Im Halbfinale trifft Deutschland auf Österreich

FIVB Open Doha - Finaltag

Alexander Huber und Robin Seidl stehen kurz vor dem ersten FIVB-Finale ihrer Karriere. Dabei müssen die Österreicher aber an Böckermann/Flüggen vorbei, die fest entschlossen sind, ihren Titel in Doha zu verteidigen.

Mehr als eine Bikini-Challenge

Was am Donnerstag im Sueno Beach Hotel in Side bereits ausgetragen wurde, wird heute auch in Katar Realität: Beim Doha Open kommt es zum Ländermatch Deutschland gegen Österreich. Markus Böckermann und Lars Flüggen spielen im Halbfinale um 15.05 Uhr (MEZ) gegen Alexander Huber und Robin Seidl. Am Donnerstag spielten im Showmatch im Rahmen der Beach Academy bereits Tim Kreuzer und Yannick Harms (GER) gegen das österreichische Nachwuchsteam Philipp Zabernig und Stefan Rieger (AUT). Am Ende setzte sich Team Germany knapp durch und bescherte dem Kontrahenten eine Trainingseinheit im Bikini.

Alexander Huber und Robin Seidl hoffen heute in Doha auf ein glücklicheres Ende. Das letzte Mal stand das Duo aus Kärnten vor fast drei Jahren im Halbfinale eines FIVB-Turnieres. Beim Grand Slam in Den Haag belegten Huber/Seidl im Juni 2013 den vierten Platz. Ihre bislang erfolgreichste Saison beendeten die beiden Österreicher auf Rang sieben der Weltrangliste. Danach folgten zwei durchwachsene Jahre mit einigen Top-Ten-Platzierungen, in der vergangenen Saison blieben Huber/Seidl aber auch acht Mal in der Qualifikation hängen.

Gegen das kleinste Duo des Turniers

Sie verloren ihren Status als zweites Team hinter Doppler/Horst und sind mit 1.800 Punkten derzeit noch weit von der Qualifikation für die Olympischen Spiele entfernt (zum Vergleich: Böckermann/Flüggen haben 4.290 Punkte). Ende der vergangenen Saison nahmen die Kärntner einen Trainerwechsel vor. Der 45-jährige Helmut Voggenberger, der Huber noch als Jugendlicher beim Hallenvolleyball betreute, ist nun für das Duo verantwortlich – die Zusammenarbeit trägt schon erste Früchte: Zum Saisonauftakt belegten Huber/Seidl beim Kish Open Platz neun, in Doha holten sie sich den Gruppensieg, in dem sie unter anderem die an fünf gesetzten US-Amerikaner John Hyden und Tri Bourne besiegten.

Der Weg von Böckermann/Flüggen führte über die Italiener Paolo Nicolai/ Daniele Lupo ins Halfinale, die sie 28:26, 21:19 besiegten. Die beiden Hamburger sind fest entschlossen, den Titel, den sie in der vergangenen Saison in Doha gewannen, zu verteidigen. Größentechnisch sind der 1,98 Meter große Böckermann und Flüggen (1,92) dem kleinsten Duo im Wettbewerb zwar überlegen – Huber misst nur 1,79 und Seidl ist mit 1,90 Meter für einen Blockspieler auch nicht gerade groß gewachsen – Huber/Seidl sind aber unangenehme Gegner, spielen viele schnelle Passkombinationen und können ihre Kontrahenten damit immer wieder überraschen.

Glücksbringer im Gepäck

Huber hat außerdem einen besonderen Glücksbringer im Gepäck: Zum ersten Mal ist Sohn Noah (11 Monate) bei einem internationalen Turnier dabei. Ob ihm das am Ende aber hilft, wird sich noch zeigen. Das bislang einzige Duell der beiden Teams fand im September 2015 in Xiamen statt. Dort siegten Böckermann/Flüggen 27:25, 21:16.

Für Huber/Seidl geht es heute Nachmittag im Gegensatz zu Zabernig/Riegler um mehr als um Bikinihöschen: Sie stehen kurz vor dem ersten Finaleinzug in ihrer Karriere.


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