Emotionale Momente für Margareta Kozuch und Laura Ludwig

World Tour Finale

„Als Laura den letzten Cut spielt und das Ding beendet war”, sagt Maggie Kozuch, „wusste ich gar nicht, springe ich jetzt in die Luft oder lass ich mich in den Sand fallen.”

Es war ein großer Moment am Sonntag Abend im Foro Italico in Rom, als Margareta Kozuch und Laura Ludwig das World Tour Final gewonnen (2:0 im Endspiel gegen die Brasilianerinnen Agatha/Duda) hatten. „Als Laura den letzten Cut spielt und das Ding beendet war”, sagt Maggie Kozuch, „wusste ich gar nicht, springe ich jetzt in die Luft oder lass ich mich in den Sand fallen.” Sie war einfach überwältigt und hat es auch zwei Tage später noch nicht richtig verarbeitet. Gerade ist sie noch in Mailand und genießt ein paar freie Tage, all die Glückwünsch-Nachrichten über die verschiedensten Social Media Kanäle hat sie noch gar nicht gelesen. Entsprechend dauerte es auch, bis sie von dem emotionalen Post Laura Ludwigs erfahren hat. Der so persönlich und bezeichnend für die letzten Monate ist, dass man ihn in Ruhe lesen muss:

Liebe Maggie,

Jeder Sieg ist besonders, aber mit Dir zum ersten Mal in einem großen Finale zu stehen, das war ein Meilenstein. Nicht nur der Sieg, die Emotion, die Freude und die Erleichterung bleiben, sondern vor allem, Dich an meiner Seite so spielen zu sehen, wie Du es im Finale getan hast. Du bist so viel sicherer geworden und das in einem derart wichtigen Match zu zeigen, ist großartig: Wir hatten auch schwere Momente und der Zweifel lässt sich nicht immer verdrängen. Manchmal kommt er hoch und sagt: «Vielleicht ist Deine Zeit vorbei». Doch genau deshalb bin ich so stolz auf Dich und auf uns: Weil wir weitergekämpft haben, die ganze Saison lang. Uns durch die Qualis gequält haben und immer weitergearbeitet haben. Ich liebe einfach Wettkämpfe und zu sehen, was noch alles möglich ist, bedeutet die Welt für mich.

Danke Maggie
Laura

Am Dienstag hat Margareta Kozuch die Zeit gefunden, darauf zu antworten. Hier der Wortlaut:

Liebe Laura…

deine Worte gehen ins Herz. Alle Schwierigkeiten, Zweifel und unsere jeweilige Eigenart, Gespräche, meine Ängste und Unsicherheiten, deine Herausforderungen als Mama, jede harte Trainingseinheit, unser Mut, unsere Freude, Liebe, Begeisterung, das nötige Durchhaltevermögen, Kampf, Tränen und Enttäuschungen, die uns die Saison über begleitet haben, wie auch der Umgang mit unserer jahrelangen Verbundenheit auf freundschaftlicher Ebene...das Alles und noch viel mehr schwingt in dieser Medaille. 
Ich danke dir vor allem dafür, dass wir trotz aller Herausforderungen, immer wieder Hand in Hand auf’s Feld gegangen sind und gehen. #nevergiveup and trust the journey. Dieses Bild spricht Bände. 

Ich bin überwältigt.

Unter dem Post ist ein Foto zu sehen, dass die beiden in Rom auf dem Weg zum Center Court zeigt: „Das bedeutet mir sehr viel”, sagt sie. Es erinnert sie an einen Moment in Timmendorfer Strand. Sie hatten das Auftaktspiel gegen die Overländer-Zwillinge verloren und vor dem zweiten Match auf dem Weg zum Center Court haben sie kurz innegehalten, Hand in Hand, „und Laura hat mich ganz fest gedrückt und mir dann ganz tief in die Augen geschaut, das hat mich sehr erfüllt.” Ein Augenblick, ab dem so vieles anfing, richtig ineinander zu greifen. „Ich habe gespürt, dass sich alles richten wird, dass die Harmonie immer größer wird und wir Schritt für Schritt nach vorne kommen.”

Mit der Schulterverletzung kamen erneut Zweifel auf

Auch wenn es noch einen Rückschlag gab durch die Schulterverletzung, die sich Kozuch in Moskau zugezogen hatte. Da kamen wieder Zweifel auf: „Wirft mich das jetzt wieder zurück? Oder kann ich danach gleich wieder an dem Punkt weiter machen, an dem ich vorher war?” Letztlich ging es weiter nach vorn. In Timmendorf kamen sie ins Finale, in Rom, trotz der Auftaktniederlage gegen Borger/Sude, wurde es von Spiel zu Spiel besser Und Kozuch wirkte am Ende im Finale, als sei der allerletzte Schalter umgelegt worden. Endlich hatte sie sich selbst, ihrer Partnerin, ihren Trainern und allen Zweiflern beweisen können, welches Potenzial in ihr steckt.  

Ein gewaltiger Sprung im Qualifikations-Ranking

Mit dem Titelgewinn in Rom haben sie einen gewaltigen Sprung im Olympia-Qualifikationsranking gemacht. Die 1200 Ranglistenpunkte bringen Kozuch/Ludwig auf Platz 14, mit den insgesamt 5440 Punkten wären sie Stand heute für Tokio 2020 qualifiziert, genau wie Karla Borger und Julia Sude, die drei Plätze vor ihnen liegen und bei einem mehr gespielten Turnier auf 80 Zähler mehr (5520 Punkte) kommen. Anfang nächster Woche wird sich das Team wieder in Hamburg treffen und die kommenden Aufgaben planen.

Thole/Wickler dürfen für Tokio planen

Einen Platz bei Olympia in der japanischen Hauptstadt haben seit dem World Tour Final auch Julius Thole und Clemens Wickler sicher. Im Olympia-Ranking sind sie Fünfte mit 7040 Punkten bei den erforderlichen zwölf zu spielenden Turnieren. Nils Ehlers und Lars Flüggen müssen dagegen noch weiter fleißig Punkte sammeln. 4820 klingt gut, reicht aber nicht.

Auch in der Weltrangliste haben Thole/Wickler einen Satz gemacht. Hier liegen sie punktgleich mit den Brasilianern Alison/Alvaro Fihlo – beide Duos haben jeweils 5640 Punkte – auf Rang drei. Nur die Norweger Mol/Sorum (7840) und die russischen Weltmeister Krasilnikov/Stoyanovskiy (7040) haben noch mehr Zähler eingesammelt.

 

 

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