"Glückwunsch, Torten"

EM-Klagenfurt: Gruppenphase

Clemens Wickler feiert einen beeindruckenden Einstand in die Europameisterschaft. Jonathan Erdmann ist derart beseelt, dass er sogar die lautstarke Auseinandersetzung zwischen Adrian Carambula und Christian Garcia verpasst, die sich direkt neben ihm abspielt.

Richtig niedlich

Jonathan Erdmann konnte gar nicht aufhören zu grinsen. Der Blockspieler aus Berlin ist ohnehin für seine entspannte Art bekannt, am Mittwoch in Klagenfurt wirkte er aber regelrecht beschwingt. Erdmann, 27, hatte auch allen Grund zur Freude, zum einen hörte es ausgerechnet vor seinem Spiel endlich auf zu regnen, und die Sonne ließ sich auf Klagenfurts Nebencourts blicken. Vielmehr begeisterte Erdmann aber das klare 2:0 (21:17, 21:13), das er mit seinem erst 20 Jahre alten Interimspartner Clemens Wickler gegen die Griechen Kotsilianos/Zoupanis feiern konnte.

Besonders eindrucksvoll war das nahezu fehlerfreie Side-out von Wickler, das auch Erdmann lobte: „Er hat das schon im Training super gemacht, aber das eins zu eins im Spiel darzustellen, ist schon noch einmal etwas anderes“, sagte Erdmann. Wickler hingegen war noch nicht ganz zufrieden: „Ich war am Anfang ganz schön aufgeregt, die ersten Angriffe haben noch nicht so gut geklappt. Das habe ich im Training besser gemacht“, sagte er. Erdmann hingegen war selig: „Er hatte so viel Spaß, das war richtig niedlich.“ Ein bisschen fühlte er sich an seine ersten Jahre erinnert, als er von Kay Matysik an die Hand genommen wurde. „Kay hat mir da gute Tools mitgegeben. Ich habe richtig Lust, mit Clemens hier noch weiter an Block und Abwehr zu arbeiten, dann wird das sicher von Spiel zu Spiel immer besser“, sagte er.

Von Paulao gebremst

Erdmann/Wickler waren allerdings das einzige deutsche Männerduo, das einen souveränen EM-Auftakt hinlegte. Sebastian Fuchs/Thomas Kaczmarek und Markus Böckermann/Lars Flüggen hatten jeweils eine deutliche 0:2-Niederlage zu verzeichnen. Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif hatten erhebliche Probleme mit den an Rang 25 gesetzten Österreichern Tobias Winter und Lorenz Petutschnig. Erst im Tie-break konnten sie sich durchsetzen (21:14, 19:21, 15:11). Die Frauen zeigten hingegen fehlerfreie Auftritte. Alle vier Duos setzten sich ohne Satzverlust gegen ihre Kontrahentinnen durch, Chantal Laboureur und Julia Sude sind sogar jetzt schon Siegerinnen ihres Pools. „Glückwunsch, Torten“, sagte Erdmann, als er an ihnen vorbeiging.

Weniger liebevoll ging es sowohl in als auch nach dem Spiel zwischen Alex Ranghieri/Adrian Carambula und Francisco Marco/Christian Garcia zu. Schon während der Partie, die die Italiener deutlich 21:12, 21:17 gewannen, lamentierten die Spanier immer wieder über die Schiedsrichterentscheidungen und das Zuspiel Ranghieris. Carambula wurde das irgendwann zu bunt und er begann eine Diskussion mit Garcia, die der Unparteiische erst nach einigen Minuten beenden konnte. Nach dem Spiel war Garcia immer noch geladen und stürmte in Richtung Carambula, der sich gerade seine Schuhe anziehen wollte. Nur mit Mühe konnte Trainer Paulao den erregten Spanier stoppen. „Das gibt es doch nicht, hallo, wir sind hier beim Beach-Volleyball“, rief Ranghieri.

Als sich die Gemüter langsam wieder beruhigt hatten, kam Jonathan Erdmann vorbei geschlendert, das Grinsen immer noch im Gesicht.

Mehr über die Spiele mit deutscher Beteiligung und alle Infos rund um die EM findet ihr in unserem Special.

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