Im fünften Anlauf den Turniersieg geholt

smart beach cup Jena 2016

Sandra Ittlinger und Yanina Weiland gewannen im fünften Anlauf ein Finale der smart beach tour und standen in Jena zum ersten Mal ganz oben auf dem Treppchen. „Das ist so schön“, sagt Yanina Weiland, „wir haben so hart darauf hingearbeitet.“ Bei den Männern triumphierten Julius Thole und Lorenz Schümann.

Überfordert mit dem Cup-Sieg

Sandra Ittlinger war sich nicht ganz sicher, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen sollte. „Was macht man nach einem Sieg?“, sagte sie und schaute fragend ihre Partnerin Yanina Weiland an. Die nahm sie an die Hand und drehte mit ihr eine Ehrenrunde über den Center Court in Jena, die Zuschauer standen noch immer auf ihren Plätzen und klatschten begeistert den Siegerinnen des smart beach cups zu. Zum fünften Mal standen sie in einem Finale der ranghöchsten nationalen Turnierserie, zum ersten Mal gewannen sie den Titel.

„Wenn man sich anschaut, wie wir im letzten Jahr in Hamburg gespielt haben und wie wir heute aufgetreten sind, ist das ein riesen Unterschied“, sagte Ittlinger, nachdem sie im Endspiel von Jena mit 2:0 (25:23, 25:18) gegen Katharina Culav und Sandra Seyfferth gewonnen hatten. Nervös waren sie noch immer, das sah man ihrem Spiel an: Nach gewonnenem ersten Satz verspielten sie im zweiten Durchgang eine 15:12-Führung, lagen nach einer Serie des Gegners sogar mit 15:16 hinten. Mit einer starken kämpferischen Leistung und dem unbedingten Siegeswillen aber drehten sie den Satz wieder zu ihren Gunsten.


Neuer Trainer war in Jena erstmals dabei

„Wenn man vor so einer tollen Kulisse nicht mehr nervös ist, wäre das doch traurig – dieses Kribbeln macht so ein Finale auch erst aus“, erzählt Ittlinger. Die beiden 22-Jährigen haben für ihre junge Karriere schon eine erstaunliche Finalroutine, von der sie in Jena jetzt profitierten. „Das ist so schön“, sagt Yanina Weiland, „wir haben so hart darauf hingearbeitet.“ Vor zwei Wochen wechselten sie ihren Trainer und arbeiten seitdem mit Vadimas Nikiforovas zusammen. Der 40-Jährige Litauer legte in den ersten Tagen seiner Tätigkeit im Berliner Sportforum mit seinem Team den Schwerpunkt auf die Block- und Abwehrarbeit. „Ich bin sehr zufrieden mit den Mädels. Dass sie etwas nervös waren ist normal in ihrem Alter. Sie müssen noch viel Erfahrung auf diesem Niveau sammeln“, so Nikiforovas.

„Er hat uns beigebracht, etwas frecher, dreckiger zu spielen. Nicht immer nur die Standardsituationen – Annahme, Zuspiel Angriff – zu suchen“, sagt Weiland. Auch das gehört zu einem Lernprozess eines jungen Teams, dass es seine Varianten erweitert. Bei Ittlinger/Weiland kommt jetzt auch noch die Erfahrung und das Selbstvertrauen dazu, in einem Finale einen Sieg landen zu können.

Die gleiche Erfahrung haben auch Julius Thole und Lorenz Schümann bei den Männern gemacht, die gewannen das hart umkämpfte Endspiel gegen Tim Holler und Marcus Popp im Tiebreak (16:21, 24:22, 18:16). Der 24-jährige Schümann gewann bereits im vergangenen Jahr in Jena (mit Valentin Begemann), Thole holte seinen ersten Turniersieg bei seiner ersten Finalteilnahme überhaupt. Überschwänglich konnten die beiden Hamburger aber nicht feiern, denn direkt im Anschluss an die Siegerehrung stiegen sie ins Auto, um zum Turnier der Swatch Major Series in Porec zu fahren. Mehr als 1.000 Kilometer müssen sie zurücklegen, um sich am Montag pünktlich um 14 Uhr für die Country Quota einzuschreiben. „Lorenz darf ab jetzt keinen Sekt mehr trinken. Er muss alleine fahren, ich habe keinen Führerschein“, erzählte Thole und packte den Pokal ins Auto.

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