Julia Sude spielt zukünftig an der Seite von Karla Borger

Nationalteams

Mit Julia Sude hat Karla Borger eine Nachfolgerin für Margareta Kozuch gefunden. Warum Sude dafür ihre lange Partnerschaft mit Chantal Laboureur aufgibt.

Beben im deutschen Frauen-Beach-Volleyball

Das Karriereende von Kira Walkenhorst hat die Beach-Volleyball-Szene in Aufruhr versetzt. Seit mehreren Wochen bahnte sich im Hintergrund an, was diese Woche Stück für Stück rauskommt: Nachdem Laura Ludwig künftig an der Seite von Margareta Kozuch aufschlägt, ist auch deren ehemaligen Spielpartnerin Karla Borger (30) in einer neuen Konstellation. Sie wird künftig mit Julia Sude (31) an den Start gehen, die sportliche Leitung des Teams wird Burkhard Sude, ehemaliger Volleyballer und Vater von Julia Sude, übernehmen.

Ein Glücksfall für Borger, die damit den Wegfall von Kozuch mehr als nur kompensieren kann – schließlich spielt Sude seit mehreren Jahren in der Weltspitze mit. Mit Chantal Laboureur schaffte sie in der vergangenen Saison erstmals den Sprung auf Platz eins der Weltrangliste. Viele Jahre waren Sude und Laboureur als Team eine feste Größe auf der Beach-Volleyball-Weltserie, und doch sah Sude offenbar nun einen Grund, vor den Olympischen Spielen 2020 in Tokio eine entscheidende Änderung vorzunehmen.

„Ich habe in unserem Team nicht die Weiterentwicklung gesehen, die ich mir für die bevorstehende Qualifikation der Olympischen Spiele vorgenommen habe. Deshalb habe ich den Entschluss gefasst, das Ziel Olympia-Qualifikation mit Karla Borger ins Visier zu nehmen“, erklärt die 31-Jährige die Entscheidung. „Ich danke Chantal für die gemeinsamen und erfolgreichen Jahre und freue mich jetzt auf die neue Herausforderung mit Karla.“

Böse Überraschung für Laboureur

Gravierend ist diese Entscheidung für Chantal Laboureur, die damit als bisherige Verliererin aus dem großen Stühlerücken geht – und deren Traum von den Olympischen Spielen auch in weite Ferne gerückt ist. „Mir hat es logischerweise den Boden unter den Füßen weggezogen, als Julia mir vor wenigen Tagen ihre Entscheidung mitgeteilt hat. Ich kann den Entschluss zur Trennung nicht wirklich nachvollziehen", sagt Laboureur, "meiner Meinung nach hatten wir ein großes Potential, gemeinsame Top-Ergebnisse bei der diesjährigen Heim-Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen 2020 zu erzielen."

Mit Julia Sude hatte sie einen Logenplatz im Ringkampf um die nur zwei Olympia-Startplätze. „Das kam alles sehr plötzlich. Ich werde mir intensive Gedanken machen, wie ich mich weiter aufstelle. Wer mich kennt, weiß, ich bin eine Kämpferin, und ich werde nicht so einfach den Traum von den Olympischen Spielen aufgeben", betont Laboureur, die ausgerechnet an ihrem 29. Geburtstag mit dieser Entwicklung konfrontiert wurde. 

Allerdings dürfte es nicht einfach werden für Laboureur, eine Blockspielerin zu finden, mit der sie ernsthaft konkurrenzfähig ist gegen die Teams Kozuch/Ludwig, Borger/Sude und auch Victoria Bieneck und Isabel Schneider. Und dann wären da ja auch noch Kim Behrens und Sandra Ittlinger, die ebenfalls die Olympia-Qualifikation anstreben. Selbst mit einer neuen Partnerin wird Laboureur im Rennen um die Olympischen Spiele daher vorerst wohl einige Reihen weiter hinten Platz nehmen müssen.

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