Gesteigertes Interesse an den Titelkämpfen im Schnee

Snow-Volleyball

In Oberstaufen wurden die Deutschen Meister im Snow-Volleyball ermittelt. Beide Titelträger kamen nicht unbeschadet auf den Thron.

Mehr Anmeldungen als erwartet

Die neuen Deutschen Meister im Snow-Volleyball stehen fest. Constanze Bieneck, Charlotta Werscheck und die Zwillingsschwestern Lena und Sarah Overländer bei den Frauen und das Quartett Benedikt Doranth, Julius Höfer, Tim Noack und Fabian Wagner bei den Männern durften sich in Oberstaufen bei den nationalen Titelkämpfen küren lassen. Zum dritten Mal fanden die Meisterschaften im Schnee statt, wieder mal an einem anderen Ort. Nach Winterberg und Willingen trafen sich jeweils acht Teams beider Geschlechter im Kurpark in Oberstaufen und durften sich sogar über 20 Zentimeter Neuschnee freuen. Am Ende gab es viele zufriedene Gesichter. DVV-Sportdirektor Niclas Hildebrand sagte: „Im ersten Jahr hatten wir gerade mal vier Teams am Start, jetzt hatten sich jeweils 13 Vierer-Teams angemeldet.” Das zeigt das Interesse an der neuen Volleyball-Variante, so Hildebrand, der sich vorstellen kann, auch im nächsten Jahr wieder in Oberstaufen spielen zu lassen: „Wir haben uns sehr wohl gefühlt hier.”

Für die neuen Titelträger gab es keinen Durchmarsch durch die DM-Spiele. Bei den Männern starteten Doranth/Höfer/Noack/Wagner mit einer Niederlage gleich im ersten Spiel. Dann kämpfte sich das Quartett, aus dem drei für den TSV Grafing und einer (Doranth) für den MTV München starteten, durch bis ins Finale. Dort standen auf der anderen Seite zwei Magdeburger (Philipp Collin und Gunnar Griep) und zwei Leipziger (Felix Glücklederer und Jannik Kühlborn), die ohne Niederlage ins Endspiel vorgestoßen waren. Dort hatten die Bayern die besseren Karten und siegten mit 15:9 und 15:8. Offenbar auch dank einer neuen Taktik, die sie aber nicht verraten wollten, wie Tim Noack erklärte: „Wir haben einen Tipp von einer anderen Mannschaft bekommen und sie damit im Halbfinale geschlagen. Dumm gelaufen für sie, aber wir haben diese Taktik auch im Endspiel eingesetzt und gewonnen.” Als Deutscher Meister haben Doranth/Höfer/Noack/Wagner nicht nur den Titel gewonnen, sondern auch einen Startplatz bei der Europameisterschaft in St. Anton. Den wollen sie auf jeden Fall nutzen, weshalb nicht mehr über die Taktik verraten wird, sagt Noack: „Da spielen ja noch andere deutschsprachige Teams.”

Frauen-Finale mit intensiven Ballwechseln

Auch bei den Frauen mussten die späteren Meister auf dem Weg zum Titel eine Niederlage einstecken. Bieneck/Werscheck und die Overländer-Zwillinge verloren ihr zweites Pool-Match, danach fanden sie ihren Rhythmus und standen am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Im Finale siegte das Quartett aus Berlin, Leverkusen und Voerde gegen Hoffmann/Peter/Schemel/Sperl (alle Neuseenland Volleys Markkleeberg) in einem spannenden Spiel mit 15:13 im Tie-Break. Lena Overländer, die einzige Spielerin, die bei allen Ausgaben der Snow-DM Gold gewinnen konnte, sagte: „Es war ein sehr intensives Finale mit umkämpften Ballwechsel. Zum Glück hatten wir die längere Luft und haben es am Ende gut gemacht.” Ob die Frauen-Meister auch bei der EM in Österreich vom 9. bis zum 12. April an den Start gehen können, ist noch offen. Gerade für die Overländer-Zwillinge läuft in dieser Phase bereits die Vorbereitung auf die Beach-Volleyball-Saison.

Hoher Besuch in Oberstaufen

Unter den Zuschauern in Oberstaufen war auch Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Hörmann zeigte sich angetan von den Spielen bei der Snow-Volleyball-DM: „Ich finde es ähnlich faszinierend wie Beach- oder Hallen-Volleyball. Insofern kann man sagen, dass es eine weitere interessante Ergänzung und schöne Abrundung des Gesamtportfolios für den Deutschen Volleyball Verband und damit auch Sportdeutschland ist.”

 

 

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