FIVB bestätigt: Giombini ersetzt Orsi Toth bei Olympia

Olympische Spiele 2016

Was für ein Durcheinander im italienischen Beach-Volleyball. Zunächst sollte Rebecca Perry die wegen Dopings gesperrte Viktoria Orsi Toth bei den Olympischen Spielen ersetzen, jetzt wird es Laura Giombini.

Laura Gomberini startet mit Marta Menegatti für Italien 

Das Bild bleibt gleich, nur wird es die andere Spielerin. Nachdem die italienische Zeitung La Gazetta dello Sport sowie andere italienische und brasilianische Medien zunächst berichteten, dass Rebecca Perry, 27, die Italienerin Viktoria Orsi Toth bei den Olympischen Spielen ersetzen wird, ist es nun Laura Giombini, ebenfalls 27.

Die gebürtige US-Amerikanerin Perry, die seit Ende 2015 den italienischen Pass besitzt, sollte an der Seite von Marta Menegatti in Rio um Medaillen kämpfen, doch Perry, die erst seit 2016 mit Laura Giombini auf der FIVB World Tour aktiv ist, erfüllt die Kriterien nicht. "Sie muss an zwölf Events im Qualifikationsprozess teilgenommen haben, das hat sie aber nicht", erklärt FIVB-Pressesprecher Richard Baker. Die 1,83 Meter große Giombini erfüllt die Kriterien, sie ist seit 2010 mit mäßigem Erfolg auf der World Tour aktiv. Gemeinsam mit Perry war Giombini auch beim Klagenfurt Major angetreten. Dort schied das Duo in der ersten K.o.-Runde gegen Victoria Bieneck und Julia Großner aus. Inzwischen ist sie in Rio angekommen, ihr Start wurde vom Weltverband bestätigt.

Orsi Toth wegen Doping gesperrt

Warum eine Spielerin nachrückt und nicht ein komplettes Team, erklärt Baker so: "Es ist genau wie im Hallen-Volleyball, auch Beach-Volleyball ist ein Mannschaftssport, deshalb kann so eine Sperre nur eine einzelne Athletin betreffen und nicht das gesamte Team." Beach-Volleyball ist durch die geringe Teamgröße eine Besonderheit, in der Leichtathletik beträfe es nur einen Sportler, im Fußball oder Hallen-Volleyball würde auch nicht das gesamte Team ausgeschlossen, wenn ein Spieler ausfällt. Dennoch kann man diese Entscheidung auch durchaus kritisch betrachten, da der gesamte Qualifikationsprozess darauf ausgelegt war, dass Punkte nur im Team gesammelt werden können. Andernfalls hätten beispielsweise die vom Verletzungspech verfolgten deutschen Athleten eventuell auch andere Möglichkeiten gehabt.

Orsi Toth war vom italienischen Verband gesperrt worden, weil sie am 19. Juli positiv auf Steroide getestet worden war. Menegatti/Giombini sind im Pool von Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die fassungslos auf den Dopingskandal reagierten. „Ich kann es nicht glauben“, sagte Ludwig kurz vor ihrem Abflug nach Rio. Die Hoffnung von Pata/Matauatu aus Vanuatu, die bei einer Disqualifikation des gesamten Teams hätten nachrücken können, sind damit gestorben. "Eigentlich müsste man das ganze Team sperren, weil es sich unter Einfluss von Doping qualifiziert hat", sagt Debbie Masauvakalo, die Präsidentin des Volleyball Verbandes in Vanuatu.

 

 

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