Ittlinger/Weiland packen es international an

FIVB Open Sotschi - Vorbericht

Zu ihrer eigenen Überraschung bekamen Sandra Ittlinger und Yanina Weiland bereits drei Chancen, bei FIVB-Turnieren anzutreten. Im russischen Sotschi sind sie auch wieder mit am Start – in der Qualifikation. Eine Hauptfeldteilnahme soll diesmal klappen.

In die weite Welt hinein...

Vitoria in Brasilien, Xiamen und Fuzhou in China und derzeit Sotschi in Russland – sehr reiselustig starteten Sandra Ittlinger und Yanina Weiland in die Saison 2016 – zu ihrer eigenen Überraschung. Dass sie gleich so viele Chancen bekommen würden, sich international zu messen, hatten sie nicht erwartet. Doch das spielt ihnen sehr gut in die Karten, denn die 21-jährigen Sportlerinnen wollen es dieses Jahr wirklich anpacken.

Trotz olympischer Saison und der damit verbundenen großen Konkurrenz haben sie sich entschieden, bereits dieses Jahr den Schritt hinaus in die Welt zu machen. "Wenn wir schon so viel für den Sport machen, dann können wir es auch gleich 100%-ig angehen, sonst ist die Zeit zu schade", so Ittlinger, die mit ihrer Partnerin Weiland auf Rang acht der Deutschen Rangliste steht. Vor drei Jahren zogen sie und Weiland aus München nach Berlin, "wegen der besseren Trainingsmöglichkeiten". Nun richten sie sich noch professioneller aus und verpflichteten mit Marcus Benthien einen eigenen Trainer. Benthin betreut schon seit der vergangenen Saison das Nationalteam Erdmann/Matysik und kann schon Erfahrungen mit World-Tour-Teams vorweisen, die sicherlich auch Ittlinger/Weiland zugute kommen dürften.


Große Investitionen für große Träume

Mit der Unterstützung ihrer Sponsoren, die ihnen "wahnsinnig viel möglich machen", können sie sich diese sportlichen Sprünge leisten, auch wenn sie damit gleich zu Beginn der Saison sehr das fünfstellige Budget auf Standfestigkeit testen. "Jeder kann ausrechnen, dass so eine Reise nach Brasilien oder China mit Flug, Unterkunft und Verpflegung etwa 3.000 Euro kostet", so Ittlinger und schmunzelt, "für Sotschi brauchen wir nur 2.000 Euro." Ihr ist bewusst, dass sie und Yanina Weiland eventuell auch aus der eigenen Tasche die Saison werden finanzieren müssen. "Wir hätten uns auch auf der deutschen Tour entspannt weiter entwickeln können, aber jetzt haben wir die Freiheiten und die Möglichkeiten", strahlt Ittlinger.

Auf der deutschen Tour will das sympathische Duo mindestens seine Setzliste bei jedem Turnier bestätigen. Beim Auftaktturnier in Münster ist dies den an zwei Gesetzten gleich gelungen. Sie verloren im gesamten Turnierverlauf nur gegen Katharina Schillerwein und Cinja Tillmann im Finale. International wollen Ittlinger/Weiland es in dieser Saison ins Hauptfeld schaffen und dort ein Spiel gewinnen, sich für nächstes Jahr in Position bringen. Damit beanspruchen sie einen Platz in dem erweiterten Feld um die deutschen Top-Vier-Duos Ludwig/Walkenhorst, Borger/Büthe, Holtwick/Semmler und Laboureur/Sude herum, wo bereits Victoria Bieneck/Julia Großner und Teresa Mersmann/Isabel Schneider befinden und ab nächster Saison auch Katharina Schillerwein/Cinja Tillmann hinein wollen. Die Konkurrenz in Deutschland ist also wie gewohnt groß.

In Vitoria, Xiamen und Fuzhou war für Ittlinger/Weiland nach einem Spiel gleich Schluss. Doch der ersten Enttäuschung folgten schnell der Ehrgeiz und die Lust, es sofort wieder zu probieren. "In China waren wir schon nicht mehr so aufgeregt wie in Brasilien", sagt Ittlinger. Vielleicht gelingt ihnen in der heutigen Qualifikation in Sotschi, bei der aus deutscher Sicht außerdem Nadja Glenzke/Kim Behrens und Toni Hellmuth/Eric Stadie starten, im vierten Anlauf der Sprung ins Hauptfeld? "Ich habe ein gutes Gefühl", so Ittlinger, "es brennt in den Fingern."

Weitere Infos zum FIVB Open in Sotschi gibt es auf unserer Turnierseite

Alle Infos zum Team Ittlinger/Weiland findet ihr hier

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