommen. „Der heißt Yogger und ist mit Bluetooth kompatibel. Wenn man an Aktivitäten teilnimmt kann man Punkte sammeln und am Ende sogar noch Preise gewinnen“, erklärt Pfretzschner. Dann mal nichts wie los und an Aktivitäten teilnehmen, damit am Ende vielleicht nicht nur eine Medaille, sondern auch andere Preise herausspringen.

Die deutschen Beach-Volleyballer leben in einem 7er-Appartment. In der WG teilen sie sich die zwei Schlafräume mit einem Tischtennisspieler, einem Golfer, einem Segler, einem Wasserspringer und einem Fünfkämpfer. John und Pfretzschner finden das klasse: „Wir sind eine super Truppe und haben sehr viel Spaß auf dem Zimmer. Dadurch ergibt es sich automatisch, dass wir uns gegenseitig für die Sportarten der anderen interessieren. Das ist echt cool.“ Nun gilt es also die zwei freien Tage zu nutzen, um ihre Mitbewohner anzufeuern und das Aktivitäten-Punktekonto aufzufüllen. Am Sonntag wollen sie dann ins Viertelfinale einziehen. Wir drücken die Daumen.

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