Holler und Wickler schlagen neues Kapitel gemeinsam auf

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Während der der Deutsche Volleyball-Verband noch nach einem passenden Konzept für eine erfolgreiche Zukunft im Beach-Volleyball sucht, hat sich ein neues Team bereits zusammengetan. Dass sich Clemens Wickler für seinen neuen Partner Tim Holler von Armin Dollinger trennt, war für ihn letztlich „eine Bauchentscheidung.“

Holler/Wickler vielversprechendes neues Team

Erst einmal musste er eine Klausur hinter sich bringen. Clemens Wickler war durch seinen Beruf und den gerade erst abgeschlossenen Urlaub im Stoff zwar etwas hinterher, geschrieben hat der BWL-Student die Arbeit aber trotzdem. Und ging hinterher auch mit einem guten Gefühl hinaus. „Ich denke, dass ich bestanden habe“, sagt der 21-Jährige. Jetzt kann sich der Beach-Volleyball Profi so gut es geht seiner Zukunft im Sand widmen, denn dort wird er zukünftig ein neues Kapitel aufschlagen und mit Tim Holler (25) spielen.

Diese neue Konstellation ist zumindest sehr vielversprechend: Holler machte schon mit Gold auf der FIVB World Tour Furore, und das, obwohl er gerade mal seit drei Jahren professionell spielt. Bei Wickler, der bereits die U19 Weltmeisterschaft gewann, sind sich viele Experten einig, dass er das größte Talent im Beach-Volleyball hierzulande ist und auch den nötigen Biss für eine Profikarriere mitbringt. Die Entscheidung, sich für Holler von seinem Partner Armin Dollinger zu trennen, mit dem er 2015 im zweiten gemeinsamen Partnerschaftsjahr Deutscher Meister wurde, „war gar nicht so einfach“, wie Wickler erzählt.

Traditionell werden die Karten nach einem Olympiazyklus ordentlich durchgemischt, und da bei den Männern in Markus Böckermann und Lars Flüggen sich sogar nur ein Team für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert hatte, erst recht. „Ich habe mich mit vielen Leuten zusammengesetzt und beraten. Aus dem Verband hat man mir auch signalisiert, dass man mich und Tim als Team unterstützen würde. Letztendlich war es eine Entscheidung aus dem Bauch heraus“, so Wickler.


Ein neues Umfeld finden, vorübergehend

Der DVV will seine Förderung im Beach-Volleyball neu aufstellen. Und auch wenn alles danach aussieht, dass der Verband dabei ein Zentralisierungssystem mit drei Stützpunkten mit jeweils einem zuständigen Bundestrainer (Männer, Frauen und Nachwuchs) anstrebt – wie das genau aussehen soll und wann das letztlich passieren wird, ist derzeit noch nicht ganz klar. „Das dauert wohl noch bis Januar, aber solange können wir ja nicht nicht trainieren“, erzählt Wickler. Gut möglich also, dass er und Holler sich ihren neuen Trainingsstützpunkt nur vorübergehend aufstellen – Standort, Trainer und Betreuer müssen gefunden werden.

„Wir werden an den Standort gehen, der den für uns besten Trainer bietet und bei dem wir am besten trainieren und uns verbessern können“, sagt Wickler. Für den U20-Europameister von 2014 steht nur fest, dass ihn aus seinem bisherigen Umfeld sein Trainer Markus Dieckmann und Manager Marc Stöckel erhalten bleiben sollen. Während Wickler zumindest schon einen Partner hat, ist sein ehemaliger Mitspieler Armin Dollinger noch nicht ganz so weit. „Ich führe natürlich Gespräche mit unterschiedlichen Spielern, da gibt es im Moment aber noch mehrere Optionen“, sagt er.

Der Blockspieler, der in der kommenden Woche seinen 26. Geburtstag feiert, ist verheirateter Familienvater und daher nicht ganz so ungebunden wie Wickler, würde aber auch den Stützpunkt wechseln, um weiter voll leistungssportlich spielen zu können. Und während Wickler sein BWL-Studium weiter vorantreibt, ist die Kommunikation mit seinem neuen Partner Tim Holler derzeit noch etwas kompliziert: Der weilt nämlich noch in den USA im wohlverdienten Urlaub.

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