Interview mit Denis Berken: "Manchmal sieht es gut aus..."

 

Denis Berken überraschte mit Alexander Walkenhorst an seiner Seite die Beach-Szene mit Platz Vier bei der Deutschen Meisterschaft 2008. beach-volleyball.de wollte wissen, was der 25-Jährige seitdem gemacht hat, rief ihn zu Hause in Essen an und sprach mit ihm über seine erfrischende Spielweise, Pläne für 2009 und Schlapphüte.

Hallo Denis! Du klingst so verschlafen – habe ich dich geweckt?

Berken: "Nein, nein, ich bin nur morgens nie so fit."

 

Dann ist ja gut...Aber erzählŽ mal: Wie verbringst du den Winter?

Berken: "Ich spiele bei Bayer Leverkusen in der Halle in der Regionalliga. Alex ist auch in der Mannschaft und einige andere Beacher wie Maarten Lammens, Martin Kern, Julius und Florian Brink auch. Das macht unheimlich Spaß, wir sind Tabellenerster und wollen dieses Jahr aufsteigen. Letztes Jahr waren wir auch schon Erster, aber wir hatten keine Lust auf den größeren Aufwand, wenn wir 2. Bundesliga spielen. Doch jetzt ist uns die Regionalliga zu langweilig geworden, wir brauchen eine größere Herausforderung. Ansonsten habe ich auch schon zwei Monate mit Julius Brink und Jonas Reckermann im Sand trainiert. Alex konnte leider nicht so oft, weil er eine Ausbildung bei der Sparkasse Essen macht."

 

Da habt ihr aber ganz gute Trainingspartner...

Berken: "Für uns ist es super, ich weiß nicht, wie es für die ist, aber sie haben uns gefragt (lacht). Uns bringt es viel, mit Julius und Jonas zu trainieren, das ist natürlich ein ganz anderes Niveau – wir waren auf Platz Fünf nach der Deutschen Meisterschaft und sie sind unter den Top Five der Welt. Zudem sind Markus Dieckmann und Jürgen Wagner als Trainer dabei, und das ist natürlich auch super."

 

Wenn ihr so gute Trainingsbedingungen habt, ist es ja kein Wunder, dass ihr letztes Jahr so gut wart. Bist du zufrieden mit der Saison 2008?

Berken: "Ja, letztes Jahr lief es gut für uns, wir haben gut abgeschnitten. Vor der Deutschen Meisterschaft hatten wir in St. Peter-Ording und München gewonnen. Dadurch war die Konkurrenz für die Meisterschaft schon gewarnt. Es war vielleicht nicht mehr so eine große Überraschung, dass wir ins Halbfinale gekommen sind. Danach waren wir auf Platz Fünf der Deutschen Rangliste, direkt hinter den Nationalteams. Leider wurden wir dann von Dollinger/Kaczmarek und Erdmann/Windscheif überholt, weil Dollinger/Windscheif noch auf der FIVB World Tour gespielt und sogar sehr gut abgeschnitten haben."

 

Eure Spielweise hebt sich stark von den Spielweisen der anderen Teams ab – du und Alex spielt z.B. schnelle Pässe nach Außen oder Aufsteiger wie in der Halle. Ist das euer Schlüssel zum Erfolg?

Berken: "Ich habe in der Halle schon alle Positionen gespielt – von Zuspieler bis Libero – und wir haben die Zuspielvarianten einfach auch im Sand ausprobiert, und es hat gut geklappt. Manchmal baggere ich einen schnellen Pass nach Außen oder spiele im Sprung zu. Wenn man einen guten Blocker vor sich hat wie Uhmann oder Dollinger, muss man sich etwas einfallen lassen. Dieses schnelle Spiel klappt natürlich nicht immer. Manchmal sieht es gut aus, manchmal aber auch nicht."

 

Ihr fallt durch noch etwas auf: Die Schlapphüte! Warum seid ihr so große Schlapphut-Fans?

Berken: "Sie sehen lustig aus! Wenn es heiß ist, braucht man irgendetwas auf dem Kopf – man will ja keinen Hitzeschlag bekommen! Bei den Caps stören mich die Schirme immer, ein Schlapphut ist genau richtig. Aber Alex muss erst einmal einen finden, der ihm passt. Er hat doch so einen großen Kopf!"

 

À propos Kopf: Was habt ihr euch für 2009 in den Kopf gesetzt?

Berken: "Wir können leider nicht so viel trainieren, weil Alex, wie ich schon sagte, eine Ausbildung macht, und ich BWL studiere und im Sommer meine Diplomarbeit schreibe. Da wir deswegen auch nur am Wochenende spielen können, können wir auch keine andere Turnierserie spielen als die deutsche. Dieses Jahr wollen wir wieder eine gute Saison spielen, das eine oder andere Mal ins Halbfinale kommen und es nach Timmendorfer Strand schaffen."

 

Denis, danke für das Gespräch und viel Erfolg im Studium und im Sand!"

    beach-volleyball.de Partner

    • Mikasa
    • Schauinsland Reisen
    • Techniker Beach Tour
    • Die Techniker
    • sportwetten.de