„Irgendwann ist Ende, wirklich Ende“

DM Timmendorfer Strand 31.08. - 03.09.2017

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst zollen einer langen Saison ihren Tribut und scheiden bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand im Viertelfinale aus. Die mentale Erschöpfung der Weltmeisterinnen nutzten Melanie Gernert und Tatjana Zautys für einen Überraschungs-Coup aus.

Große Emotionen nach dem letzten Ball

Sie waren leer, am Ende ihrer Kräfte und ließen ihren Emotionen beinahe freien Lauf. Laura Ludwig und Kira Walkenhorst kämpften mit den Tränen, nachdem der letzte Ball in diesem Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand in den Sand fiel. Mit 1:2 (23:21, 13:21, 12:15) verloren die Weltmeisterinnen gegen Tatjana Zautys und Melanie Gernert und belegen nach dem Gewinn 2016 nun Platz fünf. 

Statt Laura Ludwig und Kira Walkenhorst stehen nun Zautys und Gernert in der Runde der letzten vier Teams – im Feldinterview vor den 6.000 Zuschauern in der Ahmann-Hager-Arena war die 37-jährige Zautys dementsprechend aufgelöst: „Ich kann es noch gar nicht so richtig fassen. Hätte uns vor dem Turnier jemand gesagt, dass wir es wieder ins Halbfinale kommen, den hätte ich wohl verrückt erklärt.“

Die Lockerheit, die man dem Duo das ganze Spiel über ansehen konnte, hatte es schon im letzten Jahr völlig überraschend bis ins Halbfinale getragen. Nun soll das getoppt werden: „Nach dem vierten Platz im letzten Jahr wäre eine Medaille jetzt schön – ganz egal welche Farbe. Wenn sie golden ist, bin ich aber auch nicht böse.“


Die Wende kam nicht

Manchmal kann es auch einfacher sein, gegen die Weltmeisterinnen und Olympiasiegerinnen antreten zu müssen. Druck musste sich das erfahrene Duo da zumindest nicht machen: „Wir hatten nichts zu verlieren, sondern konnten einfach stänkern. Das hat gut funktioniert, vor allem im Aufschlag“, so Gernert.

Gerade die 30-jährige Abwehrspielerin wusste Walkenhorst und Ludwig mit ihrem Service regelmäßig gehörig ins Wanken zu bringen. Dazu kam, dass sie und ihre Partnerin keinerlei Nerven zeigten. Jedes Mal, wenn man den Eindruck gehabt hat, dass eine spektakuläre Abwehr oder ein guter Aufschlag den Wendepunkt für die Weltmeisterinnen bedeuten würde, blieb das Duo völlig unbeeindruckt. Ludwig und Walkenhorst war anzumerken, dass ihnen einfach die Kraft fehlte, um die Wende auch tatsächlich herbeizuführen.


„Wer so was plant, hat keine Ahnung von dem Sport“

Jürgen Wagner kann damit leben, dass sein Duo in Timmendorfer Strand den Titel nicht verteidigen wird. „Das waren mit der WM, EM, dem World Tour Final und jetzt dem Turnier hier vier Höhepunkte in viereinhalb Wochen – wer so was plant, hat keine Ahnung von dem Sport. Wir waren nach dem Turnier in Hamburg leer“, berichtete der Ludwig/Walkenhorst-Trainer gegenüber beach-volleyball.de.

„In Hamburg haben wir im ganzen Turnier nicht ein Ass bekommen, hier bis zu fünf in einem Spiel – daran sieht man, dass irgendwann Ende ist, wirklich Ende. Da kann man den beiden auch Null Vorwürfe machen, das ist ok. Wir haben in den letzten Wochen Herausragendes geleistet“, so Wagner weiter.


Teammeeting und Urlaub

Für die Weltmeisterinnen steht jetzt erst einmal Urlaub auf dem Programm, den hätten sie auch bitter nötig, haben sie schon nach dem Erfolg beim World Tour Final in Hamburg gesagt. Für Walkenhorst steht eine Reise nach Montenegro auf dem Plan, Ludwig zieht es in die Toskana.

Ein wichtiger Termin steht am Sonntag aber noch an: Ein Teammeeting mit den Trainern Wagner und Helke Claasen sowie der Psychologin Anett Szigetti – dort wird besprochen, wie es in den kommenden Wochen und auch in der anstehenden Saison weitergeht. Dass es eine längere Pause vom Beach-Volleyball geben wird, ist klar. Wie lange die sein wird, hängt laut Wagner „auch von Laura und Kira ab. Die beiden haben da ein großes Mitspracherecht.“

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