Julius Brink will seine Betonhüfte in Form kriegen

Beach-Volleyballer im TV

"Die Welt wird stillstehen, wenn ich es tatsächlich schaffe, meine Betonhüfte im Rhythmus zu bewegen", vermeldet Olympiasieger Julius Brink aus den Tanz-Trainingswochen für die neue Staffel des RTL-Formats "Let´s Dance". Juror Joachim Llambi ist dennoch skeptisch.

Ungewöhnliche Trainingsutensilien

Besenstiel, Krawatten, Gummiband und Schal – das sind die Utensilien, die Olympiasieger Julius Brink, 33, laut seiner Facebook-Seite derzeit benötigt. Doch, um allen Missverständnissen vorzubeugen – es geht hier nicht etwa um einen neuen Fifty Shades of Grey Film. Nein, Julius Brink trainiert bis zu sieben Stunden täglich mit seiner Tanzpartnerin, der Profitänzerin Ekaterina Leonova, für die neunte Staffel von Let´s Dance. Und die 28-Jährige scheint so ihre eigenen pädagogischen Methoden zu haben, dem ehemaligen Profi-Beach-Volleyballer die Tanzhaltung beizubringen.

"Er hat eine hübsche Partnerin, aber ich glaube nicht, dass es was wird", meint Joachim Llambi. Der 51-Jährige bewertet später in den Sendungen als Juror die Darbietungen der Tanzpaare und ist für seine ehrlichen Kommentare bekannt - dem ehemaligen Beach-Profi räumt er offenbar wenig Chancen in dem Tanzwettbewerb ein. Dass er beim Viertelfinale der Olympischen Spiele 2012 in London Zuschauer war und im Anschluss an die Partie Fotos mit Brink machte, stimmt den ehemaligen Profi-Turniertänzer auch nicht gnädiger.

"Wieso sollte es", fragt Llambi empört, "das ist so, als würden Brasilianer, nur weil sie gut sind, einen zweiten Aufschlag bekommen." Und so bleibt er weiter skeptisch. "Auch wenn Julius seinen Körper zu beherrschen vermag, so kommt es doch beim Tanzen auf filigrane Techniken an. Es geht um Musik, Rhythmus, Führung, Choreographie gemeinsam mit der Partnerin, um am Ende ein Bild des Tanzens abzugeben", so Llambi, "also er muss schon Gas geben."


Ob barfuß oder in Tanzschuhen – Brink bleibt ehrgeizig

Nichts anderes hat Julius Brink vor, als Gas zu geben. So ist er seit Mitte Februar mit seiner Tanzpartnerin dabei, zunächst die Basics zu lernen. Eine Woche Zeit hat er noch. Dann wird die erste Sendung der neuen Staffel ausgestrahlt (11. März, 20:15 Uhr, RTL). Das Ziel sei für ihn, die erste Show zu überstehen, um dann von Show zu Show Höchstleistungen zu bringen. "Wie beim Beachen auch, ich denke von Show zu Show", meint Brink, "wohin das führen kann, wenn man ehrlich arbeitet und hart trainiert, haben wir ja beim Beach-Volleyball gesehen."

Diese ehrgeizige und optimistische "Haltung", für die Julius Brink bekannt ist, wird ihn sicherlich auch auf dem Tanzparkett weiterbringen, auch wenn derzeit noch ein Besenstiel herhalten muss, um den Rücken des Weltmeisters von 2009 gerade zu kriegen. "Die Welt wird stillstehen, wenn ich es tatsächlich schaffe, meine Betonhüfte im Rhythmus zu bewegen", so Brink. "Das Urteil ergibt sich an dem Abend", sagt Llambi, der als Wertungsrichter im Profi- und Amateurverband tätig ist, "wenn er dann wie Nurejew (Rudolf Chametowitsch Nurejew, gilt als einer der besten männlichen Ballett-Tänzer des 20. Jh., Anm. d. Red.), wie ein Gott tanzt, dann meinetwegen, aber ich bleibe bis zum Schluss skeptisch."

Ekaterina Leonova kennt sich mit Sportlern aus. In der letzten Staffel holte sie mit Matthias Steiner (Olympiasieger 2008 im Gewichtheben, Anm. d. Red.) die Bronzemedaille. Und wie sollte es anders sein: "Eine Medaille wäre natürlich ein Traum", so der erfolgsverwöhnte Brink, "zumal ich inzwischen auch wirklich richtig Spaß am Tanzen gefunden habe, was ich zuvor mir selber gar nicht vorstellen konnte." 

Vielleicht stehen die Chancen doch gar nicht so schlecht? Schließlich bringt ihm "der attraktivste Trainer, den er je hatte" die neue Sportart bei. Die Trainer um Jürgen Wagner haben ihm und seinem Beach-Partner Jonas Reckermann zwar zum Olympiasieg verholfen, aber auf einen eleganten Hüftschwung haben sie nicht geachtet. "Es dürfen noch Wetten abgegeben werden", sagt Brink.

Alle Infos zu Let´s Dance im Special bei RTL.de

Vor einigen Jahren hatten wir Joachim Llambi in einem Beach-Camp getroffen. Und ihn gleich zu einem Interview verpflichtet. Hier geht es zu dem Gespräch.

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