Interview mit Susanne Lahme

 

Eine Volleyball-Ikone sagt leise Servus. Susanne Lahme, langjährige Spielführerin der deutschen Hallen-Nationalmannschaft sowie Olympiateilnehmerin 2004 in Athen und Deutsche Meisterin 2005 im Beach-Volleyball, hat ihr Karriereende bekannt gegeben.

Hallo Suse, wie geht es dir und was macht deine Verletzung?

Lahme: Danke, mir geht es wieder sehr gut und die Verletzung ist auch bestens verheilt!

 

 

Beim letzten FIVB Turnier in Phuket hat Geeske Banck mit Anja Günther gespielt und verlauten lassen, dass du deine aktive Laufbahn beenden willst. Warum?

Lahme: Nach der WM und der dabei zugezogenen Verletzung habe ich mich gemeinsam mit meinem Freund entschieden, nicht mehr weiter zu spielen, denn die Olympiateilnahme in Peking war - realistisch gesehen - in weite Ferne von Geeske und mir gerückt und wäre für mich der einzige Grund gewesen, noch ein paar Jahre dranzuhängen.

 

 

Wird dir nicht ein großer Teil fehlen nach einer so langen Karriere in der Halle und im Sand? Oder bleibst du dem Volleyball als Trainerin erhalten?

Lahme: Volleyball hat mich über sehr viele Jahre meines Lebens begleitet und die Zeit als aktive Spielerin war einfach grandios, doch jetzt freue ich mich auf andere Aufgaben. Natürlich möchte ich einen Job als Trainerin nie ausschließen, denn die immensen Erfahrungen und Erlebnisse der vergangenen Jahre möchte ich gerne an junge Spieler weitergeben.

 

 

Was hast du nun für Pläne für deine neue Lebensphase, wirst du beispielsweise weiterhin in Italien wohnen?

Lahme: Ich werde weiterhin in Bella Italia wohnen bleiben und soviel wie möglich versuchen, meine Familie und Freunde in Berlin besuchen zu kommen und meine Wohnung dort zu behalten. Ich habe Pläne in Richtung Kreativität und auch in Richtung Arbeit, aber die sind noch nicht ausgereift und deshalb gebe ich auch noch keinen Kommentar dazu ab.

 

 

Stehen für dich berufliche Ziele oder das Private (Familie) im Vordergrund?

Lahme: Familie ist natürlich ein Thema und das möchte ich gerne mit dem neuen Berufsleben verbinden.

 

 

Was waren für dich persönlich die bewegendsten Ereignisse in deiner Karriere als Beach-Volleyballerin?

Lahme: Sicherlich die Olympiateilnahme 2004 in Athen und der Deutsche Meistertitel 2005 in Timmendorfer Strand mit Danja.

 

 

Wie siehst du nun mit etwas zeitlichem Abstand und noch mehr Erfahrung deine Zeit an der Seite von Danja Müsch?

Lahme: Genauso wie nach ihrem Karriereende: Es war eine tolle Zeit, wir hatten viel Spaß, Danja war und ist eine große Sportlerin und Persönlichkeit.

 

 

Wie beurteilst du die Lage oder Entwicklung des Beach-Volleyballs in Deutschland und die Chancen des Sports? Was könnte/müsste sich ändern? Oder ist alles gut?

Lahme: Ich glaube, dass sich die Sportart in Deutschland in den letzten Jahren rasant weiter entwickelt hat, was die Professionalität der Teams, den Trainingsumfang, die Trainingsorte sowie das Management, den Trainerstab und die medizinische Betreuung betrifft. Meiner Meinung nach ist auch die Organisation und die Zusammenarbeit zwischen DVV und den Spielern auf einen höheren Niveau angelangt als früher. Trotzdem gibt es immer noch Bereiche, die verbessert werden müssen.

 

 

Vor deiner Zeit im Sand hast du lange Jahre überaus erfolgreich in der Halle gespielt. Wie hast du die Zeit als Beach-Volleyballerin erlebt im Vergleich zu dem vorher vermutlich stärker organisierten Trainingsablauf?

Lahme: Beide Sportarten sind grundverschieden, was Trainingsplanung (Wettkampfhöhepunkt), Tagesablauf (in der Halle ist der Schwerpunkt des Trainings abends, am Wochenende das Match, maximal noch eins in der Woche), Trainingsort, Eigenorganisation und Trainerwahl am Beach, Spieleranzahl etc. betrifft.

 

 

Wie siehst du deine Karriere mit etwas zeitlichem Abstand. Würdest du die „Strapazen“ wieder auf dich nehmen?

Lahme: Natürlich!

 

 

Was sind deiner Meinung nach die entscheidenden Kriterien, die eine erfolgreiche Spielerin ausmachen?

Lahme: Talent, körperliche Eigenschaften, Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, charakterliche Voraussetzung für eine Teamsportart, Spaß am Trainieren.

 

 

Was würdest du jungen Spielerinnen empfehlen, die eines Tages ganz oben mitspielen wollen?

Lahme: Die erwähnten Charaktereigenschaften nicht aus dem Auge zu verlieren.

 

 

Willst du deinen Fans noch etwas mitteilen, die dich so lange Zeit begleitet haben?

Lahme: Sehr gerne! Ich möchte mich einfach nur ganz herzlich bedanken für die schöne Zeit und die tolle Unterstützung der letzten Jahre und mir wünschen, dass sie den Sport Beach-Volleyball weiter so begeistert verfolgen wie bisher. Vielen Dank!

 

 

Wir danken dir.

 

 

 

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