High Noon in Hamburg

smart Major Hamburg - Hauptfeld

Nach der Gruppenphase beim smart Major in Hamburg geht es in die K.o.-Runde, und die wird vor allem eins: richtig spannend. Denn in Böckermann/Flüggen und Erdmann/Matysik treffen die direkten Konkurrenten um ein Rio-Ticket aufeinander – die Sieger der Partie haben den Olympiastartplatz so gut wie sicher.

Erdmann/Matysik fast draußen und wieder mittendrin

Viel hat nicht gefehlt, und Jonathan Erdmann und Kay Matysik hätten die Olympiaqualifikation nicht mehr in der eigenen Hand gehabt. Hätten sie in einem der drei Spiele in der Gruppenphase nur einen Punkt weniger erzielt, wären sie bereits nicht mehr beim smart Major in Hamburg vertreten. So aber durften sie nach dem abschließenden 1:2 (21:18, 14:21, 11:15) gegen die Brasilianer Guto/Saymon, die zweite Niederlage in den drei Gruppenspielen, aufatmen und morgen Vormittag in der ersten K.o.-Runde weiterspielen.

Dort geht es nun ausgerechnet gegen die deutsche Konkurrenz um einen Olympiaplatz: Markus Böckermann und Lars Flüggen. Am Freitag um 12 Uhr treffen die Teams, die punktgleich auf den zwei letzten Plätze in der vorläufigen Olympiarangliste stehen, die eine direkte Rio-Teilnahme garantieren, aufeinander. Der Sieger der Partie hat das Rio-Ticket so gut wie sicher in der Tasche. „Wir wissen natürlich, dass viele auf dieses Spiel schauen werden, aber als Spieler muss man das außen vorlassen und ausblenden können. Das Team, das mit dieser besonderen Situation umzugehen weiß, wird das Spiel gewinnen“, sagt Jonathan Erdmann.

Ein Team jedenfalls scheidet mit Rang 17 in Hamburg aus und kann keine Punkte mehr sammeln, die für die Olympiaqualifikation zählen würden. Es kommt dann vor allem darauf an, wie die Mexikaner Ontiveros/Virgen abschneiden – kommen die nämlich ins Viertelfinale, schieben sie sich vor eines der deutschen Teams. Die Mexikaner spielen bereits in der Runde vor den Deutschen (11 Uhr) gegen die um vier Ränge schlechter gesetzten Brasilianer Álvaro Filho/Vitor Felipe. Und auch die Kanadier Josh Binstock und Sam Schachter haben noch eine geringe Chance, sich mit in das Rennen einzumischen. Dafür müssten sie in Hamburg aber aufs Podium.


„Sensationell, wie das Turnier hier angenommen wird“

Der Freitag in Hamburg wird also vor allem eines: richtig spannend. Dabei lief die Gruppenphase für die deutschen Herren insgesamt alles andere als optimal. Wie Erdmann/Matysik reichte auch dem Heimteam Markus Böckermann und Lars Flüggen ein Erfolg, um in das Single-Out des Turniers vorzustoßen. „Ich hoffe, dass wir morgen das Glück haben, das uns heute in den zwei knappen Spielen gefehlt hat“, so Flüggen. Die Hamburger spielten heute das erste Mal auf dem Center Court im Tennisstadion, Flüggen mag die Atmosphäre: „Das ist sensationell, wie das heute schon angenommen wird, da können wir uns auf die nächsten Tage freuen.“ Die zwei weiteren Männerteams Julius Thole/Lorenz Schümann und Bennet Poniewaz/Alexander Walkenhorst profitierten nicht von dem Heimbonus, sie blieben ohne Sieg und schieden aus.

Bei den Frauen war es auch nur ein Punkt, der über das Weiterkommen entschied: Eigentlich geht es ja beim Beach-Volleyball immer um zwei Punkte Vorsprung. Bieneck/Großner scheiterten am Donnerstag aber an einem Punkt. Ein einziger Punkt mehr und sie wären in die K.o.-Runde eingezogen. Doch durch das 11:15 im letzten Satz gegen Elize Maia/Duda konnten die Berlinerinnen sich für eine eigentlich sehr gute Leistung in der Gruppenphase nicht belohnen und schieden aus. Wer sich mit einem Blick auf das Poolranking wundert: Wenn in einer Gruppe drei Teams gleich viele Spiele gewonnen haben, greift der Dreiervergleich, dann zählen nur die Ergebnisse untereinander.

Ohne Bieneck/Großner, aber mit vier anderen deutschen Duos geht es am Freitag weiter. Laura Ludwig/Kira Walkenhorst und Karla Borger/Britta Büthe zogen ungeschlagen mit drei Siegen direkt ins Achtelfinale des Turniers ein, Katrin Holtwick und Ilka Semmler sowie Chantal Laboureur und Julia Sude (jeweils zwei Siege, eine Niederlage) schafften es als Gruppenzweite ebenfalls ungefährdet weiter, müssen aber in der ersten K.o.-Runde am Freitagmorgen (ab 9 Uhr) bereits spielen. Das Nationalduo Holtwick/Semmler (10 Uhr) trifft dann auf Humana-Paredes/Pischke aus Kanada, Laboureur/Sude spielen gegen Duda/Elize Maia aus Brasilien (9 Uhr). Auch für Holtwick/Semmler geht es noch um einen Olympiaplatz, da die direkte Konkurrenz Borger/Büthe aber bereits im Achtelfinale steht, müssten sie das Turnier gewinnen.

> Alle Infos rund um das smart Major in Hamburg auf der Turnierseite

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