Gold für Ludwig/Walkenhorst beim letzten Test vor Olympia

Klagenfurt Major

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gewinnen beim Klagenfurt Major ihre fünfte Goldmedaille in dieser Saison. Silber und Bronze gehen an die Schweiz.

Ludwig/Walkenhorst gewinnen letzten Test vor Olympia

Einen kurzen Ball schlug Laura Ludwig ins rechte Eck, dann riss sie die Arme in die Höhe. 15:11 stand es da im Finale des ersten Klagenfurt Major und die Siegerinnen heißen: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. „Es ist ein atemberaubendes Gefühl, hier noch einmal zu gewinnen vor Olympia“, jubelte Ludwig (30). „In Klagenfurt ist das immer noch einmal ein bisschen aufregender als bei den anderen Turnieren“, sagte sie. Seit Jahren ist Klagenfurt der populärste Stopp der internationalen Turnierserie mit Zuschauerzahlen, von denen andere Stationen der World Tour nur träumen können. Mehr als 130.000 Besucher finden sich jährlich bei dem Ausnahmeturnier am Wörthersee ein.

Vor einem Jahr gewannen Ludwig/Walkenhorst hier ihren ersten EM-Titel. Zum zweiten Mal hielten sie nun ein Paar Skier als Titelgeschenk in den Händen, den Winterurlaub mit Skiguide, den sie im Vorjahr gewannen, haben sie allerdings noch nicht geschafft, einzulösen. Stattdessen konzentrierten sie sich auf den Sand, was sich gelohnt hat, wenn man bedenkt, dass die beiden Athletinnen gerade  ihre fünfte Goldmedaille in dieser Saison geholt haben.

Den Titelgewinn in Klagenfurt mussten sich die zweifachen Europameisterinnen aber hart erarbeiten. 24:22, 14:21, 15:11 gewannen sie im Finale gegen die Schweizerinnen Nadine Zumkehr und Joana Heidrich, die stark aufspielten und die beiden Hamburgerinnen an ihre Grenzen trieben. Die Schweizerinnen waren überhaupt gut aufgelegt in Klagenfurt. Nina Betschart und Tanja Hüberli gewannen in einem packenden kleinen Finale gegen Gallay/Klug (ARG) Bronze und damit ihre erste World-Tour-Medaille überhaupt. Auch Isabel Forrer und Anouk Vergé-Dépré hätten es beinahe ins Halbfinale geschafft.

Starke Schweizerinnen in Klagenfurt

Fünf Matchbälle hatten die Schweizer Olympiateilnehmerinnen gegen Ludwig/Walkenhorst am Freitag, bevor die ihren ersten Matchball verwandelten und ins Halbfinale einzogen. „Das war eine gute Übung für das große Turnier, das jetzt kommt“, sagte Ludwig. Seit der Europameisterschaft Anfang Juni in der Schweiz stand das Hamburger Duo in jedem Halbfinale, und auch, wenn ihre ärgsten Kontrahentinnen aus Brasilien und den USA dieses Mal nicht in Klagenfurt gestartet sind, weil sie sich bereits in Rio vorbereiten, ist dieser letzte Titel vor den Olympischen Spielen für die deutschen Nationalspielerinnen richtungsweisend und gibt viel Selbstvertrauen. 

„Ich bin so froh, dass wir hier noch einmal gespielt haben, Klagenfurt ist immer ein Erlebnis, ich liebe euch“, brüllte Laura Ludwig in die Menge, die das Spiel am Center Court verfolgt hatte. Die Kulisse wird in der Geburtsstätte des Beach-Volleyballs in dem 12.000 Zuschauer fassenden Stadion an der Copacabana der in Klagenfurt um nichts nachstehen. Dort starten Ludwig/Walkenhorst am 7. August in den Wettbewerb. Abflug nach Rio ist am Dienstag.

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