Hitze, Regen und die Unwägbarkeiten einer Qualifikation

U21 Weltmeisterschaft 2019

Deutschland geht bei der U21 Weltmeisterschaft in Thailand mit vier Teams an den Start und muss dreimal in die Qualifikation – warum die Teams trotzdem gute Chancen auf vordere Platzierungen haben.

Deutsche Nachwuchstalente bei U21 WM in thailändischer Hitze

Für vier deutsche Nawuchsteams steht das Highlight der Saison an: Ab Dienstag nehmen Svenja Müller/Sarah Schulz, Marie Schieder/Hannah Ziemer, Robin Sowa/Lukas Pfretzschner und Filip John/Rudy Schneider an der U21 Weltmeisterschaft in Udon Thani, Thailand teil. Bereits vergangenen Freitag reisten sie mit ihrem Trainerteam am Turnierort an, um sich neben der spielerischen Vorbereitung auch an das thailändische Klima zu gewöhnen.

Die Frauen-Duos und das Frauenfeld

Svenja Müller/Sarah Schulz starten als einziges deutsches Team direkt im Hauptfeld. Sie spielten schon im vergangenen Jahr zusammen bei der U20 EM in Anapa und wurden dort Neunte. Zudem wurde Müller (Jahrgang 2001), die noch zwei Jahre in der U21 spielen darf, im vergangenen Jahr an der Seite von Lea Kunst U18 Europameisterin.

Mit 1,92 Metern und 1,85 Metern gehören Müller und Schulz zu den körperlich überlegenen Spielerinnen der WM. Sarah Schulz formuliert die Ziele des Duos: „Wir wären mit allem, was mindestens Platz neun ist, zufrieden, aber mehr wäre natürlich super.“ Vor zwei Wochen spielten sie als Vorbereitung auf der Techniker Beach Tour in Dresden – und überzeugten mit Rang neun. Ihnen ist bei der WM auf jeden Fall etwas zuzutrauen.

Neben Müller und Schulz gehen Marie Schieder/Hannah Ziemer in der Qualifikation an den Start, Schieder ist erst seit Kurzem aus einer Verletzungspause zurück. Im Frauenfeld kann man vier Favoritinnen ausmachen: Zu den größten zählen die Siegerinnen der Youth Olympic Games, Bocharova/Voronina aus Russland, sowie Alvarez/Carro aus Spanien, die 2018 Bronze bei der U22 Europameisterschaft gewannen. Aber auch die Niederländerinnen Schoon/van Driel (2. Platz U19 WM 2018) und die Brasilianerinnen Victoria/Vitoria (erstere U19-Weltmeisterin 2016) stellen zwei sehr starke Team dar.

Die Herren-Duos und das Männerfeld

Bei den Herren müssen sowohl Robin Sowa/Lukas Pfretzschner als auch Filip John/Rudy Schneider in der Qualifikation antreten. Sowa/Pfretzschner ist trotzdem weitaus mehr als der Einzug ins Hauptfeld zuzutrauen. Mit drei fünften Plätzen bei der Techniker Beach Tour spielten sie bisher eine starke Saison 2019, außerdem gewannen sie 2016 die U18 EM in Brünn. „Wir sind total gespannt und aufgeregt. An das Klima in Thailand müssen wir uns sicher erst gewöhnen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann geht da schon was. Aber erst einmal konzentrieren wir uns auf die erste Herausforderung: Die Qualifikation“, sagt Pfretzschner.

John und Schneider bestechen mit großem Potenzial. Filip John holte vergangenes Jahr bei der U21 WM mit Lukas Pfretzschner Silber sowie einen fünften Platz bei den Youth Olympic Games. Was ihr Schlüssel zum Erfolg sein dürfte, ist ihre Physis. John misst 2,04 Meter, Schneider verfügt wie sein Partner über eine sehr gute Sprungkraft – heißt: Sie können sie sich auch in Block und Abwehr abwechseln, was in der thailändischen Hitze sicherlich eine kräfteschonende Taktik ist. John sagt: „Unser Ziel ist es, unsere beste Leistung zu zeigen und die Hitze zu überleben. Natürlich wollen wir auch das Hauptfeld erreichen!“

Auch im Herrenfeld gibt neben den deutschen Duos vier Teams, die man zu den Favoriten zählen kann. Für Brasilien treten Renato/Rafael an, Renato gewann bereits vor zwei Jahren die U21 WM. Weitere Teams, die wahrscheinlich vorne mitspielen werden sind die Russen Ivanov/ Gorbenko, Ahman/Hellvig aus Schweden (Youth Olympic Games Sieger) und die Franzosen Platre/Faure (mehrere Medaillen bei internationalen Turnieren in den vergangenen Jahren).

Als Einzelspieler und Team wachsen

Betreut werdend die Teams vor Ort von Frauen-Nachwuchstrainer Jörg Ahmann, Herren-Nachwuchstrainer Kay Matysik und Sportdirektor Niclas Hildebrand. Als Physiotherapeut ist Jinan Al-Shok mit dabei. „Wir sind als eine der ersten Nationen hier. Einerseits weil wir mit drei Teams in der Qualifikation starten und andererseits, weil wir uns bestmöglich auf die klimatischen Herausforderungen einstellen wollen (Hitze, Regen, Turnier inmitten der Stadt auf einer Art Marktplatz).

Unsere Erwartungen sind vor allem an uns gerichtet, hier auch vor Ort unsere Potentiale zu entfalten und in den entscheidenden Momenten als Einzelspieler und Team zu wachsen. Für alle Spieler und Trainer der deutschen Delegation ist die U21 WM ein Highlight in dieser Saison, das wir in besten Erinnerungen halten wollen. Dazu zählt neben neuen kulturellen und sozialen Eindrücken vor allem auch sportlicher Erfolg“, sagt Matysik.

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