"Es kann in Österreich genauso funktionieren"

Interview mit Christian Dau

Das Fazit des Pilotevents der Österreichischen Beach-Volleyballtour im September in Gmunden am Traunsee fällt sehr positiv aus. Wir haben mit Christian Dau, der mit der Agentur „sportsandevents.“ die Vermarktungsrechte innehat, über die neue Aufgabe und Beach-Volleyball in Österreich gesprochen.

Es war ein spannendes Projekt und eine neue Herausforderung: Die Agentur sportsandevents mit ihrem Inhaber Christian Dau an der Spitze entschied sich nach dem unfreiwilligen Ausstieg aus der smart beach tour Anfang des Jahres dafür, die Beach-Volleyball-Serie in Österreich zu professionalisieren und die Vermarktungsrechte zu übernehmen. Mit dem Turnier Anfang September in Gmunden am Traunsee hat sie gezeigt, wie eine nationale Beach-Volleyballtour in unserem Nachbarland in Zukunft aussehen könnte, und möchte die Anzahl der Events im kommenden Jahr steigern.

Guten Tag Herr Dau, haben Sie noch etwas Sand in den Schuhen von den „Austrian Beach Championships“ oder stecken Sie längst bis über beide Ohren in anderen Projekten?

Christian Dau: "Wir bemühen uns, Partner für die ABC Tour 2014 zu finden, in Gmunden ist uns das gelungen. Nun gilt es für die ganze Tour erfolgreich zu sein. Wir können und möchten da nach wie vor nichts versprechen, das wissen auch die Spieler und Verantwortlichen. Das haben wir immer offen kommuniziert. Wir verlieren aber das Ziel, möglichst fünf Events in Österreich zu etablieren, nicht aus den Augen. Interesse ist nach dem gelungenen Piloten wieder da, Vertrauen auch, das war in Österreich eine Zeit weg. Jetzt muss aber der Titelsponsor gefunden werden. Interessierte Orte und weitere Interessenten würde es geben."

 

Wie ist Ihr Fazit und das Ihrer Partner nach dem Event in Gmunden und mit Blick auf das nächste Jahr?

"Aus dem Stand erreichten wir rund neun Millionen Kontakte in Gmunden. Somit sind unsere Ziele von ca. 100 Mio. Kontakten auf fünf Events inklusive der offiziellen Beach-Volleyball Staatsmeisterschaften in medial viel größeren Städten wie Graz, Wien, etc. und 100.000 Direktkontakte pro Saison im ersten Tourjahr durchaus realistisch. Für einen potenziellen Titelsponsor erreichen wir somit attraktive TKPs bei den angedachten Paketpreisen.

In Deutschland waren wir bei neun Events bei einer halben Milliarde, aber auch nicht in Jahr eins. Zudem ist die Medienlandschaft in Österreich schon kleiner, auch von den machbaren Reichweiten. Die Vorstellung, ein Turnier in Wien auf der Donauinsel oder im Museumsquartier zu haben, wäre gigantisch und für jedes Unternehmen attraktiv.

Wir suchen demnach nur noch das Unternehmen, dass sich dies und die rund Direktkontakte, sowie die einzigartige Plattform in Österreich gerne als Titelpartner zu nutzen machen möchte. Dann steht nach 2006 der Neuauflage der ranghöchsten Beach-Volleyball Tour des Österreichischen Volleyball-Verbandes durch Österreichs Städte nach dem Tourmotto BEACH, CITY, MOUNTAIN nicht mehr viel im Wege. Für die Österreichischen Teams und den Sport würde es uns freuen."

Wie schätzen Sie das sportliche Niveau und die Verbreitung von Beach-Volleyball in Österreich im Vergleich zu Deutschland ein?

"Das ist in Deutschland insgesamt sicherlich höher, aber auch bei den Spitzenteams können die Österreicher mithalten, die spielen immer eine Rolle auf der World Tour und sind z.B. bei den Frauen durch die "Schwaiger Sisters" aktuell Europameister. Auch Top Teams sind in Gmunden am Start gewesen. Mit dem Auge des allgemeinen Zuschauers wird dieser Qualitätsunterschied auf den Events nur schwer sichtbar sein. Von daher kann es in Österreich genauso funktionieren. Die Österreicher sind schon sehr begeisterungsfähig für den Sport."

 

Sie erwähnten gerade schon, dass die Medienlandschaft in Österreich eine andere ist. Was sind ansonsten die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem österreichischen Markt?

"Der ist mal einfach vieeeeeel kleiner und die Unternehmen haben kleinere Budgets. Zudem gibt es in Österreich noch keine richtige Sponsoring Kultur bzw. das Thema findet nicht so eine Akzeptanz bei den Unternehmen. Daher ist es schwieriger, hier Überzeugungsarbeit zu leisten. Zumal es das außergewöhnliche Event in Klagenfurt gibt, mit dem wir uns nicht vergleichen möchten, es bei Kunden aber natürlich diese Assoziation gibt, was Beach-Volleyball in Österreich heißt. Ich denke ein bundesweiter Ansatz in Österreich kann auch interessant sein."

 

Eine letzte Frage zur Tour hierzulande: Wie ist der Stand der juristischen Auseinandersetzung mit dem Deutschen Volleyball Verband?

"Dazu möchte ich derzeit keine Auskunft geben."


Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei der Sponsorensuche!

 

 

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