Holtwick/Semmler holen Bronze beim Vitoria Open

FIVB World Tour Open Vitoria

Katrin Holtwick und Ilka Semmler können mit diesem Turnier sehr zufrieden sein. Sie holten ihr erstes Edelmetall der Saison. Im kleinen Finale setzten sie sich in drei Sätzen gegen Louise Bawden und Taliqua Clancy durch.

Gut performt und gewonnen

Die Fakten: 20:22, 21:17, 15:11, 50 Minuten, 400 Weltranglistenpunkte, 6000 US-Dollar Preisgeld, Bronze. "Was Borger/Büthe können, können wir schon lange" müssen sich Katrin Holtwick und Ilka Semmler gedacht haben – und holten ein Turnier nach Karla Borger und Britta Büthe ebenfalls Bronze, aber eben nicht in Rio, sondern in Vitoria.

Bei diesem umkämpften Match gegen Australien machte Semmler mit ihrer guten Blockarbeit den entscheidenden Unterschied auf dem Weg zum Sieg. "Wir spielen besonders gut, wenn wir im Pool Dritte geworden sind", sagte Holtwick. Semmler ergänzte: "Wir wollten diese Medaille unbedingt, denn unser letztes kleines Finale in Xiamen 2015 haben wir verloren. Diesmal wollten wir unbedingt gewinnen und haben bis zum Schluss gekämpft."

Für das Olympiaranking allerdings nutzt ihnen dieser Erfolg derzeit - außer für das Selbstbewusstsein - (noch) nichts. Karla Borger und Britta Büthe bauen den Vorsprung sogar leicht aus, da sie noch keine Streichergebnisse haben und die 300 Punkte für den fünften Platz voll auf ihr Konto gebucht werden. Sie kommen also von 4300 Punkten auf 4600. Holtwick/Semmler dagegen haben mehr als die 12 geforderten Turniere, die in die Wertung eingehen, gespielt und kriegen daher von den 400 in Vitoria erspielten Punkten nur 280 gutgeschrieben, weil 240 Punkte von einem 17. Rang (z.B. in Rio) abgezogen werden. So kommen sie nun von 4230 Punkten auf den neuen Punktestand von 4390. Anders wird es ab dem nächsten Turnier, denn von nun an haben auch Borger/Büthe die 12 Turniere voll und werden dann auch die schlechtesten Ergebnisse streichen müssen. >Hier geht es zu den Ranglisten

Den Rechenschieber mal beiseite gelegt – es kommt ja sicherlich noch einiges auf uns zu – und den Fokus wieder auf den sportlichen Erfolg gerichtet: Umso bedeutender dürfte die Bronzemedaille für das Team sein, wenn man bedenkt, dass das Duo von Trainer Tilo Backhaus etwa ein Jahr ohne das Podium und die Medaillen der FIVB auskommen musste. Das letzte Mal, als sich Holtwick/Semmler eine Medaille umhängen ließen, war 2014 beim Grand Slam im polnischen Stare Jablonki. "Wir freuen uns sehr und haben uns Spiel für Spiel gesteigert. Das ist das Schöne", sagte Holtwick und fuhr fort, "es ist noch früh in der Saison, die Leistung hier hat am Ende gestimmt. Ich bin stolz auf unser Team, auf alle, die dazugehören."

Gut performt, aber nicht gewonnen

Mit dem Sieg im kleinen Finale bescherten sich Holtwick/Semmler einen zufriedenstellenden Turnierabschluss, denn zuvor im Halbfinale gegen Kerri Walsh und April Ross aus den USA konnten sie ihren Gegnerinnen nicht wirklich gefährlich werden. Sie fanden einfach kein Mittel gegen die erfahrene und abgebrühte Kerri Walsh, ihre gut platzierten Shots – ob mit der rechten oder linken Hand – und ihre schnelle und athletische Partnerin Ross und verloren mit 19:21, 16:21. "Sie sind ein wirklich gutes Team, wir haben uns sehr hart auf dieses Match vorbereitet, vor allem nach Den Haag", sagte April Ross und spielte auf die Niederlage gegen die Deutschen beim Grand Slam 2014 an, "wir hatten ein solides Spiel und haben deswegen am Ende gewonnen." Während Ross sich beeindruckt zeigte, dass die Deutschen drei Teams im Viertelfinale hatten, ergänzte Kerri Walsh: "Sie machen uns besser."

Doppel-Gold für Brasilien

"In Brasilien gegen Brasilien um Gold spielen, das ist genau das, was wir wollen", sagte Kerri Walsh im Hinblick auf das Finale gegen Larissa/Talita. Doch Gold sollte es für die USA nicht werden, obwohl der erste Satz zunächst danach aussah. Walsh/Ross führten hoch, nutzten die anfängliche Nervosität der Brasilianerinnen aus. Doch diese drehten wieder auf und den Satz zum 22:20-Sieg, das Publikum drehte durch. Auch der zweite Satz ging an die fitter wirkenden Gastgeberinnen (21:19), welche Kerri Walsh im Sideout sehr gut unter Druck zu setzen wussten. Somit behielten Larissa/Talita im gesamten Turnier ihre weiße Weste an. In der Männerkonkurrenz blieb das Gold ebenfalls in Brasilien. Alison/Bruno erspielten sich den Turniersieg ungeschlagen und mit nur einem Satzverlust vor Nicolai/Lupo (Italien) und Brouwer/Meeuwsen (Niederlande).

> Alle Infos zum FIVB Open in Vitoria

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