Erdmann/Matysik und Böckermann Flüggen verlieren zum EM-Auftakt

EM 2016 - Gruppenphase

Die beiden deutschen Nationalteams müssen den kräftezehrenden vergangenen Wochen zum EM-Auftakt ihren Tribut zollen. Auf Schützenhilfe aus dem eigenen Lager können sie im Kampf um die Olympiaqualifikation nicht hoffen - oder doch?

Auf dem Zahnfleisch in die Zielgerade

Eine Niederlage zum Auftakt. So haben Kay Matysik und Jonathan Erdmann sich den Start in die Beach-EM nicht vorgestellt. Gegen die Österreicher Alexander Huber und Robin Seidl verloren sie in drei Sätzen (15:21, 21:18, 14:16). "Wir haben einfach nicht das ganze Spiel über unsere Leistung gebracht", sagte Matysik. "Das Spiel hätten wir eigentlich gewinnen müssen." Für sie geht es erst morgen weiter. Es warten noch die Moskau-Sieger Nummerdor/Varenhorst und die Russen Liamin/Barsouk, die 2:1 gegen die Niederländer gewonnen haben.

Auch Markus Böckermann und Lars Flüggen haben ihr Auftaktspiel verloren. Sie scheiterten an den nationalen Kontrahenten Sebastian Fuchs und Stefan Windscheif (22:20, 17:21, 11:15). „Das war ein schwieriges Spiel“, sagte Böckermann (30). „Wir hatten relativ viel um die Ohren in den letzten Wochen und sind sicherlich körperlich ein bisschen mitgenommen.“


Turnierkalender jenseits der Realitäten

Die beiden deutschen Nationalteams belegen aktuell Rang 16 und 17 der Olympiarangliste, das sind die letzten beiden Plätze, die zum Start in Rio berechtigen. Um weiter Punkte zu sammeln, spielten sie in den vergangenen Wochen nahezu jedes vom Weltverband FIVB angebotene Turnier, was dazu führte, dass sie in den letzten fünf Wochen von Brasilien nach Russland, in die Türkei, die USA und wieder nach Russland reisten, bevor es mit der EM in der Schweiz erstmalig in etwas näher gelegene Gefilde ging. "Der Turnierkalender geht an allen Realitäten vorbei und ist für uns Sportler ungesund", beklagt Ilka Semmler.

Auf Schützenhilfe aus dem eigenen Lager konnten die deutschen Männer bislang auch nicht hoffen, das zeigte sich bereits beim Open in Cincinnati, als Erdmann/Matysik es nur als Gruppendritte hinter Alex Walkenhorst/Bennet Poniewaz und Tim Holler/David Poniewaz aus dem Pool schafften. "Eigentlich sollte es ihm Sinne des Verbandes sein, wenn Joni und Kay da als Erste rausgegangen wären", sagt Walkenhorst – gleiches gilt für das Spiel zwischen Böckermann/Flüggen und Fuchs/Windscheif bei der EM. In Deutschland sind die Teams aber anders als in Polen, der Schweiz oder den Niederlanden nicht in Nationalteams organisiert. Jeder kämpft für sich selbst und muss sich seine Ziel dementsprechend hart erarbeiten, was ja insgesamt gesehen dem Fair Play auch entgegenkommt.


Jeder kämpft für sich allein

"Ich mache mir auch keine Sorgen, dass die beiden Teams es schaffen, auch wenn sie gerade auf dem Zahnfleisch in die Zielgerade eingebogen sind", sagt Walkenhorst. Auch er konnte mit Interimspartner Bennet Poniewaz einen Sieg feiern. Sie gewannen 2:1 gegen die Russen Konstantin Semenov/Viacheslav Krasilnikov (21:11, 13:21, 17:15), die 180 Punkte vor Böckermann/Flüggen und Erdmann/Matysik auf Platz 15 der Olympiarangliste stehen. Also haben die Deutschen den Deutschen am ersten EM-Tag doch noch einen Hilfsdienst erwiesen.

  

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