Eric Stadie nimmt in St. Peter die World Tour ins Visier

sbt St. Peter-Ording

Mit einer Portion Nostalgie spielt der 20-jährige Eric Stadie in St. Peter-Ording an der Seite von Sebastian Fuchs. Hier hat er 2014 zum ersten Mal einen Cup gespielt, gleich die Quali geschafft – mit seinem älteren Bruder René. Diesmal weht für ihn ein ganz anderer Wind bei diesem Traditionsturnier.

Nostalgie in St. Peter-Ording

"Ich liebe den Wind", sagt Eric Stadie, "dann ist es kein Standard-Beach-Volleyball mehr." St. Peter-Ording ist sein Lieblingsturnier. Und dazu trägt nicht nur der Wind bei. Es sind insbesondere die schönen Erlebnisse, die er hier mit seinem fünf Jahre älteren Bruder René, durch welchen er überhaupt zum Volleyball gekommen ist, erfahren durfte. Mit ihm hat er 2014 hier zum ersten Mal einen Cup gespielt, die Quali gleich geschafft und dann auch noch den siebten Platz erreicht. "Wir waren in der Quali an acht gesetzt, hatten fünf Spiele an einem Tag und dann noch im Hauptfeld ein Spiel gewonnen, das war ganz besonders", erzählt Stadie. Er hätte auch gern weiter mit seinem Bruder gespielt, doch dieser hat sich trotz seines großen Talents – er spielte in der Halle in der Jugendnationalmannschaft – gegen den Leistungssport entschieden. "Ich bin ihm für dieses eine Jahr sehr dankbar", so Stadie.

Die internationale Bühne ruft

In St. Peter-Ording weht auch diesmal der Wind, doch es ist für den Nachwuchsathleten Eric Stadie ein ganz anderer als 2014. Hier geht es nicht darum, die Quali zu schaffen. Der Blick geht viel weiter nach vorn. "Ich will mich auf die World Tour ausrichten", berichtet er. Dass er das Zeug dazu hat, liegt auf der Hand. Seit seinem neunten Lebensjahr spielt er Volleyball, hat zahlreiche Jugendwettbewerbe erfolgreich gespielt, den U17-Bundespokal 2012 gewonnen, wurde auch für die internationalen Jugenmeisterschaften nominiert, ebenso für die U22-Europameisterschaft in diesem Jahr in Griechenland. "Er ist als Abwehrspieler sensationell, er hat den Kopf, den Fleiß, das Ziel, er will", lobt Bundestrainer Ahmann, "welche Bälle er einarmig noch kontrolliert, ist einfach hervorragend." Allerdings muss man schauen, ob Stadie sich im Angriff auf internationalem Niveau durchsetzen kann. "Der Angriff und die Punkteausbeute aus der Abwehr heraus sind noch ausbaufähig, aber er ist ja noch jung", so Ahmann.

Stadie auf Partnersuche

Da der bisheriger Partner Toni Hellmuth signalisiert hat, ihm reiche die smart beach tour aus, testet Stadie jetzt mögliche zukünftige Partner, mit denen er sein Ziel, sich in den nächsten vier Jahren auf der World Tour zu etablieren, in Angriff nehmen könnte. Sebastian Fuchs, mit dem er auch in St. Peter-Ording am Start ist, ist dabei sein Wunschkandidat.

Doch ob es bei diesem einen Turnier für die beiden Athleten bleibt oder ob sie ein neues Team werden, wird sich noch zeigen. Fuchs spielt die Saison mit Stefan Windscheif noch zu Ende. Windscheif allerdings feierte Reunion mit Jonathan Erdmann beim Klagenfurt Major. Wer mit wem – das wird ohnehin die große Frage sein, wo sich in diesem Jahr bei den Männern so viele Wechsel wie noch nie ergeben haben. Selbst Nachwuchs-Bundestrainer Jörg Ahmann hält sich da zurück: "Es ist eine Katastrophe bei den Männern in diesem Jahr, keiner findet in seinen Rhythmus, dann die vielen Verletzungen. Wir warten mal ab, wer nach Timmendorf gesund ist und wie wir dann die, die übrig bleiben, am besten zusammenbringen."

Dann schauen wir erst einmal, wie weit Fuchs/Stadie in St. Peter-Ording kommen. Diese Testphase läuft schon mal gut. Vor diesem Turnier haben Fuchs und Stadie in Kiel eine Woche erfolgreich zusammen trainiert. Und bei ihrem Auftaktspiel in St. Peter-Ording harmonierten sie sehr gut. So gut, dass es in jedem Fall Lust macht, mehr von diesem Team zu sehen.

> Alle Infos zum smart beach cup St. Peter Ording

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