Gold für Ludwig/Walkenhorst beim Hamburg Major

smart Major Hamburg - Finaltag

Eine Tennisarena in Hamburg steht Kopf, Laura Ludwig und Kira Walkenhorst sei Dank: Das Duo holte in seiner Heimatstadt den Titel beim smart Major - und wenn sie und ihr Trainer Jürgen Wagner Recht behalten, werden sie wohl noch besser.

Ein Tennisstadion im Ausnahmezustand

Jürgen Wagner ist Perfektionist und als solcher nur schwer zufrieden zu stellen. Die vergangenen zwei Wochen aber dürften dem Headcoach des Beach-Volleyball Nationalteams Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gefallen haben: Nach deren Goldmedaille bei der Europameisterschaft in Biel vor einer Woche gewannen Ludwig und Walkenhorst nun auch den Titel beim smart Major in ihrer Heimatstadt Hamburg. Mit einem 2:1 (21:19, 19:21, 15:12) im Endspiel am Sonnabend über Agatha/Barbara aus Brasilien versetzten sie das Tennisstadion am Rothenbaum und die 8.000 Zuschauer in einen Ausnahmezustand.

„Das war grandios, die Atmosphäre war genial. So ein Turnier zu Hause, und wir gewinnen es auch noch: Was will man mehr?", erzählte eine vor Freude strahlende Ludwig. Und der Turniersieg beim ersten Stopp der Swatch Major Series zeigte vor allem, dass sie in der Lage sind, die momentan besten Teams der Welt zu schlagen. Die Teams von Setzliste eins bis vier standen in den Halbfinals des Turniers, Ludwig/Walkenhorst besiegten dort erst die dreifache Olympiasiegerin Kerri Walsh und deren Partnerin April Ross in einem packenden Match (2:1) und anschließend eben noch die aktuellen Weltmeisterinnen.


"Sie haben mich gekillt"

„Die EM hat viel Kraft gekostet, dann kommst du als Europameister nach Hamburg, hier ist so ein Medienrummel – da gehst du nicht einfach aufs Feld und spielst dein bestes Beach-Volleyball“, erzählt Wagner, als er über die ersten Turniertage spricht. Trotzdem ist sein Team ohne Satzverlust aus der Gruppenphase direkt ins Achtelfinale eingezogen, Ludwig/Walkenhorst ließen auch dort und im anschließenden Viertelfinale keinen Satzgewinn ihrer Gegner zu. Am Finaltag dann zeigte das Duo speziell in den Bereichen Aufschlag und Block-Abwehr eine Weltklasseleistung.

Das musste auch die im Finale unterlegene Agatha anerkennen: „Sie haben mich gekillt, haben so gut aufgeschlagen und mich ständig unter Druck gesetzt.“ Dazu kam die Blockarbeit von Walkenhorst – „Kira macht so viel Druck im Block, da gibt es momentan keine, die besser ist als sie“, sagt Wagner über seinen Schützling. Auch von Rückständen, und davon gab es in beiden Spielen einige, haben sich Ludwig und Walkenhorst nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Das A und O war, dass wir als Team zusammengehalten haben und uns auch in den schwierigen Situationen geholfen haben“, erzählte Walkenhorst.


Und sie werden wohl noch besser

„Wenn ich überlege, wie wir vor zwei Wochen in Moskau gespielt haben und wie wir jetzt spielen, dann haben wir uns schon enorm gesteigert. Wir kommen immer besser in unseren Spielrhythmus und können die Dinge, an denen wir im Winter gearbeitet haben, immer besser umsetzen“, so Walkenhorst. Die Blockspielerin und ihre Partnerin haben die perfektionistische Ader von ihrem Trainer schon verinnerlicht.

„In einigen Elementen sind wir schon da, wo wir hinwollen. Wenn wir jetzt noch Konstanz reinkriegen, dann sind wir für Rio auf dem richtigen Weg.“ Dort sieht Wagner die vier Teams, die in Hamburg in den Halbfinalspielen waren, auch ganz vorne – den ersten Härtetest dafür haben Laura Ludwig und Kira Walkenhorst in Hamburg bravourös gemeistert.

> Alle Infos rund um das smart Major in Hamburg auf der Turnierseite

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