Eine naheliegende Chance

Nationalteams

Das Turnier in Kühlungsborn will Nils Ehlers an der Seite von Max Karpa dazu nutzen, an seiner Technik im Block und Aufschlag zu arbeiten. Denn die Konstellation ist für beide Spieler nur eine kurze Zusammenarbeit, Nils Ehlers wird in Zukunft gemeinsam mit Lars Flüggen spielen.

Schwierige Entscheidungen

Der eine etatmäßige Partner musste kurzfristig erkrankt absagen, der andere fällt mit einer Verletzung weiterhin aus: Max Karpa und Nils Ehlers versuchen in Kühlungsborn das Beste aus ihrer Situation zu machen. Während Karpa in Zukunft wieder mit Milan-Jonas Sievers zusammenspielen wird, muss sich Nils Ehlers an einen Abwehrspieler hinter sich gewöhnen. Weil Markus Böckermann zum Ende der Saison seine Karriere beendet, ist noch einmal Bewegung in den deutschen Herren-Bereich gekommen: Lars Flüggen brauchte einen neuen Partner, in Ehlers wurde er fündig. „Lars ist auf mich zugekommen und hat mich gefragt. Ich habe mich dann mit unseren Trainern abgesprochen und auch mit Lorenz geredet. Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, weil Lorenz und ich auf einem guten Weg waren und hart gearbeitet haben“, erklärt Ehlers.

Bisher hatten Schümann und Ehlers in der Saison zu kämpfen, zuletzt zeigte der Trend aber noch oben. „Letztlich war es eher eine Entscheidung für Lars, als gegen Lorenz,“ sagt Ehlers deswegen auch. Verletzungen hatten in den letzten Wochen Starts von Ehlers/Schümann ohnehin verhindert, Ehlers ist nun aber wieder fit. Das Problem: Sein neuer Partner Flüggen ist es noch nicht. Er laboriert weiterhin an einer Verletzung an der Hand. „Wann wir das erste Mal zusammenspielen, hängt vom Finger von Lars ab. Dadurch, dass es seine Schlaghand ist, ist das etwas schwieriger. Wir hoffen, in Wien an den Start gehen zu können,“ so Ehlers. Das dritte Event der Beach Major Series beginnt in knapp zwei Wochen.

Die ersten Turnier der Olympia-Qualifikation steigen im September

Der Wechsel mitten in der Saison ist eher ungewöhnlich, eine gezielte Vorbereitung fehlt komplett. Dass Ehlers und Flüggen trotzdem ab sofort miteinander arbeiten, hängt auch damit zusammen, dass die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 bereits im September startet. „Wir hatten überlegt, bis Timmendorf zu warten. Dann haben wir uns aber für den sportlichen Aspekt entschieden, weil wir möglichst früh viel trainieren wollen“, erklärt Ehlers. Möglichst viel gemeinsame Spielpraxis sammeln, um die verpasste Vorbereitung nachzuholen und pünktlich für den Herbst fit zu sein. Für den 24-jährigen Ehlers ist die Teilnahme an Olympia damit möglicherweise etwas näher gerückt, hat er nun schließlich einen erfahrenen Spieler an seiner Seite, der weiß, wie es ist, sich für die Spiele zu qualifizieren. Eine Chance, die er sich wohl nicht entgehen lassen wollte.

Verletzt am Rand

Leidtragender der Geschichte ist Ehlers bisheriger Partner Lorenz Schümann. „Für ihn ist die Konstellation natürlich sehr schwierig, weil er momentan verletzt ist und wir mitten in der Saison sind. Er muss jetzt erst einmal schauen, dass er körperlich fit wird“, erklärt Eric Koreng, Bundestrainer der Herren. Denn selbst wenn Schümann kurzfristig einen Partner finden würde – die Frage ist, ob er in diesem Jahr noch so fit wird, dass er noch einmal voll angreifen kann. 

Damit ist „für Lorenz das Ziel Olympia 2020 jetzt ein Stück weiter weggerückt“, denkt Koreng. Denn das Projekt „Tokio“ wollte Schümann mit Ehlers angehen. Auch wenn die Trennung nicht mitten im Sommer gekommen wäre, wird es nun schwierig einen adäquaten Ersatz für Ehlers zu finden, der diese Ansprüche erfüllt. 

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