Geburtstags-Geschenke für Sven Winter – WM-Start mit Erdmann

WM 2019

Das bange Warten hat ein Ende: Die Wild Card für Erdmann/Winter bleibt erhalten. Damit beruhigt sich auch Winters schlechtes Gewissen.

Hin und her mit gutem Ausgang

Um 10.58 Uhr war es am Freitag morgen amtlich, da konnte Niclas Hildebrandt, Sportdirektor Beach im Deutschen Volleyball-Verband, Sven Winter und Jonathan Erdmann per Whatsappp mitteilen: „Ich habe die finale Bestätigung von Yu Cao erhalten – Erdmann/Winter sind sicher dabei. Haut rein.” Damit war klar: Die an Alexander Walkenhorst und Sven Winter ausgegebene Wild Card bleibt im Besitz des DVV und der kann für den verletzten Walkenhorst als Ersatzmann Jonathan Erdmann in die WM in Hamburg schicken. Alle Meldungen über den Einsatz von Erdmann waren bis dahin nicht amtlich abgesegnet. Denn es war ein langer formalistischer Weg für Hildebrand und Co., der geprägt war von Ungewissheiten.

Zum einen musste erst das „Health certicificate” von Alexander Walkenhorst vorliegen. Der hatte sich am Mittwoch einem Stresstest unterzogen, bei dem die Belastbarkeit seiner verletzten rechten Hand getestet wurde. Durch Drücken eines Balles auf die Außenseite des Handgelenkes wurde mittels Röntgenbilder gecheckt, inwieweit die Verletzung abgeklungen ist. Das Ergebnis war negativ: „Für die WM reicht es noch nicht”, sagte Walkenhorst, der aber wegen des Fronleichnam-Feiertages in NRW erst am Freitag morgen zum Arzt konnte. Als das Attest vorlag, wurde es dem FIVB-Event-Direktor für Beach-Volleyball, dem Chinesen Yu Cao, übermittelt, der endlich eine Entscheidung fällen konnte. Zu den Unwägbarkeiten hinter den Kulissen gehörte nämlich auch, dass sich die Nachrücker-Teams auf der Reserveliste Hoffnungen auf eine frei werdende Wild Card machten. Die eine oder andere Hoffnung kann sich noch erfüllen, da dem Vernehmen nach afrikanische Teams Schwierigkeiten bei der Visagenehmigung haben.

Das schlechte Gewissen war da

Dass alles kann jetzt vor allem Sven Winter egal sein. Der bekam am Freitag, an seinem 21. Geburtstag, als vielleicht schönstes Geschenk die Botschaft, in Hamburg spielen zu können. „Die letzten Tage waren schon hart”, sagt er. Der DVV habe es nicht mehr in der Hand gehabt, ob die Wild Card bei ihm bliebe, so Winter. Zudem würde ihn das schlechte Gewissen plagen, Schuld an der Verletzung seines Partners Walkenhorst zu haben: Bei einem 1+-Turnier auf Norderney waren sie zusammengerasselt. Winters Knie und Walkenhorsts Hand. „Ich dachte, ich muss zum Ball, der durch den Wind noch die Richtung änderte, dabei hatte ich nur den Ball und nicht Alex im Blick.” So sei es passiert. „Zum Glück gab es keine Schuldzuweisungen, aber der Frust war schon riesig, mehr für Alex, als für mich.”

Seit Dienstag trainiert Winter nun mit Jonathan Erdmann in Hamburg am Beach-Stützpunkt. Betreut werden sie weiterhin von dem Trainer-Trio Hans Voigt, Klaus-Martin Stuhlmann und Thomas Kaczmarek. Stuhlmann ist derzeit auch in Hamburg, dann geht es noch ein paar Tage nach Witten, bevor ab Mittwoch wieder die Zelte in Hamburg aufgeschlagen werden.

Keine Bedenken ob der Zusammenarbeit

Für Erdmann/Winter ist es das erste Mal, dass sie zusammenspielen. „Ich habe keine Bedenken, dass wir das gut hin kriegen”, sagt Winter. Allerdings stehen sie im Tennisstadion Rothenbaum vor großen Herausforderungen. Sie treffen in dieser Reihenfolge auf die Brasilianer Pedro Solberg/Vitor Felipe, dann auf die Weltranglisten-Ersten Mol/Sorum aus Norwegen und zum Schluss auf die Kubaner Gonzalez/Reyes. Erdmann hatte bereits einmal Berührungspunkte mit den Kubanern, als er beim Vier-Sterne-Turnier in Warschau vor gut einer Woche mit seinem eigentlichen Partner Max Betzien in der Qualifikation Gonzalez/Reyes glatt in zwei Sätzen (21:16, 21:12) bezwang.

„Einen Sieg brauchen wir in Hamburg in jedem Fall, um Weiterzukommen”, weiß Sven Winter. Um das möglichst gut hinzukriegen, hat er mit Erdmann auch an seinem 21. Geburtstag trainiert. Eine Einheit morgens, eine am späten Nachmittag, dann mit den Tschechen Perusic/Schweiner. Für Winter ist das Arbeiten auf dem Court an seinem Feiertag kein Verzicht auf Annehmlichkeiten: „Mit so starken Teams trainieren zu können, ist auch ein Geschenk.”

Aber auch Erdmann darf sich beschenkt fühlen. Hamburg wird die fünfte WM für den 31-Jährigen, der 2013 mit Kay Matysik in Stare Jablonki (POL) die Bronzemedaille gewann bei den Welttitelkämpfen. Mit Matysik wurde er zudem zwei Mal Deutscher Meister (2012 und 2014) und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London teil (9. Platz).

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