Im Kopf freigemacht

smart super cup Binz - Samstag

Teresa Mersmann und Isabel Schneider hatten einen schweren Saisonstart, gewannen aber zuletzt drei internationale Turniere in Serie und stehen beim smart super cup in Binz im Halbfinale. Doch für ihr großes Ziel müssen sie sich noch in Geduld üben, der neue Trainer hilft ihnen dabei.

Neuer Trainer Holthausen

Das Interview musste noch kurz warten. „Wir würden gerne erst kurz mit unserem Trainer sprechen, nach dem Spiel machen wir meist noch eine kurze Besprechung“, sagt Isabel Schneider und ging mit ihrer Partnerin Teresa Mersmann vom Center Court. Dort hatten sie gerade ihren dritten Sieg beim super cup in Binz eingespielt, zum dritten Mal waren sie dabei ohne Satzverlust geblieben.

Diese Szene zeigte, welche Rolle Kersten Holthausen mittlerweile für das Team spielt, obwohl er erst seit dieser Saison mit dabei ist. Vor dem dritten Jahr ihrer gemeinsamen Saison wechselten sie den Trainerstab, statt zwei Trainer hatten sie in Holthausen nur noch einen, der dafür die gesamte Trainingskoordination übernahm. „Er ist für uns eine wichtige Vertrauensperson geworden, überlegt sich auch im Training immer neue Sachen“, sagt Mersmann (25).


"Du musst viel Geld in die Hand nehmen"

Dabei sind sie eher aus Zufall auf ihn gekommen. Die heute 24-jährige Schneider kannte Holthausen noch aus der Jugendzeit beim Westdeutschen Volleyball-Verband, dort leitete er Trainingseinheiten, bei der sie als 18-Jährige dabei war. „Die waren eigentlich nur für Jungs, ich war aber trotzdem dabei“, erzählt Schneider und lacht. Er hatte sie aber trotzdem gefördert, vor der Saison erinnerte sie sich wieder daran und fragte nach. Holthausen, der zuvor als Co-Trainer des österreichischen Frauenduos Schwaiger/Schwaiger agierte, sagte zu.

Bezahlt wird er aus einem Sponsorentopf, mit dem Mersmann und Schneider versuchen, die insgesamt rund 70.000 Euro Ausgaben zu bezahlen, die in dieser Saison anfallen. Ganz reicht das aber nicht, die Preisgelder aus den vergangen Jahren müssen mit investiert werden, Mersmann geht nebenbei einer Teilzeitbeschäftigung nach. „Wenn du nach oben willst, musst du viel Geld in die Hand nehmen. Wir haben uns in dieser Saison auf die Fahnen geschrieben, international Erfahrung zu sammeln“, sagt Schneider. Dazu gehören ebenso erfolgreiche Phasen wie die zuletzt drei aufeinanderfolgenden Turniersiege auf der europäischen Tour.


In Geduld üben

Aber auch Phasen, in denen es nicht so läuft, wie am Anfang dieser Saison. „Wir haben im Winter viel umgestellt, ich bin zu Isa nach Leverkusen gezogen und wir haben auch sportliche Strukturen aufgebrochen. Am Anfang wollten wir zu viel, das war für uns eine Belastung, davon haben wir uns aber vom Kopf her frei machen können“, erzählt Mersmann. Mittlerweile stehen sie auf Rang sechs der deutschen Rangliste. Sie wollen weiter nach oben kommen, brauchen dafür aber noch Geduld.

„Für die Olympischen Spiele in Rio 2016 ist es noch zu früh, die Topteams spielen alle Turniere, da haben wir kaum Chancen. Aber für 2020 wollen wir bereit sein. Wir wollen wirklich nach oben“, sagt Mersmann und nickt entschlossen. Beim Turnier in Binz wollen sie auch wieder ins Finale. Nach dem anstrengenden Tag heute wollten sie aber erst einmal nur noch ins Wasser. > zum Video und Kurz-Interview mit Mersman/Schneider

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