EM-Gold für Ludwig/Walkenhorst

EM-Klagenfurt: Finale

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gewinnen ihren ersten gemeinsam EM-Titel. In sieben Partien demonstrieren sie eine neue Stärke, die aufzeigt wo die Reise für die beiden Athletinnen noch hingehen kann.

Hier wollte ich schon immer mal gewinnen

Der Stadionsprecher hatte seine liebe Mühe, Laura Ludwig zurückzuhalten. „Moment noch, Laura, die Flasche bitte noch zulassen“, wiederholte er. Unwillig ließ die Hamburger Beach-Volleyballerin die übergroße Sektflasche wieder sinken, die sie gerade freudig zu schütteln begonnen hatte. Dabei gab es doch so einen guten Grund sie zu öffnen, und den Inhalt in Fontänen über den Center Court spritzen zu lassen: Ludwig hatte gerade die Europameisterschaft im Beachvolleyball-Mekka Klagenfurt gewonnen.

Es ist ihr drittes EM-Gold, aber das erste mit Partnerin Kira Walkenhorst. Vor einer Woche hatte das Duo bereits Gold beim Grand Slam in Yokohama geholt „Aber hier wollte ich schon immer mal gewinnen, ihr seid unglaublich“, sagte Ludwig an die Zuschauer gewandt. Das HSV-Duo wurde von den 8.000 Beachvolleyball-Fans im voll besetzten Stadion beinahe so gefeiert, als würde es sich um ein österreichisches Team handeln. Dieser Ritterschlag gebührt nur ganz wenigen ausländischen Duos in Klagenfurt. Ludwig/Walkenhorst hatten sich diese Unterstützung allerdings auch verdient. Spätestens im Halbfinale gegen die Slowakinnen Dominika Nestarcova und Natalia Dubovcova nahmen sie sie durch ihre beherzten Abwehraktionen auch noch die letzten unentschlossenen Seelen im Publikum für sich ein. „Wahnsinn, was die spielen. Das gibt es doch nicht“, raunten immer wieder Zuschauer, die sich an den vergangenen fünf Tagen auf den Tribünen eingefunden hatten.

Transformation nach der WM

Sieben Siege zählten die deutschen Nationalspielerinnen aus sieben Spielen, nur einen Satz mussten sich auf dem Weg zum Titel abgeben. Das Finale entschieden sie 2:0 (21:18, 21:18) gegen die Russinnen Evgeniya Ukolova und Ekaterina Birlova. Es ist noch gar nicht so lange her, da erlebten Ludwig/Walkenhorst ein weniger erfreuliches Aufeinandertreffen mit den Russinnen. Bei der Weltmeisterschaft im Juni unterlagen sie Ukolova/Birlova deutlich 16:21, 16:21 und mussten sich mit Platz 17 aus den Niederlanden verabschieden. Und auch gegen Nestarcova/Dubovcova hatten sie dort verloren. Die beiden Hamburgerinnen traten in Kärntens Landeshauptstadt allerdings als ein völlig anderes Duo auf. Mit entschlossenen Miene und aufrechter Haltung starteten sie in jede Partie, so als wüssten sie ganz genau, dass ihnen im europäischen Kräftemessen niemand das Wasser reichen könne – und so war es dann auch.

500 Weltranglistenpunkte haben Ludwig/Walkenhorst durch den Titel erspielt, dadurch wächst ihr Vorsprung auf die drei anderen deutschen Damenteams noch weiter an im Kampf um die Olympiaqualifikation. Laura Ludwig wurde außerdem zur wertvollsten Spielerin gekürt, und nachdem die letzten Töne der Nationalhymne waren, durfte sie dann auch die Sektflasche öffnen und diesen Triumph angemessen begießen.

Mehr über die Spiele mit deutscher Beteiligung und alle Infos rund um die EM findet ihr in unserem Special.

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