Hamburg darf auf Beach-WM 2019 hoffen

Beach-WM Wien 28.07.2017 - 06.08.2017

Wenn schon eine Stunde vor Spielbeginn die Eingangstore wegen Überfüllung schließen: Warum die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Wien so ein großer Erfolg ist. Und Hamburg 2019 eine WM bekommen könnte.

Eine Stunde vor Spielbeginn und keine Chance auf einen Platz auf dem Gelände

Am regnerischen Sonntagmorgen mussten viele Fans enttäuscht abdrehen: Die Veranstalter schlossen das Gelände der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft auf der Donauinsel. Die Kapazität des 76.000 Quadratmeter großen und 26.000 Zuschauer fassenden Eventgeländes, das locker acht Fußballfelder einen Rahmen bieten könnte, war schon eine Stunde vor Spielbeginn erreicht.

Die mehrheitlich in rot-weiß-rot gekleideten Fans pilgerten in Richtung Center Court, der mit seinen 10.000 Sitzplätzen schon am ersten Spieltag eigentlich zu klein war. Vor diesem Hintergrund lässt sich sagen: Die Beach-WM in Österreichs Hauptstadt, das nach dem letzten Spiel am heutigen Sonntag 180.000 Besucher angezogen haben wird, ist ein voller Erfolg. Hannes Jagerhofer, 55, ist es wichtig, zu betonen, dass es sich dabei um „unique Visitors“ handelt. Heißt: Kein Besucher wird an einem Tag doppelt gezählt.


Ein Budget von 9,2 Millionen Euro

Der Österreicher hat sich als Ziehvater des Grand Slams in Klagenfurt einen Namen gemacht, vor drei Jahren die Beach Majors Company mit der dazugehörigen Swatch Major Series ins Leben gerufen –  in Wien hat er das Erlebnis Beach-Volleyball auf ein neues Level gehoben. Die extra produzierten Musikstücke heizen die Massen im Stadion an, in der sogenannten Trade Village gibt es etliche Attraktionen, die die Zuschauer beschäftigen, und sogar die Servietten haben das Branding der WM – es sind viele Kleinigkeiten, die diese WM so besonders machen. Das ließ er sich auch ordentlich was kosten: 9,2 Millionen Euro beträgt das Budget des Turniers.

Jagerhofer ist dafür bekannt, ein mutiger Mann zu sein. Doch als er das Konzept für die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften entwarf, wusste er selbst nicht so genau, ob das überhaupt klappen kann. „Wir haben eine brutale Werbung gemacht, haben alles an Kanälen aktiviert, was es gibt. Wir haben in der City riesige Plakate, an denen kommst du nicht vorbei. Sogar Alison hat auf seinem Instagram-Account ein Bild vom Schwarzenbergplatz gepostet, auf dem er auf einem riesigen Plakat zu sehen ist“, sagt Jagerhofer. 

Im Vorfeld des Turniers wurden TV-Spots geschaltet, im Radio liefen tagelang Trailer für das Event, mit dem Fernsehsender ORF und der auflagestarken Kronen-Zeitung hatte er starke Medienpartner zur Hand. Dass neun Tage lang sogar das Wetter mit- und das österreichische Duo Clemens Doppler/Alexander Horst groß aufspielte, spielte dem Event natürlich in die Karten: „Das ist ein großer Faktor, natürlich. Das schafft eine emotionale Verbundenheit zum Turnier. Man muss sich das alles als ein riesiges Puzzle vorstellen, wenn du die richtigen Puzzleteile zusammensetzen kannst, dann passt das.“


Hamburg braucht für WM 2019 eine neue Location

Und dieses Puzzle will Jagerhofer in zwei Jahren in Hamburg erneut zusammensetzen. „Es gibt Interesse der Stadt Hamburg, wir werden die Bewerbung sicherlich auch machen“, sagt Jagerhofer. In diesem Jahr wird die Hansestadt bereits das World Tour Final ausrichten, das vierte Turnier der diesjährigen Major-Series nach Stationen in Fort Lauderdale, Porec und Gstaad. Das Event speziell auf dem Gelände des Tennisstadions am Rothenbaum hat für ihn allerdings keine Zukunft.

„Wir brauchen eine unique Location, ich würde gerne irgendwo ans Wasser, vielleicht in der Nähe der Philharmonie“, sagt Jagerhofer, der sich in der Woche vor dem Turnier in Hamburg mit Vertretern der lokalen Politik auf Standortsuche begeben will.

Das letzte Wort hat in dem Punkt WM-Vergabe allerdings der Weltverband FIVB. „Die WM ist die Visitenkarte, das Aushängeschild der FIVB. Wir werden sehen, was der Verband damit macht. Die USA wird auch mal eine WM brauchen, das Interesse jedenfalls ist groß“, so Jagerhofer. Wenn ein Macher wie er allerdings einen Plan hat, dann ist es ihm auch zuzutrauen, den durchzusetzen. Hamburg und die deutschen Beach-Fans dürfen also berechtigte Hoffnungen auf die WM 2019 in Deutschland haben.

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