„Ich habe die Entwicklung inzwischen akzeptiert“

Beach national

In Lorenz Schümann beendet ein weiterer Athlet seine Spitzensportler-Karriere. Nachdem er nach der Trennung von Nils Ehlers keinen passenden Partner mehr gefunden hatte, verfolgt er nun andere Pläne.

Eine Entscheidung, viele Folgen

Der Juli 2018 dürfte Lorenz Schümann noch länger in Erinnerung bleiben. Zum einen, weil er sich eine schwere Knieverletzung zuzog, die ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzen sollte. Zum anderen, weil er von einem Tag auf den nächsten seinen Partner verlor. Die Nachricht, dass Markus Böckermann mit sofortiger Wirkung vom internationalen Beach-Volleyball zurücktritt, hatte die deutschen Herren-Teams in Bewegung versetzt: Böckermanns damaliger Partner Lars Flüggen tat sich noch in der laufenden Saison mit Nils Ehlers zusammen, der dafür die Zusammenarbeit mit Schümann auflöste.

Aus der Sicht Ehlers´ ist es nachvollziehbar, auf die Erfahrung des Olympioniken Flüggen zu setzen. Auch wenn Trennungen zum Beach-Volleyball-Geschäft dazugehören, war es für Schümann dagegen ein „No-Go“, sich innerhalb einer Spielzeit zu trennen. Letztlich bedeutete das das Karriereende für den 26-Jährigen, denn Schümann gingen die Optionen aus.

Schümann hätte sich selbst hintenanstellen müssen

Ein Blockspieler, der sofort auf hohem Niveau einsatzbereit gewesen wäre, war zu keinem Zeitpunkt auf dem Markt. Und selbst wenn Schümann auf das Angebot der Bundestrainer, einen jüngeren Spieler an Weltniveau heranzuführen, eingegangen wäre: „Meine eigenen Ziele hätte ich nicht mehr verfolgen können. Vor ein paar Monaten hatte ich noch das Ziel Olympia, das war in weite Ferne gerückt“, sagt er. Mit ein paar Monaten Abstand hält der Kieler fest: „Es ist sehr schade, vor allem wie das alles gelaufen ist. Letztlich war da ja nichts freiwillig. Ich habe die Entwicklung inzwischen akzeptiert, auch wenn alles sehr schnell ging.“ Die Konsequenz daraus: „Meine professionelle Karriere ist damit beendet.“

Mittlerweile hat sich Schümann einen neuen Plan zurechtgelegt. Neben der Teilnahme an Olympischen Spielen hatte der 26-Jährige noch einen anderen Traum, den er sich jetzt erfüllen konnte: ein Medizinstudium. Seit Anfang Februar studiert er im lettischen Riga. Für den Sport ist dabei vorerst kein Platz mehr. „Beach-Volleyball ist auf Eis gelegt. Mal schauen, ob es im Sommer auf der deutschen Tour die Gelegenheit gibt, ein Turnier ´just for fun´ zu spielen“, sagt er. Das ist zwar weit davon entfernt, was er noch vor einem halben Jahr wollte. Aber es wirkt so, als hätte Lorenz Schümann mittlerweile seinen Frieden mit der Entwicklung gemacht.

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